Halogenlampe
Eine Halogenlampe ist eine Glühlampe mit Halogenzusatz im Füllgas; der Halogen-Kreisprozess verhindert die Schwärzung des Kolbens, sodass sie heißer betrieben werden kann – mit etwas mehr Licht pro Watt und längerer Lebensdauer.
Halogenlampen gibt es für Netzspannung (etwa GU10, G9, R7s) und für 12 V (etwa GU5.3/MR16, G4), die einen Transformator brauchen. Ihr Licht ist brillant, warmweiß und farbtreu; mit meist unter 25 lm/W sind sie aber kaum effizienter als Glühlampen und werden sehr heiß. Über die EU-Ökodesign-Vorgaben sind die meisten Halogenlampen inzwischen vom Markt verschwunden, zuletzt im September 2023 die Stiftsockellampen G9 und G4. Vorhandene Lampen dürfen weiter betrieben werden.
Beim Umstieg auf LED beachten Sie:
- 12-V-Anlagen: Elektronische Halogentrafos brauchen oft eine Mindestlast, die LED-Lampen nicht erreichen – Flackern ist die Folge. Ersetzen Sie den Trafo dann durch ein passendes LED-Netzteil.
- Baugröße: LED-Ersatz für G9 oder R7s ist oft größer als die Halogenlampe; prüfen Sie den Platz in der Leuchte.
- Dimmen: Halogenlampen laufen an fast jedem Dimmer, LED-Lampen nur an kompatiblen Modellen.
- Spots: Bei Reflektorlampen neben dem Lichtstrom auch den Abstrahlwinkel vergleichen.
Die Sockelbezeichnungen erklärt der Eintrag Sockel. Rechenbeispiele bietet der Ratgeber G9-Halogenlampen durch LED ersetzen.
