Flimmern
Flimmern bezeichnet schnelle, periodische Helligkeitsschwankungen einer Lichtquelle. Bei LEDs entsteht es meist durch einfache Treiber oder ungeeignetes Dimmen. Auch Flimmern, das man nicht bewusst sieht, kann ermüden und Kopfschmerzen fördern.
Am Stromnetz mit 50 Hz schwankt die Leistung 100-mal pro Sekunde. Glättet der Treiber das nicht, schwankt auch das Licht. Ähnliches passiert beim Dimmen mit zu niedriger PWM-Frequenz.
Wichtige Kennwerte:
- Pst LM: bewertet sichtbares Flimmern. Die EU-Ökodesign-Verordnung (EU) 2019/2020 begrenzt ihn für netzbetriebene LED-Lichtquellen seit September 2021 auf höchstens 1,0.
- SVM: bewertet den Stroboskopeffekt bei Bewegung.
- Flimmerprozentsatz und Flimmerindex: beschreiben, wie tief und wie lange das Licht moduliert ist.
Vom Flimmern zu unterscheiden ist das Flackern: unregelmäßiges, deutlich sichtbares Zucken. Ursachen sind meist ein unpassender Dimmer, eine zu geringe Last, lose Kontakte oder ein defekter Treiber.
Ein schneller Test: Filmen Sie die Leuchte mit der Smartphone-Kamera, am besten in Zeitlupe. Dunkle Streifen im Bild weisen auf Flimmern hin. Fragen Sie für Arbeitsplätze, Schulen und Sporthallen nach Messwerten statt nur nach dem Wort „flimmerfrei“. Mehr zum Dimmen ohne Flackern lesen Sie im Ratgeber Dimmbare LED-Beleuchtung auswählen.
