Zwei Tennisplätze mit 500 Lux: 12 Flutlichtstrahler an 6 Masten
Lichtstudie · Zwei Tennisplätze
Eine mit DIALux überprüfte Lichtplanung für zwei Tennisplätze mit 12 LED-Flutlichtstrahlern an 6 Masten. Unten lesen Sie für jede Stelle der Spielfläche ab, wie viel Licht dort ankommt – und vor allem, warum.

✓ Ziel erreicht: Die mittlere Beleuchtungsstärke liegt bei 547 lx bei einer Gleichmäßigkeit von 0,75 – das Licht ist auf der ganzen Fläche ausgeglichen, ohne dunkle Stellen.
Wie viel Licht ist das – und warum gerade so viel?
Die Beleuchtungsstärke wird in Lux (lx) gemessen und gibt an, wie viel Licht auf eine Fläche fällt. Zum Vergleich: Bei bedecktem Himmel sind es draußen etwa 1.000 lx, in einem üblichen Büro 500 lx, in einem Wohnzimmer am Abend kaum 100 lx. Für Tennis im Freien nennt die DIN EN 12193 je nach Klasse 200 lx (Training, Schul- und Freizeitsport), 300 lx (regionaler Wettkampf) und 500 lx (Wettkampf auf hohem Niveau); in Tennishallen liegen die Werte höher.
Dieser Entwurf zielt auf 500 lx und erreicht rechnerisch 547 lx im Mittel über die gesamte Fläche. Die Werte gelten für das Berechnungsraster von 24 × 11 m, also für die Spielfläche eines der beiden Plätze. Entscheidend ist aber nicht nur der Mittelwert: Wären es an einer Stelle 800 und an einer anderen 200 lx, stimmt der Mittelwert – spielen kann man trotzdem nicht. Deshalb achten wir genauso auf die Gleichmäßigkeit (damit überall gleich gut zu sehen ist) und auf die Blendung (damit das Licht nicht in die Augen sticht). Alle drei Größen lösen wir gemeinsam schon in der Planung.
Lesen Sie die Beleuchtung an jeder Stelle ab
Das haben die wenigsten schon einmal gesehen: einen Grundriss der Fläche, auf dem jede Linie (Isolinie) Punkte gleicher Beleuchtungsstärke verbindet; die Zahlen daran sind Werte in Lux – genau wie Höhenlinien auf einer Wanderkarte. Wählen Sie eine beliebige Stelle auf dem Platz und lesen Sie ab, wie viel Licht dort laut Berechnung ankommt. Je weiter die Linien auseinanderliegen und je ausgeglichener die Werte, desto gleichmäßiger ist die Beleuchtung.

Wo die Leuchten stehen – und warum
Der Grundriss zeigt die Anordnung der einzelnen Leuchten über der Fläche. Anordnung und vor allem Ausrichtung entscheiden über alles Wesentliche: über die Gleichmäßigkeit, darüber, wie viel Licht neben die Fläche fällt und verloren geht, und über die Blendung. Deshalb werden Position und Neigung der Leuchten in der Berechnung so lange optimiert, bis das Ergebnis stimmt.

So sieht der Entwurf räumlich aus
Das 3D-Modell vermittelt, wie die Leuchten angeordnet sind und wie die gesamte Anlage aussieht. Es entspricht den tatsächlichen Abmessungen der Plätze und der realen Position der Leuchten aus der Berechnung.

Die Lichtstärkeverteilung – wie die Leuchte ihr Licht „wirft“
Dieses Polardiagramm ist der Fingerabdruck der Leuchte. Es zeigt, in welche Winkel und wie stark sie ihr Licht abgibt – je weiter die Kurve vom Mittelpunkt entfernt ist, desto mehr Licht geht in diese Richtung. Genau die Form entscheidet, ob das Licht gezielt auf die Fläche fällt oder unnötig in die Umgebung und den Spielern in die Augen streut.
Deshalb geht es nicht nur um Watt: Zwei Leuchten mit gleicher Leistung können ein völlig anderes Ergebnis liefern, je nachdem, wie sie das Licht verteilen. Gezieltere Optik bedeutet gleiche Beleuchtungsstärke mit weniger Leistung – also eine niedrigere Stromrechnung. Die Kurve stammt aus der realen Messung der Leuchte, mit der gerechnet wurde.

Blendung – damit das Licht nicht in die Augen sticht
Beim Sport ist Blendung entscheidend: Wer den Ball in der Luft verfolgt, blickt oft direkt in die Leuchten. Beschrieben wird die Blendung mit dem Kennwert GR (Glare Rating) – je niedriger die Zahl, desto besser. In diesem Entwurf liegt der Höchstwert bei GR 34 – ein niedriger Wert, die Blendung für die Spieler bleibt gering.
Geringe Blendung ist kein Zufall: Sie entsteht durch die richtige Wahl der Optik, der Lichtpunkthöhe und der Neigung der Leuchten. Deshalb zielen die Strahler auf die Spielfläche und nicht in die Umgebung, und das Licht ist so scharf begrenzt, dass es weder Spieler noch Zuschauer stört.
Die eingesetzte Leuchte
Die Berechnung arbeitet nicht mit „irgendeinem“ Licht, sondern mit einer konkreten Leuchte und ihren real gemessenen Daten: 12 LED-Flutlichtstrahler mit je 70.692 lm bei 400,9 W. Die gesamte Anlage liefert 848.304 lm und nimmt 4.811 W auf.
Die Lichtausbeute von 176 lm/W gibt an, wie viel Licht die Leuchte pro Watt liefert – und schlägt sich direkt in der Stromrechnung nieder. Bei guten LED-Leuchten ist sie heute hoch, und das ist der wichtigste Grund, warum sich der Umstieg auf LED lohnt. Passende Strahler finden Sie unter LED-Beleuchtung für Tennisplätze.
Dasselbe noch einmal in Graustufen
Dieselbe Fläche wie in der Falschfarbendarstellung, aber ohne Farben – nur mit den berechneten Werten. Im Druck und für einen schnellen Zahlenvergleich liest sich das manchmal besser.

