Wartungswert

Der Wartungswert der Beleuchtungsstärke (Ēm) ist die mittlere Beleuchtungsstärke, die auf einer Fläche nie unterschritten werden darf – auch nicht kurz vor der nächsten Wartung. DIN EN 12464-1 legt ihn je Raum und Tätigkeit fest.

Eine neue Anlage ist heller als nötig, denn mit der Zeit verliert sie Licht: Die LEDs altern, Leuchten und Raumflächen verschmutzen, einzelne Leuchten fallen aus. Die Lichtplanung setzt den Neuwert deshalb über dem Wartungswert an. Wie viel höher, bestimmt der Wartungsfaktor.

Was das für Sie bedeutet:

  • Normwerte wie 500 lx im Büro sind keine Neuwerte, sondern Wartungswerte. Auch die Mindestwerte der ASR A3.4 müssen im laufenden Betrieb eingehalten werden.
  • Ist der Wartungswert erreicht, ist eine Wartung fällig: Leuchten reinigen, defekte ersetzen oder die Anlage erneuern.
  • In Lichtberechnungen erscheint er als mittlere Beleuchtungsstärke Ē oder als Zielwert. Ein Ergebnis von 515 lx bei 500 lx Anforderung gilt bereits für das Ende des Wartungszyklus.
  • Seit der Ausgabe 2021 nennt DIN EN 12464-1 neben dem erforderlichen Wert auch einen erhöhten Wert für anspruchsvollere Sehbedingungen.

Wählen Sie den Wartungswert passend zur Tätigkeit und prüfen Sie die Beleuchtungsstärke regelmäßig mit einem Luxmeter. Wie Normwerte und Berechnung zusammenhängen, erklärt der Ratgeber Lichtplanung für Produktionsräume: Normen und Berechnung.