Minimale Beleuchtungsstärke
Die minimale Beleuchtungsstärke (Emin) ist der niedrigste Lux-Wert, der auf einer bewerteten Fläche auftritt. Sie zeigt die dunkelste Stelle und bestimmt zusammen mit dem Mittelwert die Gleichmäßigkeit der Beleuchtung.
In einer Lichtberechnung wird die Beleuchtungsstärke an vielen Punkten eines Berechnungsrasters ermittelt. Emin ist der kleinste dieser Werte. Er liegt meist in Ecken, an Wänden, zwischen Leuchtenreihen oder in Regalgängen.
Wo Emin eine Rolle spielt:
- Innenräume: Die Gleichmäßigkeit U0 ist Emin geteilt durch den Mittelwert. Fordert DIN EN 12464-1 bei 500 lx ein U0 von 0,60, darf die dunkelste Stelle nicht unter 300 lx liegen.
- Notbeleuchtung: Auf Rettungswegen verlangt DIN EN 1838 mindestens 1 lx auf der Mittellinie, auf offenen Flächen (Antipanikbeleuchtung) 0,5 lx. Größte und kleinste Beleuchtungsstärke dürfen höchstens im Verhältnis 40:1 stehen.
- Gehwege und Plätze: Die P-Klassen der DIN EN 13201-2 nennen neben dem Mittelwert ein Minimum, etwa 2 lx in Klasse P2.
Liegt Emin zu niedrig, helfen kleinere Leuchtenabstände, breitere Abstrahlwinkel oder zusätzliche Leuchten an den Rändern. Wie Gehwege nach Norm geplant werden, zeigt der Ratgeber Straßen- und Gehwegbeleuchtung planen nach DIN EN 13201.
