LED-Lichtplanung · Außenbeleuchtung
Professionelle Planung der Außenbeleuchtung für Industrieareale, Einkaufszentren, Gärten und Parkanlagen – mit Leuchten ab Schutzart IP65, langer Lebensdauer und minimalem Wartungsaufwand.
- Nachtbeleuchtung: sichere Beleuchtung von Geländegrenzen und Zufahrtswegen
- Robust ab IP65: Leuchten, die Regen, Staub und Temperaturschwankungen standhalten
- Energieeinsparung: dimmbare Systeme mit Präsenz- und Tageslichtsensoren
- Normgerecht: Planung nach DIN EN 12464-2 für Arbeitsstätten im Freien
Drei Bereiche der Außenbeleuchtung
Außenbeleuchtung wird an vielen Orten eingesetzt und lässt sich grob in drei Kategorien einteilen.
Sportbeleuchtung
Die Sportbeleuchtung betrifft vor allem Sportanlagen wie Fußballplätze, Tennisplätze, Basketballfelder und weitere Anlagen bis hin zu Baseball- und Golfplätzen. Bei der Auswahl der Beleuchtung müssen die Sehanforderungen der jeweiligen Sportart genau analysiert werden. Beim Fußball ist die Ballgeschwindigkeit zum Beispiel relativ gering, sodass die Anforderungen an die Beleuchtung vergleichsweise niedrig sein können; soll ein Spiel jedoch live im Fernsehen übertragen werden, sind die Anforderungen an Beleuchtungsstärke und Gleichmäßigkeit hoch. Auf einem Tennisplatz gibt es zwar meist nur wenige Zuschauer, die erforderliche Beleuchtungsstärke ist aber trotzdem sehr hoch, weil der Ball im Spiel sehr schnell ist.
Industrie- und Verkehrsflächen
Zur Außenbeleuchtung von Industrie- und Verkehrsflächen gehören Docks, Güterbahnhöfe, Lade- und Entladestationen, Flughäfen, Außenlager, öffentliche Baustellen, Parkplätze und weitere Orte. Hier sorgt die Beleuchtung dafür, dass der Betrieb auch nachts sicher und effizient läuft. Nach der benötigten Lichtverteilung lassen sich zwei Typen von Bereichen unterscheiden:
- Bereiche, die eine gute horizontale Beleuchtungsstärke erfordern (z. B. Güterbahnhöfe),
- Bereiche, die eine gute vertikale Beleuchtungsstärke erfordern (z. B. Docks sowie Lade- und Entladestationen).
Im zweiten Fall werden LED-Fluter auf hohen Masten montiert, damit die Kranführer die nötige vertikale Beleuchtungsstärke haben.
Gebäude, Tankstellen und Wege
Die dritte Kategorie ist die Außenbeleuchtung weiterer Gebäude und Anlagen: Tankstellen, Verkaufsstellen, Werbetafeln, Landschaftsbeleuchtung und die Außenbeleuchtung von Fabrikgebäuden. Neben der Straßenbeleuchtung gehört dazu auch die Beleuchtung von Wegen auf Betriebsgeländen, in Wohnvierteln und in Parks.
Normen für die Außenbeleuchtung
Für die Lichtsimulation einer der beschriebenen Außenanlagen muss zuerst die passende Norm gewählt werden. Es gibt zahlreiche Lichtnormen, zum Beispiel DIN EN 13201 für die Straßenbeleuchtung, CIE 88 für die Tunnelbeleuchtung oder DIN EN 12464-1 für Arbeitsstätten in Innenräumen. Für die Außenbeleuchtung, um die es in diesem Beitrag geht, sind vor allem DIN EN 12193 und DIN EN 12464-2 maßgeblich: Die erste gilt für die Beleuchtung von Sportstätten, die zweite für die Lichtplanung weiterer Außenbereiche wie Tankstellen, Parkplätze, Docks und Flughäfen.
