Reflexionsgrad

Der Reflexionsgrad (ρ) gibt an, welcher Anteil des auftreffenden Lichts von einer Fläche zurückgeworfen wird – von 0 für ideales Schwarz bis 1 für ideales Weiß. Helle Decken und Wände verteilen Licht im Raum und senken den Leuchtenbedarf.

In jeder Lichtberechnung werden Decke, Wände und Boden mit einem Reflexionsgrad angesetzt. DIN EN 12464-1 empfiehlt für Innenräume ungefähr diese Bereiche:

  • Decke: 0,7 bis 0,9
  • Wände: 0,5 bis 0,8
  • Boden: 0,2 bis 0,4

Viele Berechnungen arbeiten mit 0,7 / 0,5 / 0,2. Dunkle Industrieböden, Holzverkleidungen, Regale oder offene Decken mit Installationen liegen oft darunter.

Warum das wichtig ist:

  • Ein hoher Reflexionsgrad steigert den Ausnutzungsgrad. Mit hellen Wänden reichen weniger Leuchten für dieselbe Beleuchtungsstärke.
  • Helle Decken und Wände verringern den Kontrast zur Leuchte und damit die Blendung.
  • Wie hell eine Fläche wirkt, hängt direkt von ihrem Reflexionsgrad ab – das beschreibt die Leuchtdichte.

Nennen Sie für eine Lichtberechnung die tatsächlichen Farben und Materialien. Mit der Zeit verschmutzen Flächen und reflektieren weniger; das berücksichtigt der Wartungsfaktor. Wie viel helle Wände ausmachen, zeigt die Lichtstudie Mehrzwecksaal 180 m²: 326 Lux mit 8 Leuchten dank heller Wände.