Vorschaltgerät
Ein Vorschaltgerät begrenzt den Strom von Leuchtstoff- und Entladungslampen, die nach dem Zünden sonst immer mehr Strom ziehen würden. Man unterscheidet konventionelle Vorschaltgeräte (KVG, Drossel) und elektronische Vorschaltgeräte (EVG).
- KVG: eine schwere Drosselspule, bei Leuchtstofflampen zusammen mit einem Glimmstarter. Die Lampe flimmert mit 100 Hz, das Gerät kann brummen und hat deutlich höhere Verluste. Eine verlustärmere Bauform heißt VVG.
- EVG: eine Elektronik, die die Lampe mit Hochfrequenz im Kilohertz-Bereich betreibt – flimmerfrei, ohne Starter, mit geringeren Verlusten und teils dimmbar.
Den Typ erkennen Sie am Starter: Steckt in der Leuchte ein Glimmstarter, ist ein KVG verbaut. Auch Hochdruck-Entladungslampen wie Halogen-Metalldampf- oder Natriumdampflampen brauchen ein Vorschaltgerät, meist zusammen mit einem Zündgerät.
Für die Umrüstung auf LED-Röhren gilt:
- Am KVG ersetzen Sie den Glimmstarter durch einen LED-Starter, der vielen LED-Röhren beiliegt; die Drossel bleibt im Stromkreis.
- Am EVG funktionieren nur LED-Röhren, die der Hersteller ausdrücklich für dieses EVG freigibt.
- Für den direkten Netzbetrieb wird das Vorschaltgerät ausgebaut und die Leuchte umverdrahtet – ein Umbau, den eine Elektrofachkraft ausführt und dokumentiert.
Mehr zur alten Lampentechnik unter Leuchtstofflampe und im Ratgeber Leuchtstoffröhre durch LED-Röhre ersetzen.
