Kaltweiß
Kaltweiß, auch tageslichtweiß oder tagweiß genannt, ist bläulich-weißes Licht mit hoher Farbtemperatur, meist 5.000 bis 6.500 K. Es wirkt sehr hell und frisch und wird vor allem in Hallen, Lagern, Werkstätten, Garagen und auf Parkplätzen eingesetzt.
DIN EN 12464-1 bezeichnet erst Licht über 5.300 K als tageslichtweiß; 5.000 K zählt dort noch zu Neutralweiß. „Kaltweiß“ ist der übliche Handelsname für diese hohen Farbtemperaturen. Bei Röhren steht der Farbcode 865 für 6.500 K. Vorsicht bei alten Leuchtstoffröhren: Dort wurde „kaltweiß“ oft auch für 4.000 K (840) verwendet. Entscheidend ist immer die Kelvin-Angabe.
Vorteile:
- wirkt bei gleicher Beleuchtungsstärke besonders hell und klar
- hoher Blauanteil, der tagsüber die Wachheit fördern kann
- gut geeignet für Kontrolle, Montage und Prüfarbeiten
Nachteile:
- kühle, sachliche Atmosphäre, in Wohnräumen meist unangenehm
- stört abends den Schlafrhythmus stärker
- lockt im Freien mehr Insekten an und hellt den Nachthimmel stärker auf
Für Außenanlagen nahe Wohnhäusern, Gärten oder Gewässern ist Warmweiß die bessere Wahl. Mischen Sie in einer Halle keine unterschiedlichen Lichtfarben. Mehr zu den Gruppen lesen Sie unter Farbtemperatur; wie Hallen nach Zonen geplant werden, zeigt der Ratgeber Lager- oder Produktionshalle: Beleuchtung nach Zonen planen.
