Parkplatzbeleuchtung planen: Masthöhe, Lichtfarbe, Steuerung

Lichtplanung · Parkplätze und Garagen

Sichere und energiesparende Beleuchtung für Tiefgaragen, offene Parkplätze, Garagen und Parkhäuser. Wir erfüllen die Sicherheitsanforderungen und senken Ihre Betriebskosten deutlich.

  • Tiefgaragen: Leuchten mit IP65, beständig gegen Feuchtigkeit und Frost
  • Sicherheit: Die richtige Beleuchtung verringert Kriminalität und Unfälle
  • 70 % Einsparung: LED mit Bewegungsmeldern für maximale Einsparungen
  • Normen erfüllt: DIN EN 12464-1 und Sicherheitsanforderungen für Parkflächen

Mit der wirtschaftlichen Entwicklung ist das Auto zum alltäglichen Verkehrsmittel geworden. Parkplätze sorgen dafür, dass der Verkehr in der Stadt reibungslos fließt, und sind zu einem unverzichtbaren Teil jeder Stadt geworden – entsprechend wichtig ist ihre Beleuchtung. Eine gezielte Parkplatzbeleuchtung ist nicht nur Voraussetzung für die Nutzung, sondern auch für die Sicherheit von Menschen und Eigentum.

Die meisten Parkplatzbeleuchtungen arbeiten mit einem von drei Lampentypen: Hochdruck-Entladungslampen (HID) wie Halogen-Metalldampflampen, Natriumdampf-Hochdrucklampen und – bei sehr alten Anlagen – Quecksilberdampflampen. Mit der Weiterentwicklung der LED-Technik ersetzen LED-Leuchten jedoch zunehmend die herkömmliche Parkplatzbeleuchtung.

Wenn Sie einen bestehenden Parkplatz modernisieren möchten, beginnen Sie mit einer vollständigen Bestandsaufnahme des Parkplatzes und der angrenzenden Flächen. Die Liste sollte die Gesamtzahl der Leuchten, die Leuchtentypen, die Anzahl der Masten und ihre Standorte enthalten. Anhand der Anschlussleistung und des Typs der bisherigen Leuchten können wir die Leistung der neuen LED-Leuchten bestimmen. Ergänzen Sie gleichzeitig Leuchten an Stellen, die zusätzliches Licht brauchen, und reduzieren Sie die Beleuchtung dort, wo wenig Licht nötig ist. Für Tiefgaragen eignen sich zum Beispiel LED-Feuchtraumleuchten mit IP65.

Ist Ihr Parkplatz neu, liegt Ihnen vermutlich die Projektdokumentation vor – mit den Abmessungen, den Leuchtenstandorten und den Masthöhen. Sie sollten außerdem wissen, welche Flächen beleuchtet werden müssen und welche vorübergehend nicht beleuchtet werden sollen. Dann können wir schnell mit der Lichtsimulation beginnen und Ihnen eine passende, maßgeschneiderte Lösung anbieten.

Wir planen auch Straßenbeleuchtung – passende Leuchten finden Sie unter LED-Straßenbeleuchtung.

Planung, Design und Überlegungen

Achten Sie bei der Planung darauf, welche Leuchten an welchen Stellen eingesetzt werden: Leuchten an Ein- und Ausfahrten sowie an Türen können sich von denen auf der übrigen Parkfläche unterscheiden. Entscheidend für einen guten Entwurf ist die Lichtverteilung – die Beleuchtung eines Parkplatzes sollte möglichst gleichmäßig sein. Bessere Beleuchtung bedeutet dabei nicht mehr Licht: Zu viel Licht oder eine ungleichmäßige Verteilung kann Lichtverschmutzung oder Blendung verursachen.

Allgemeine Anforderungen an die Außenbeleuchtung von Parkplätzen

  • Die Außenbeleuchtung eines Parkplatzes muss ausreichende Sicht, Komfort und Sicherheit bieten.
  • Sie muss die gesamte Anlage gleichmäßig ausleuchten, ohne dunkle Stellen oder Bereiche.
  • Sie muss mindestens die Beleuchtungsstärke liefern, die für die Sicherheit und das Erkennen von Objekten nötig ist.
  • Sie darf angrenzende oder benachbarte Grundstücke und Straßen nicht direkt anstrahlen. Die Leuchten sollten so gebaut oder abgeschirmt sein, dass aus üblichen Blickwinkeln keine Blendung entsteht.
  • Ein häufig genannter Richtwert für offene Parkplätze: höchstens 5 m Montagehöhe in einem Abstand von bis zu 15 Fuß zu Wohngebieten mit niedriger und mittlerer Bebauungsdichte sowie auf Dächern; die übrigen Leuchten für offene Parkplätze können in 7,62 m Höhe montiert werden. Maßgeblich sind jeweils die örtlichen Vorgaben.

