Lichtverschmutzung

Lichtverschmutzung ist künstliches Licht, das nachts dorthin gelangt, wo es nicht gebraucht wird – in den Himmel, in Nachbarfenster oder in die Natur. Sie hellt den Nachthimmel auf, stört Anwohner und schadet Insekten, Vögeln und Fledermäusen.

Man unterscheidet mehrere Formen:

  • Himmelsaufhellung: Licht, das nach oben abgestrahlt oder reflektiert wird und in der Atmosphäre streut.
  • Störlicht: Licht, das in Wohnungen fällt oder Nachbarn blendet. Solche Lichtimmissionen beurteilen Behörden meist nach den Hinweisen der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz (LAI).
  • Wirkung auf die Natur: Nachtaktive Tiere verlieren die Orientierung. § 41a Bundesnaturschutzgesetz sieht deshalb vor, dass neue Außenbeleuchtungen Tiere und Pflanzen vor nachteiligen Lichtimmissionen schützen. Die Einzelheiten soll eine Rechtsverordnung festlegen.

Was hilft:

  • Leuchten wählen, die kein Licht über die Horizontale abgeben (ULOR 0 %), und sie waagerecht montieren.
  • Nur die Fläche beleuchten, die Licht braucht, und nicht heller als nötig.
  • Warmweißes Licht mit geringem Blauanteil verwenden.
  • Nachts dimmen oder über Bewegungsmelder und Zeitsteuerung schalten.

Wie viel Licht einer Straßenleuchte beim Nachbarn ankommt, zeigt die Lichtstudie Störlicht einer 20-W-Straßenleuchte. Tipps für Gärten und Wege finden Sie unter insektenfreundliche Beleuchtung, die Grundlagen unter Blendung.