Anlaufzeit

Die Anlaufzeit ist die Zeit, die eine Lichtquelle nach dem Einschalten braucht, bis sie leuchtet und ihren vollen Lichtstrom erreicht. LEDs sind praktisch sofort hell, Hochdruck-Entladungslampen brauchen dafür mehrere Minuten.

Genau genommen unterscheidet man die Zeit bis zum Zünden bzw. ersten Aufleuchten und die Aufwärmzeit bis zu einem festgelegten Anteil des vollen Lichtstroms. Im Alltag fasst man beides als Anlaufzeit zusammen. In den Produktparametern von LED-Hallenstrahlern steht zum Beispiel „Anlaufzeit: < 0,1 s“.

  • LED: volles Licht in Sekundenbruchteilen, auch bei Kälte und nach kurzen Unterbrechungen.
  • Leuchtstofflampen: starten mit KVG und Starter nach einigen Sekunden, oft mit Flackern; bei niedrigen Temperaturen dauert es bis zum vollen Lichtstrom deutlich länger.
  • Hochdruck-Entladungslampen wie Halogen-Metalldampf- oder Natriumdampflampen: mehrere Minuten bis zur vollen Helligkeit. Nach dem Ausschalten müssen sie erst abkühlen, bevor sie wieder zünden.

Besonders wichtig ist das bei Sportanlagen und Hallen: Nach einem kurzen Stromausfall bleiben Hochdruck-Entladungslampen minutenlang dunkel, LEDs leuchten sofort wieder. Erst die kurze Anlaufzeit macht auch Bewegungsmelder in Hallen und auf Parkplätzen sinnvoll. Für Rettungswege fordert DIN EN 1838, dass die Sicherheitsbeleuchtung nach 5 Sekunden 50 % und nach 60 Sekunden die volle geforderte Beleuchtungsstärke erreicht.

Was der Umstieg beim Flutlicht bringt, zeigt der Ratgeber Sportflutlicht auf LED umrüsten.