Lichtverteilung

Wichtig ist eine fotometrische Analyse: Lichtplanung und Simulation helfen, die Fläche optimal auszuleuchten. Nach dem BUG-Klassifizierungssystem für Leuchten (Backlight, Uplight, Glare – Rückwärtslicht, nach oben abgestrahltes Licht und Blendung) sollte die Leuchte kein Licht nach oben abgeben, das in den dunklen Nachthimmel streut. Liegt der Parkplatz in der Nähe eines Wohngebiets, sollte außerdem das Rückwärtslicht möglichst gering sein – so vermeiden Sie Beschwerden der Anwohner.

Die Lichtverteilung ist eine Haupteigenschaft von LED-Leuchten: Mit Linsen lässt sich das Licht der Leuchte gleichmäßig auf ein Objekt oder eine Fläche lenken. Bestimmt wird sie durch den Punkt, an dem 50 % der Lichtstärke der Leuchte erreicht sind. Die Lichtbranche hat dafür ein Klassifizierungssystem mit fünf Typen der Lichtverteilung geschaffen – Typ I, Typ II, Typ III, Typ IV und Typ V. Für Parkplätze eignen sich in der Regel die Typen III, IV und V; Zufahrtsstraßen und Fahrwege innerhalb des Parkplatzes benötigen dagegen oft Verteilungen vom Typ I und Typ II. In der folgenden Lösung haben wir zum Beispiel für die Straße in einem Industriegebiet Typ I eingesetzt.

Lichtsimulation für Parkplatz und Straße in einem Industriegebiet
Beispiellösung für Parkplatz und Straße in einem Industriegebiet

Farbtemperatur (CCT)

Die ähnlichste Farbtemperatur (CCT, Correlated Color Temperature) beschreibt die Lichtfarbe einer Lichtquelle und wird in Kelvin (K) angegeben:

Die CCT ist kein Maß für die Leistung – höhere Werte sind nicht besser. Sie beschreibt vielmehr, wie warm oder kalt das Licht wirkt. Heute wünschen sich immer mehr Kunden eine Farbtemperatur unter 3.000 K, weil dieses Licht herkömmlichen Glühlampen näherkommt, weniger grell wirkt und als angenehmer für die Augen gilt.

Farbwiedergabe (CRI)

Der Farbwiedergabeindex (CRI) beschreibt, wie naturgetreu eine Lichtquelle Farben wiedergibt. Er erfasst nur einen Aspekt der Farbe. Anders als die CCT ist der CRI ein Leistungsmerkmal: Je höher der Wert, desto besser.

CRI Farbwiedergabe
≤ 60 schlecht
60–70 mittel
70–80 gut
80–90 sehr gut
90+ ausgezeichnet

Auf Parkplätzen ist eine gute Farberkennung nötig, um Kleidung, Gesichter, Kennzeichen und Fahrzeuge zu identifizieren. Im Allgemeinen reicht für die Parkplatzbeleuchtung ein CRI über 70.

Masthöhe

Die Leuchten können in einer Höhe von 3,66 m bis 6,10 m montiert werden. Die empfohlene Masthöhe richtet sich nach der Größe des Parkplatzes: Für größere Flächen sind höhere Masten wegen der besseren Gleichmäßigkeit besser geeignet und umgekehrt.

Berücksichtigen Sie außerdem, ob Ihr Parkplatz in einem städtischen (dichter bebauten) oder ländlichen (lockerer bebauten) Gebiet liegt. Grenzt der Parkplatz an viele Wohnhäuser, sind niedrigere Masten nötig, damit das Licht die Anwohner nicht stört. In ländlichen Gebieten können die Masten dagegen höher sein.

Mastabstand

Steht die Montagehöhe fest, lässt sich der Abstand zwischen den Masten bestimmen. Es gilt: Je höher die Montagehöhe, desto weniger Masten brauchen Sie. Bezogen auf das vorige Beispiel bedeutet das: In dichter besiedelten Gebieten stehen mehr Masten in kürzeren Abständen, in ländlichen Gebieten weniger.

Montagearten

Für Parkplatzleuchten gibt es verschiedene Montagearten, vor allem die Mastmontage und die Wandmontage. Mastleuchten sitzen auf einem im Boden verankerten Mast, häufig an einem Ausleger. Leuchten für die Wandmontage werden mit U-Bügeln oder Zapfenhalterungen direkt an einer vorhandenen Wand befestigt. Für die meisten Einbausituationen gibt es passende Halterungen.

