Netzspannung
Netzspannung ist die Spannung des öffentlichen Stromnetzes. In Deutschland beträgt sie wie in der gesamten EU 230 V Wechselspannung zwischen Außenleiter und Neutralleiter und 400 V zwischen zwei Außenleitern, jeweils mit 50 Hz.
Die Nennwerte 230/400 V legt DIN EN 60038 fest. Nach DIN EN 50160 muss die Spannung im Normalbetrieb überwiegend innerhalb von ±10 % liegen, also etwa zwischen 207 V und 253 V. Leuchten nennen deshalb oft einen Bereich wie „220–240 V AC“; Geräte mit Weitbereichseingang arbeiten zum Beispiel von 100 bis 240 V.
Direkt an der Netzspannung arbeiten etwa LED-Panels, Hallenstrahler, Fluter und LED-Lampen mit E27-Sockel. LED-Streifen, Möbelleuchten und viele Gartenstrahler nutzen dagegen ungefährliche Schutzkleinspannung von 12 V oder 24 V und brauchen ein Netzteil, das die 230 V umwandelt.
Wichtig für die Praxis:
- Der Anschluss an das 230-V-Netz gehört in die Hände einer Elektrofachkraft.
- Vor jeder Arbeit wird der Stromkreis freigeschaltet und die Spannungsfreiheit geprüft.
- Auf langen Leitungen sinkt die Spannung zum Ende hin; das berücksichtigt die Planung über Querschnitt und Leitungslänge.
Wie oft der Wechselstrom pro Sekunde schwingt, erklärt der Eintrag Netzfrequenz. Wie 230-V- und Kleinspannungssysteme angeschlossen werden, zeigt der Ratgeber LED-Streifen montieren und anschließen.