Was die einzelnen Größen bedeuten
- Beleuchtungsstärke (Lux)
- Wie viel Licht auf die Fläche fällt. Die Grundzahl, die sagt, wie gut man hier sieht.
- Gleichmäßigkeit (U0)
- Verhältnis von niedrigstem zu mittlerem Wert – wie ausgeglichen das Licht auf der Fläche ist. Je näher an 1, desto besser; 0,75 bedeutet, dass es nirgends ausgeprägte dunkle Stellen gibt.
- Blendung (GR)
- Wie stark das Licht beim Blick in Richtung der Leuchten blendet. Niedriger ist besser; wir planen so, dass sie möglichst gering bleibt.
- Lichtausbeute (lm/W)
- Wie viel Licht die Leuchte pro Watt abgibt. Ein höherer Wert bedeutet einen sparsameren Betrieb.
- Wartungsfaktor
- Berücksichtigt, dass Leuchten mit der Zeit etwas Leistung verlieren und verschmutzen. Dadurch gelten die Werte auch nach Jahren, nicht nur für neue Leuchten.
So entsteht eine solche Berechnung
Das ist keine Schätzung nach Augenmaß. Den realen Ort – Abmessungen, Masthöhen, aber auch die Reflexionsgrade der Flächen – übertragen wir in das Berechnungsprogramm DIALux und platzieren die Leuchten im Modell genau dort, wo sie montiert werden sollen. Das Programm berechnet anschließend anhand der real gemessenen fotometrischen Daten jeder Leuchte, wie viel Licht an jedem einzelnen Punkt des Messrasters ankommt.
Das Ergebnis vergleichen wir mit dem Zielniveau für die jeweilige Nutzung und optimieren die Anordnung. Die gesamte Berechnung enthält außerdem den Wartungsfaktor – eine Reserve dafür, dass Leuchten mit der Zeit etwas Leistung verlieren und verschmutzen. Die angegebenen Werte gelten deshalb auch nach Jahren im Betrieb, nicht nur am Tag der Installation.
Warum sich eine saubere Lichtplanung lohnt
Gut geplantes Licht ist mehr als „damit man etwas sieht“. Auf dem Tennisplatz entscheidet es darüber, wie gespielt wird: Die Spieler sehen den Ball rechtzeitig, in gleicher Qualität auf der ganzen Fläche und ohne Blendung. Schlechtes Licht dagegen ermüdet die Augen, erhöht das Verletzungsrisiko und verdirbt Zuschauern das Erlebnis.
Und dann ist da das Geld. Der Umstieg auf sparsame LED-Leuchten mit gezielter Optik senkt den Verbrauch gegenüber alten Entladungslampen meist auf einen Bruchteil, die Leuchten arbeiten jahrelang wartungsarm, und dank der hohen Effizienz amortisiert sich die Investition schnell. Deshalb achten wir in der Planung nicht nur auf die Beleuchtungsstärke, sondern auch auf Leistung, Effizienz und Lebensdauer – damit Sie für Licht bezahlen und nicht für Wärme und Verluste.
Eine Studie wie diese gibt außerdem Sicherheit schon vor dem Kauf: Sie wissen vorab, wie viele Leuchten Sie brauchen, wo sie hinkommen und welche Beleuchtungsstärke und welcher Verbrauch sich ergeben – und Sie kaufen nicht mehr als nötig. Ändert sich etwas (andere Masthöhe, anderer Lux-Wert, anderes Budget), rechnen wir neu und zeigen Varianten. Diese Studie haben wir als Beispiel erstellt; Ihre erstellen wir maßgeschneidert und kostenlos.
Häufige Fragen
- Wie viele Leuchten brauche ich?
- Genau so viele, wie die Berechnung für Ihre Fläche, Masthöhe und Zielbeleuchtungsstärke ergibt – nicht mehr und nicht weniger. In diesem Entwurf waren es 12 Leuchten für zwei Plätze. Für Ihre Anlage rechnen wir es individuell.
- Passt das in mein Budget?
- Meistens ja – und oft günstiger als erwartet. Sparsame LED-Leuchten haben einen niedrigen Verbrauch und eine lange Lebensdauer, die Investition kommt über die Stromrechnung zurück. Gern rechnen wir auch eine Variante nach Ihrem Budget.
- Wie lange dauert die Planung?
- In der Regel erhalten Sie Lichtberechnung und Angebot innerhalb von 24 Stunden (werktags), nachdem uns Maße und Anforderungen vorliegen. Die Planung ist kostenlos und unverbindlich – und eine Grundlage, mit der Sie weiterarbeiten können.
Wie wir Beleuchtung planen
Wir planen nach Ihren Prioritäten – niedrigste Betriebskosten, höchste Lichtqualität oder schnelle Amortisation. Haben Sie keine Vorgabe, empfehlen wir die wirtschaftlichste Variante: eine ausgewogene Kombination aus Verbrauch, Preis, Lichtqualität und Effizienz. Immer mit dem Ziel, die Blendung so gering und die Gleichmäßigkeit so hoch wie möglich zu halten.
Sie möchten eine Lichtstudie für Ihre Tennisanlage? Senden Sie uns Platzmaße, Masthöhen und den gewünschten Lux-Wert – Sie erhalten kostenlos eine Lichtberechnung und ein Angebot innerhalb von 24 Stunden (werktags).
Kostenlose Lichtstudie anfragen