Lichtsteuerung zum Energiesparen

Ein Parkplatz ist jeden Tag viele Stunden beleuchtet, doch zu bestimmten Nachtzeiten sind kaum Fahrzeuge und Fußgänger unterwegs. Energiesparende Leuchten sind der erste Schritt zu einem effizienten Konzept, eine Lichtsteuerung ist die ideale Ergänzung. Am besten wird die Steuerung gleich zusammen mit neuen oder ausgetauschten Leuchten installiert, da der Elektriker ohnehin vor Ort ist. Moderne Steuerungen bringen auf Parkplätzen in Verbindung mit hocheffizienter Beleuchtung erhebliche Einsparungen. Zur Lichtsteuerung gehören Zeitschaltuhr, Dämmerungsschalter, zeitgesteuerte Dimmung, Bewegungsmelder und intelligente Steuerung. Eine kurze Übersicht:

Zeitschaltuhr

Da Parkplatzleuchten regelmäßig ein- und ausgeschaltet werden müssen, steuert man sie meist über eine Zeitschaltuhr – ähnlich wie Straßenleuchten. Langfristig verbessert eine solche Steuerung die Energieeffizienz und die Lebensdauer der Anlage und sorgt für einen hohen Nutzungskomfort.

Dämmerungsschalter

Ein Dämmerungsschalter besteht aus zwei Komponenten: einer Fotozelle und einem Bimetallrelais. Ändert sich die Helligkeit, schaltet er die Beleuchtung automatisch ein oder aus. Fällt Licht auf den lichtempfindlichen Widerstand im Schalter, sinkt dessen Widerstand und die Parkplatzbeleuchtung schaltet ab. Reicht das Umgebungslicht nicht aus, steigt der Widerstand – der Stromkreis schließt sich und die Beleuchtung geht an.

Zeitgesteuerte Dimmung

Die zeitgesteuerte Dimmung ist eine seit Langem bewährte Technik: Sie verändert die Leistung der LED-Beleuchtung im Laufe der Nacht. LED-Treiber haben dafür traditionell ein vorprogrammiertes Profil. Wir stellen den Treiber zum Beispiel so ein, dass er 6 Stunden mit 100 %, weitere 6 Stunden mit 50 % und anschließend 2 Stunden wieder mit 100 % arbeitet. Wird das Licht um 18:00 Uhr ein- und um 6:00 Uhr ausgeschaltet, leuchtet es von 18:00 bis 24:00 Uhr mit 100 % und von 24:00 bis 6:00 Uhr mit 50 %. So lässt sich nachts, wenn auf Parkplätzen wenig Licht nötig ist, viel Energie sparen.

Bewegungsmelder

Bewegungsmelder reagieren auf Fahrzeuge und Fußgänger. Betritt eine Person den Erfassungsbereich, bleibt die volle Leistung erhalten; hat sie den Bereich verlassen, schaltet die Nachlaufzeit die Last automatisch ab. So lässt sich Energie wirksam sparen, ohne die Nutzung des Parkplatzes einzuschränken.

Intelligente Steuerung

Wir bieten auch intelligente Steuerungssysteme für die Straßen- und Parkplatzbeleuchtung an. Diese Fernverwaltung stellt sicher, dass genau dort und genau dann die passende Lichtmenge zur Verfügung steht, wo und wann sie gebraucht wird. Nutzer können die Parkplatzbeleuchtung ein- und ausschalten, Dimmstufen einstellen, den Zustand der Leuchten prüfen und Daten auswerten. So steigern solche Systeme die Energieeffizienz, erkennen Ausfälle und helfen, weitere Wartungsprobleme in Echtzeit zu lösen.

Zusammenfassung

Wir hoffen, dieser Beitrag hilft Ihnen, die wichtigsten Aspekte der Parkplatzbeleuchtung im Freien besser zu verstehen – von den Anforderungen an die Beleuchtung und die Leuchten über die Anordnung der Masten und die Montage bis zu den Möglichkeiten, Energie zu sparen. Wenn Sie LED-Beleuchtung für Ihren Parkplatz planen, sprechen Sie uns an. Und falls Sie bei der Modernisierung noch zögern: Berechnen Sie die Kosten für den Umstieg von herkömmlicher Beleuchtung auf LED und die Amortisationszeit – vielleicht hilft Ihnen das bei der Entscheidung für eine umweltfreundliche LED-Lösung.

Sie möchten eine Lichtstudie für Ihren Parkplatz oder Ihre Garage? Senden Sie uns einen Lageplan mit Maßen, Masthöhen und gewünschter Beleuchtungsstärke – Sie erhalten kostenlos eine Lichtberechnung und ein Angebot innerhalb von 24 Stunden (werktags).

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