Lebensdauer
Die Lebensdauer einer LED-Leuchte gibt an, nach wie vielen Betriebsstunden ihr Lichtstrom auf einen bestimmten Anteil gesunken ist. L70 bedeutet: Die Leuchte liefert dann noch 70 % ihres Anfangslichtstroms, L80 entsprechend 80 %.
LEDs fallen selten plötzlich aus, sie werden langsam dunkler. Deshalb beschreibt man ihre Lebensdauer über den Lichtstromrückgang. Eine vollständige Angabe nach DIN EN 62717 und DIN EN 62722-2-1 lautet zum Beispiel L80B10 50.000 h:
- L80: Nach 50.000 Stunden liefert die Leuchte noch mindestens 80 % des Anfangslichtstroms.
- B10: Bis dahin unterschreiten höchstens 10 % der Leuchten diesen Wert.
Fehlt die B-Angabe, ist meist B50 gemeint: Dann erreicht nur die Hälfte der Leuchten den angegebenen Wert. L80B10 ist damit bei gleicher Stundenzahl eine deutlich strengere Angabe als L70B50.
Die Produktparameter „Lebensdauer bei 6 h/Tag“ und „Lebensdauer bei 12 h/Tag“ rechnen die Stunden in Jahre um: 30.000 Stunden entsprechen bei 6 Stunden täglich rund 13,7 Jahren, bei 12 Stunden rund 6,8 Jahren. Hohe Umgebungstemperaturen verkürzen die Lebensdauer.
Plötzliche Totalausfälle, meist durch den Treiber, beschreibt die Ausfallrate. Den Lichtrückgang berücksichtigt die Lichtplanung über den Wartungsfaktor. Typische Werte für Straßenleuchten nennt der Ratgeber LED-Straßenleuchten auswählen.
