RoHS
RoHS (Restriction of Hazardous Substances) ist die EU-Richtlinie 2011/65/EU, die gefährliche Stoffe wie Blei, Quecksilber und Cadmium in Elektro- und Elektronikgeräten auf niedrige Höchstwerte begrenzt.
Beschränkt sind zehn Stoffe: Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertiges Chrom, die Flammschutzmittel PBB und PBDE sowie die Weichmacher DEHP, BBP, DBP und DIBP. Der Höchstwert liegt bei 0,1 Gewichtsprozent je homogenem Werkstoff, für Cadmium bei 0,01 %. Wo es technisch noch keine Alternative gab, erlaubte die Richtlinie befristete Ausnahmen, etwa für Quecksilber in Leuchtstofflampen. Ihr Auslaufen führte zum Leuchtstofflampen-Verbot. In Deutschland ist die Richtlinie durch die Elektro- und Elektronikgeräte-Stoff-Verordnung (ElektroStoffV) umgesetzt.
Auf Produktseiten steht im Parameter „Zertifizierung“ der Wert CE-RoHS: Der Hersteller bestätigt die Stoffbeschränkungen im Rahmen der CE-Kennzeichnung.
- RoHS betrifft nur Inhaltsstoffe, nicht Lichtqualität, Effizienz oder Lebensdauer.
- LED-Leuchten enthalten kein Quecksilber und ersetzen so quecksilberhaltige Lampen.
- Die Entsorgung regelt nicht RoHS, sondern die WEEE-Richtlinie, in Deutschland das ElektroG: Alte Leuchten, LED- und Leuchtstofflampen gehören zur Sammelstelle, nicht in den Hausmüll.