Normen für Sportstätten im Freien
In jeder Sportart wird der Wettbewerb härter, und gutes Licht wird für Spieler wie Zuschauer immer wichtiger. Damit die Beleuchtung von Stadien und Sportanlagen mithalten kann, muss sie die einschlägigen Normen erfüllen. Die DIN EN 12193 legt die Anforderungen an die Sportstättenbeleuchtung fest. Diese europäische Norm soll gute Sehbedingungen für Spieler, Schiedsrichter, Zuschauer und Fernsehübertragungen sicherstellen. Ihr Hauptzweck ist es, Beleuchtungsanforderungen und Empfehlungen für eine hochwertige Sportbeleuchtung festzulegen, und zwar mit folgenden Zielen:
- die Wahrnehmung der visuellen Informationen bei Sportveranstaltungen optimieren,
- ein gutes Niveau der Sehleistung erhalten,
- einen akzeptablen Sehkomfort sichern (gute Gleichmäßigkeit und angemessene Helligkeit),
- die Blendung bei Sportveranstaltungen begrenzen.
Normen für Arbeitsstätten im Freien
Damit Menschen ihre Sehaufgaben an Arbeitsplätzen im Freien – vor allem nachts – effizient und genau erledigen können, braucht es eine ausreichende und geeignete Beleuchtung. Wie viel Sichtbarkeit und Komfort nötig sind, hängt von Art und Dauer der Tätigkeit ab. Die DIN EN 12464-2 legt die Anforderungen an die Beleuchtung der meisten Arbeitsstätten im Freien und ihrer Nebenflächen fest, sowohl an die Menge als auch an die Qualität des Lichts. Darüber hinaus gibt sie Empfehlungen für eine gute Beleuchtungspraxis. Bei der Lichtsimulation solcher Arbeitsstätten halten wir die Anforderungen dieser Norm konsequent ein.
Die passenden Beleuchtungsanforderungen wählen
Für Sportstätten im Freien
Je nach Kategorie kann die Beleuchtungsstärke auf Sportanlagen im Freien zwischen 75 und 750 Lux liegen. Hinzu kommen Anforderungen an die Gleichmäßigkeit, an den Höchstwert der Blendung und an die Farbwiedergabe der Lichtquellen. Jede Sportanlage und jedes Leistungsniveau stellt andere Anforderungen an die Beleuchtung. Anhand der folgenden Beschreibung der Beleuchtungsklassen I, II und III können Sie einschätzen, welches Niveau für Ihre Anlage am besten passt.
Beleuchtungsklasse I: Wettkämpfe auf höchstem Niveau, etwa internationale und nationale Wettbewerbe, meist mit großer Zuschauerkapazität und großen Sehentfernungen. Auch Trainingsplätze im Spitzensport können in diese Klasse fallen. Bei manchen Sportarten verlangen die Verbände mehr als die Werte dieser Norm – so liegen etwa die FIFA-Vorgaben für die Beleuchtung großer Stadien über denen der DIN EN 12193.
Beleuchtungsklasse II: Wettkämpfe auf mittlerem Niveau, etwa regionale oder lokale Vereinswettbewerbe, meist mit mittlerer Zuschauerkapazität und mittleren Sehentfernungen. Auch anspruchsvolleres Training nutzt manchmal diese Anforderungsstufe.
Beleuchtungsklasse III: Spiele auf niedrigem Niveau, etwa lokale oder kleine Vereinsspiele, meist ohne Zuschauer. In diese Klasse fallen auch allgemeines Training, Schulsport und Freizeitaktivitäten.
- Alle Beleuchtungswerte in den Tabellen der Norm beziehen sich auf die Hauptspielfläche (PA). Ist zusätzlich eine Gesamtfläche (TA) angegeben, sollten Beleuchtungsstärke und Gleichmäßigkeit dort jeweils ≥ 75 % der Werte für die Hauptspielfläche (PA) der betreffenden Sportart erreichen.
- Für eine bessere Gleichmäßigkeit sollte U1hor ≥ 50 % von U2hor betragen.
- Bei der Wahl des Beleuchtungsniveaus sind das Wettkampfniveau und die Sehentfernung der Zuschauer zu berücksichtigen: Je höher das Niveau und je größer die Sehentfernung, desto höher sollte die Beleuchtungsstärke sein.
- Vertikale Beleuchtungsstärke: Manche Sportarten und Wettkämpfe auf hohem Niveau stellen auch Anforderungen an die vertikale Beleuchtungsstärke – dann braucht sie besondere Aufmerksamkeit.
Die konkreten Anforderungen für die einzelnen Sportarten im Freien finden Sie in der DIN EN 12193.
Für Arbeitsstätten im Freien
Bei anderen Arbeitsstätten im Freien gelten andere Kriterien für die Wahl der Beleuchtungsanforderungen. Wir zeigen das am Beispiel von Parkplätzen, Tankstellen und Docks.
