Niederspannungsrichtlinie
Die Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU (LVD) regelt die elektrische Sicherheit von Geräten für 50 bis 1000 V Wechsel- bzw. 75 bis 1500 V Gleichspannung – dazu gehören fast alle Leuchten, Treiber und Netzteile für das 230-V-Netz.
Sie verlangt, dass ein Gerät bei bestimmungsgemäßer Verwendung Menschen, Tiere und Sachen nicht gefährdet, etwa durch elektrischen Schlag, zu hohe Temperaturen oder Brand. Für Leuchten wird das meist über die Normenreihe DIN EN 60598 nachgewiesen, für Treiber und Vorschaltgeräte über DIN EN 61347. In Deutschland ist die Richtlinie durch die Erste Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz (1. ProdSV) umgesetzt.
Auf Produktseiten steht dafür im Parameter „Zertifizierung“ der Wert CE-LVD (Low Voltage Directive). Zusammen mit CE-EMC und CE-RoHS zeigt er, auf welche Richtlinien sich die CE-Kennzeichnung stützt.
Wichtig bei Kleinspannung: LED-Streifen und Strahler für 12 oder 24 V liegen unter den Spannungsgrenzen und fallen nicht selbst unter die Richtlinie. Für ihre Sicherheit gilt die allgemeine Produktsicherheitsverordnung (EU) 2023/988; EMV- und RoHS-Richtlinie gelten weiterhin. Das vorgeschaltete 230-V-Netzteil unterliegt der Niederspannungsrichtlinie. Die Sicherheit solcher Systeme beruht auf der Schutzkleinspannung: Das Netzteil trennt den Kleinspannungskreis sicher vom Netz.
Tipp: Achten Sie bei Netzteilen und Treibern auf vollständige Angaben zu Eingangsspannung, Schutzklasse und zulässiger Umgebungstemperatur auf dem Typenschild.
