LED-Röhre kaufen: Kurz-Checkliste nach dem Aus für Leuchtstoffröhren

Ratgeber · LED-Röhren

T5- und T8-Leuchtstoffröhren verschwinden aus dem Handel. Der kompakte Überblick zeigt, was LED-Röhren besser können, wann ein einfacher Tausch genügt und worauf Sie beim Kauf achten.

LED-Röhren als Ersatz für Leuchtstoffröhren
LED-Röhren gibt es in den gängigen Längen, Leistungen und Ausführungen.

Warum jetzt auf LED-Röhren umsteigen?

Seit Februar 2023 dürfen Kompaktleuchtstofflampen mit integriertem Vorschaltgerät und seit August 2023 T5- und T8-Leuchtstoffröhren in der EU nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Vorhandene Bestände dürfen weiter verkauft und genutzt werden – der Umstieg auf LED lohnt sich aber ohnehin:

  • Bis zu 50 % weniger Strom als mit klassischen Leuchtstoffröhren. Starter und Drossel braucht die LED-Technik nicht – bei direktem Netzanschluss entfallen auch deren Verluste.
  • Lange Lebensdauer: rund 50.000 Stunden. Der Lichtstrom sinkt nur um etwa 2–3 % pro Jahr, bei Leuchtstoffröhren können es 20–30 % pro Jahr sein.
  • Ruhiges Licht: kein Flackern, kein Brummen, keine geschwärzten Röhrenenden.
  • Weniger Wartung: Seltener Tausch senkt die Kosten für Wartung und Service.
  • Kein Quecksilber – anders als in Leuchtstoffröhren.

Aufbau, Längen und Varianten

LED-Röhren haben dieselben genormten Anschlussstifte wie die Leuchtstoffröhren T5, T8 und T10. Im Inneren sitzen lichtstarke SMD-LEDs (z. B. der Bauformen 3528 oder 5050), eine Treiberelektronik und ein Körper aus Aluminium oder Kunststoff.

  • Standardlängen: 60, 120 und 150 cm
  • Ausführungen: T8 und T5, dimmbar, mit eingebautem Bewegungsmelder (PIR) oder smart
  • Alternative: komplette LED-Leuchten statt der alten Leuchtstofflampen-Leuchten – siehe LED-Röhrenleuchten

Tausch oder Umbau? Das Vorschaltgerät entscheidet

Kompatible LED-Röhren setzen Sie in die vorhandene Leuchte ein und nutzen die bestehende Verkabelung weiter. Nicht kompatible Typen erfordern dagegen einen Eingriff in die Verdrahtung.

  • Konventionelles Vorschaltgerät (KVG) mit Starter: LED-Röhre für KVG-Betrieb einsetzen und den Glimmstarter – je nach Herstellerangabe – gegen den mitgelieferten LED-Starter tauschen oder entfernen. Die übrige Verdrahtung bleibt unverändert.
  • Elektronisches Vorschaltgerät (EVG): nur Röhren verwenden, die ausdrücklich für dieses EVG freigegeben sind.
  • Röhren für den direkten Netzanschluss: Die Leuchte wird umverdrahtet, das Vorschaltgerät stillgelegt. Der Anschluss an das 230-V-Netz gehört in die Hände einer Elektrofachkraft.

Checkliste für den Kauf

  1. Vorschaltgerät prüfen: KVG, EVG oder Direktanschluss – davon hängt ab, welche Röhre passt.
  2. Bauform und Länge: T8 oder T5, 60, 120 oder 150 cm – messen Sie die alte Röhre aus.
  3. Helligkeit: Leistung so wählen, dass die gewünschte Beleuchtungsstärke erreicht wird – und dabei den Lichtstrom in Lumen vergleichen, nicht nur die Watt.
  4. Lichtfarbe: Warmweiß (3.000 K) für Wohnräume; Neutralweiß (4.000–5.000 K) für die meisten Arbeitsräume, Büros und Flure; Kaltweiß (etwa 6.000–7.000 K) für Produktionshallen, Industrie und Büros, in denen besonders aktivierendes Licht gewünscht ist.
  5. Dimmbar? Dimmbare LED-Röhren regeln – mit passender Ansteuerung – die Helligkeit überall dort, wo volles Licht stören würde.
  6. Bewegungsmelder? Röhren mit PIR-Sensor schalten sich in Durchgangsbereichen wie Fluren oder Kellern automatisch ein und aus.

In Büros mit Rasterdecke sind statt Röhrenleuchten oft LED-Panels die bessere Wahl. Röhren in den gängigen Längen finden Sie unter LED-Röhren.

Sie sind unsicher, welche LED-Röhre in Ihre Leuchte passt? Nennen Sie uns Länge, Röhrentyp und Vorschaltgerät – Sie erhalten eine Empfehlung und ein Angebot innerhalb von 24 Stunden (werktags).

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