Schaltzyklen
Schaltzyklen geben an, wie oft eine Lampe oder ein Gerät ein- und ausgeschaltet werden kann, bevor mit Ausfällen zu rechnen ist. Wichtig ist der Wert bei häufigem Schalten, etwa mit Bewegungsmelder oder im Treppenhaus.
Ein Schaltzyklus besteht aus einmal Ein- und einmal Ausschalten. Wie stark das Schalten eine Lichtquelle belastet, hängt von der Technik ab:
- Glüh- und Halogenlampen: Der kalte Glühdraht nimmt beim Einschalten einen hohen Strom auf; viele Lampen fallen genau in diesem Moment aus.
- Leuchtstofflampen: Jeder Start verschleißt die Elektroden, besonders am KVG mit Glimmstarter.
- Entladungslampen: Sie brauchen nach dem Ausschalten eine Abkühlpause und eignen sich kaum für häufiges Schalten.
- LED: Die Leuchtdioden selbst vertragen häufiges Schalten gut. Begrenzend sind eher Treiber, Einschaltströme und die Kontakte von Schaltern und Relais.
Datenblätter von LED-Lampen nennen häufig Werte zwischen 15.000 und 100.000 Schaltzyklen. Zum Vergleich: Bei 30 Schaltungen pro Tag kommen in zehn Jahren rund 110.000 Zyklen zusammen. Für Flure und Treppenhäuser lohnen deshalb Leuchten und Sensoren, die ausdrücklich für häufiges Schalten ausgelegt sind, oder eine Grundlichtfunktion, die dimmt statt abzuschalten.
Schaltzyklen und Lebensdauer in Stunden sind getrennte Angaben – bei häufigem Schalten zählen beide. Mehr zur Kombination mit einem Bewegungsmelder im Ratgeber Treppenlicht auf LED umrüsten.
