Entladungslampe
Eine Entladungslampe erzeugt Licht durch eine elektrische Entladung in Gas oder Metalldampf; dazu gehören Leuchtstofflampen sowie Hochdrucklampen wie Halogen-Metalldampf-, Quecksilberdampf- und Natriumdampflampen.
Hochdruck-Entladungslampen – umgangssprachlich oft HQI oder HQL genannt – waren lange Standard in Hallen, an Straßen, auf Sportplätzen und in Industrieanlagen, häufig mit E27- oder E40-Sockel. Sie brauchen ein Vorschaltgerät und in der Regel ein Zündgerät. Typische Nachteile gegenüber LED:
- Anlauf: Volle Helligkeit erst nach einigen Minuten; nach dem Ausschalten muss die Lampe abkühlen, bevor sie wieder zündet, siehe Anlaufzeit.
- Steuerung: nur eingeschränkt dimmbar und ungeeignet für den Betrieb mit Bewegungsmeldern.
- Lichtfarbe: Natriumdampflampen leuchten gelb-orange mit schlechter Farbwiedergabe; Halogen-Metalldampflampen geben Farben besser wieder, verlieren aber mit der Zeit Lichtstrom und verändern ihre Lichtfarbe.
- Quecksilber: in den meisten Typen enthalten. Quecksilberdampflampen dürfen in der EU seit 2015 nicht mehr in Verkehr gebracht werden.
Für die Umrüstung gibt es zwei Wege: LED-Lampen mit E27- oder E40-Sockel, bei denen eine Elektrofachkraft Vorschalt- und Zündgerät ausbaut oder überbrückt, oder neue LED-Hallen-, Straßen- und Flutlichtleuchten. Die neue Leuchte ist meist die effizientere und zuverlässigere Lösung. Vorgehen und Leistungsvergleich zeigt der Ratgeber Entladungslampe E40 ersetzen.
