Linsenoptik

Eine Linsenoptik lenkt das Licht der LEDs mit Linsen aus Kunststoff oder Glas gezielt in einen definierten Abstrahlwinkel – eng gebündelt für Spots, breit für Flächen oder asymmetrisch für Straßen und Sportplätze.

Fachlich unterscheidet man die Primäroptik, die direkt auf der LED sitzt, und die Sekundäroptik der Leuchte. In Strahlern bündeln TIR-Linsen das Licht durch Brechung und Totalreflexion besonders verlustarm. In Hallen- und Straßenleuchten sitzt häufig über jeder LED eine eigene kleine Linse; zusammen erzeugen sie die gewünschte Lichtverteilung.

  • PMMA (Acryl): sehr lichtdurchlässig und UV-beständig, aber weniger schlagfest.
  • Polycarbonat: schlagfest und temperaturbeständiger, braucht aber UV-Stabilisierung gegen Vergilben.
  • Glas: hitze- und alterungsbeständig, etwa in leistungsstarken Flutlichtstrahlern.

Wählen Sie die Optik passend zu Montagehöhe und Fläche: Je höher die Leuchte, desto enger kann der Abstrahlwinkel sein. Leuchten mit offenen Linsen haben hohe Leuchtdichten; für Bildschirmarbeitsplätze sind Leuchten mit Mikroprismen oder Diffusor oft blendärmer. Halten Sie Linsen sauber, denn Staub kostet Licht. Auch Bewegungsmelder arbeiten mit einer Linse: Die Fresnel-Linse teilt den Erfassungsbereich in Zonen. Praxisbeispiele zeigt der Ratgeber LED-Straßenleuchten auswählen.