Lichtstärkeverteilungskurve
Die Lichtstärkeverteilungskurve (LVK) zeigt in einem Polardiagramm, wie stark eine Leuchte in jede Richtung strahlt. Sie wird im Labor gemessen, beschreibt die Lichtverteilung einer Leuchte genau und ist die Grundlage jeder Lichtberechnung.
So lesen Sie das Diagramm:
- Die Leuchte sitzt in der Mitte; 0° zeigt senkrecht nach unten, 90° waagerecht zur Seite.
- Der Abstand der Kurve vom Mittelpunkt ist die Lichtstärke in cd/klm, also umgerechnet auf 1.000 lm Lichtstrom. So lassen sich Leuchten unterschiedlicher Leistung vergleichen.
- Meist sind zwei Kurven für zwei senkrecht zueinander stehende Ebenen eingezeichnet (C0–C180 und C90–C270). Bei runden Leuchten decken sie sich, bei Linearleuchten zeigen sie die Verteilung quer und längs zur Leuchte.
An der Form erkennen Sie den Charakter der Leuchte: Eine schmale, lange Keule strahlt tief und eignet sich für große Höhen. Eine breite, runde Form verteilt das Licht weit und passt zu niedrigen Decken. Eine zur Seite gekippte Kurve steht für eine asymmetrische Optik, ein Anteil nach oben für indirektes Licht.
Für eine Lichtberechnung braucht der Planer die LVK als Datei, meist im Format Eulumdat (LDT) oder IES. Lichtdaten zu Leuchten aus dem Shop erhalten Sie auf Anfrage. Ein Beispiel mit erklärtem Polardiagramm finden Sie in der Lichtstudie Fitnessraum mit 359 Lux.
