Lebenszykluskosten

Lebenszykluskosten sind alle Kosten einer Beleuchtungsanlage über ihre gesamte Nutzungsdauer: Anschaffung, Montage, Energie, Wartung und Entsorgung. Oft wird dafür auch der Begriff Total Cost of Ownership (TCO) verwendet.

Bei gewerblich genutzter Beleuchtung ist der Kaufpreis oft nur ein kleiner Teil der Gesamtkosten; bei langen Betriebszeiten sind die Stromkosten über die Jahre meist der größte Posten. Eine Lebenszykluskostenrechnung umfasst:

  • Investition: Leuchten, Steuerung, Planung und Montage,
  • Betriebskosten: Energie über die gesamte Nutzungsdauer,
  • Wartung: Reinigung, Tausch von Treibern oder Lampen, Hubarbeitsbühnen, Ausfallzeiten,
  • Rückbau und Entsorgung am Ende.

Für einen fairen Vergleich müssen alle Varianten dieselbe Beleuchtungsstärke über denselben Zeitraum liefern. Dabei zählen auch Wartungsfaktor, Lebensdauer und Ausfallrate der Leuchten. Öffentliche Auftraggeber können nach § 59 VgV vorgeben, dass das Zuschlagskriterium Kosten auf Grundlage der Lebenszykluskosten berechnet wird.

Praxistipp: Eine günstige Leuchte mit schwachem Treiber kann über 15 Jahre teurer werden als ein hochwertiges Produkt. Fragen Sie nach Ersatzteilen und austauschbaren Treibern. Die kurzfristige Sicht liefert die Amortisation. Wann sich der Komplettaustausch statt des Röhrentauschs lohnt, zeigt der Ratgeber Leuchtstoffleuchten komplett ersetzen.