Leuchtdiode
Eine Leuchtdiode (LED, engl. light-emitting diode) ist ein Halbleiterbauelement, das Licht abgibt, sobald Strom in Durchlassrichtung fließt; weißes LED-Licht entsteht meist aus einem blauen Chip und einer gelblichen Leuchtstoffschicht.
Im Halbleiterkristall treffen Elektronen und sogenannte Löcher aufeinander; die frei werdende Energie wird als Licht einer bestimmten Wellenlänge abgegeben. Die Farbe hängt vom Halbleitermaterial ab. Effiziente blaue LEDs – die Voraussetzung für weißes LED-Licht – entstanden Anfang der 1990er-Jahre; ihre Erfinder erhielten 2014 den Nobelpreis für Physik.
- Gleichstrom: LEDs brauchen einen geregelten Strom. Den liefert ein LED-Treiber oder Netzteil; bei Kleinspannung zählt die richtige Polarität.
- Wärme: Im Lichtkegel steckt kaum Wärmestrahlung, am Chip entsteht aber Abwärme. Gute Kühlung entscheidet über Lichtstrom und Lebensdauer.
- Lichtqualität: Farbtemperatur und Farbwiedergabe werden vor allem über den Leuchtstoff eingestellt.
- Alterung: LEDs fallen selten schlagartig aus, sondern verlieren langsam an Lichtstrom – daher Angaben wie L70 oder L80.
Beim Kauf sagen Lichtstrom, Lichtausbeute, Farbwiedergabe und Lebensdauer mehr über eine Leuchte aus als die Zahl der verbauten LEDs. Den Aufbau des eigentlichen Halbleiterplättchens erklärt der Eintrag LED-Chip.
