Einschaltstrom
Der Einschaltstrom ist die kurze Stromspitze beim Einschalten eines elektronischen Geräts, wenn die Kondensatoren im LED-Treiber geladen werden. Er dauert meist weniger als eine Millisekunde, kann aber ein Vielfaches des Nennstroms erreichen.
Bei einer einzelnen Leuchte ist das unproblematisch. Werden aber viele Treiber gleichzeitig eingeschaltet, addieren sich die Spitzen. Dann kann ein Leitungsschutzschalter auslösen, obwohl die Dauerleistung weit unter seinem Nennstrom liegt. Auch die Kontakte von Schaltern, Relais und Bewegungsmeldern werden belastet und können im Extremfall verkleben.
So vermeiden Sie Probleme:
- Beachten Sie das Treiber-Datenblatt: Viele Hersteller nennen, wie viele Geräte an einem Leitungsschutzschalter, etwa B16 oder C16, betrieben werden dürfen.
- Verteilen Sie große Anlagen auf mehrere Stromkreise. Die Auslösecharakteristik C verträgt höhere Spitzen als B.
- Wählen Sie Schaltgeräte, die für LED-Lasten ausgelegt sind, oder setzen Sie Einschaltstrombegrenzer ein. Auch bei Dimmern liegt die zulässige maximale Last für LEDs deshalb meist deutlich unter dem Wert für Glühlampen.
- Lichtsteuerungen können Leuchtengruppen gestaffelt einschalten.
Wie ein Stadion seine Flutlichtanlage gestaffelt hochfährt, zeigt das Referenzprojekt Erstliga-Stadion.