Bei Parkplätzen richtet sich die Beleuchtungsanforderung vor allem nach dem Verkehrsaufkommen. Ist es hoch, sollten auch die Anforderungen an die Beleuchtung hoch sein; ist es gering, können sie entsprechend niedriger ausfallen.
Für den Umschlagbereich an Docks lässt sich die Beleuchtungsanforderung nach den betrieblichen Merkmalen und der Intensität des Betriebs wählen. Für kurzzeitiges Be- und Entladen, für durchgehendes Be- und Entladen, für Krane und für offene Ladeplattformen sollten zum Beispiel unterschiedliche Anforderungen gelten. Diese Merkmale dienen als Orientierung bei der Wahl der passenden Werte.
Bei Tankstellen gelten für Ein- und Ausfahrt, das kurzzeitige Abstellen und Parken von Fahrzeugen, die Zapfinsel und den Bereich der Zählerablesung jeweils andere Beleuchtungsanforderungen. Mit Blick auf die einschlägigen Normen lassen sich die Leuchten in den einzelnen Bereichen richtig anordnen, sodass alle Anforderungen erfüllt werden.
Abmessungen der Außenflächen
Sportanlagen im Freien
Eine Sportanlage besteht aus der Spielfläche als Hauptfläche und einer Gesamtfläche, die weiteren Zwecken dient.
Hauptfläche (PA): Jede Sportart hat eine Hauptspielfläche (zum Beispiel das Spielfeld beim Basketball oder Fußball), die als Hauptfläche definiert ist. Meist ist das die tatsächlich für die Sportart markierte Fläche; bei manchen Sportarten wie Tennis, Volleyball oder Tischtennis umfasst die PA aber auch zusätzliche Spielfläche rund um die Markierung.
Gesamtfläche (TA): Die Gesamtfläche ist eine zusätzliche Sicherheitszone außerhalb des Wettkampffelds, etwa beim Fußball und Basketball. Weil es bei solchen Sportarten zu harten Zweikämpfen kommt, muss außerhalb der Begrenzung zusätzlicher Raum vorgesehen werden, um Verletzungen durch Zusammenstöße vorzubeugen. Die markierte Fläche ist die Spielfläche, die Fläche außerhalb der Begrenzung gehört zur Gesamtfläche.
Arbeitsstätten im Freien
Die Abmessungen anderer Außenflächen sind sehr unterschiedlich: Manche Arbeitsstätten haben regelmäßige Umrisse, etwa Tankstellen, andere komplizierte Begrenzungen. Für diese Art der Außenbeleuchtung ist es deshalb am besten, wenn bei der Klärung der Maße ein Projektplan im DWG-Format vorliegt. Er zeigt Größe und Form der Fläche, sodass wir sie direkt in unsere Lichtplanungssoftware übernehmen können. Manche Pläne zeigen zudem schon die Masten, an denen die Leuchten montiert werden – das erleichtert die Anordnung der Leuchten in unserer Planung erheblich. Bei Bedarf passen wir eine ungünstige Anordnung natürlich an, damit die Beleuchtung sinnvoller wird.
Anordnung der Leuchten
Sportanlagen im Freien
Sind Größe der Anlage und Beleuchtungsanforderungen geklärt, wird die Anordnung der Leuchten festgelegt – vor allem Position und Höhe der Masten. Als Beispiel nehmen wir einen Fußballplatz und konzentrieren uns auf Standort und Höhe der Lichtmasten. Auf kleineren Plätzen wird meist die günstigere Seitenbeleuchtung eingesetzt: An beiden Seiten des Spielfelds lassen sich acht Lichtmasten mit 12 bis 20 m Höhe aufstellen. In größeren Stadien oder bei Fernsehübertragungen darf die Beleuchtung keine störenden Stroboskopeffekte erzeugen. In Stadien mit umlaufenden Tribünen werden die Leuchten meist auf vier sehr hohen Masten montiert, in der Regel 30 bis 60 m hoch. Diese Lösung verhindert Blendung, ist aber teuer.
Arbeitsstätten im Freien
Bei anderen Außenflächen wie Parkplätzen und Docks entnehmen wir die Maststandorte den oben erwähnten DWG-Plänen. An Tankstellen werden die LED-Vordachleuchten in der Regel zwischen zwei Zapfsäulen angeordnet, damit auf den Arbeitsflächen sowohl eine bessere horizontale als auch eine bessere vertikale Beleuchtungsstärke erreicht wird.
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