Schutzkleinspannung
Schutzkleinspannung (SELV) ist eine vom Stromnetz sicher getrennte, nicht geerdete Kleinspannung bis 50 V Wechsel- oder 120 V Gleichspannung. Die in LED-Systemen üblichen 12 V oder 24 V sind bei Berührung in trockener Umgebung ungefährlich.
Erzeugt wird sie von einem Sicherheitstransformator nach DIN EN 61558-2-6 oder einem LED-Netzteil mit SELV-Ausgang. In der Lichttechnik arbeiten vor allem LED-Streifen, Möbel- und Vitrinenleuchten, Gartenstrahler und Poolscheinwerfer mit 12 V oder 24 V. Leuchten für diesen Betrieb sind meist in Schutzklasse III ausgeführt. Wird der Kleinspannungskreis geerdet, spricht man von PELV.
Besonders wichtig ist SELV in nassen Bereichen: Im Bereich 0 von Badewanne und Dusche sind nach DIN VDE 0100-701 nur Betriebsmittel mit SELV bis 12 V Wechselspannung oder 30 V Gleichspannung zulässig; die Stromquelle muss außerhalb der Bereiche 0 und 1 sitzen. Für Schwimmbecken gilt Entsprechendes nach DIN VDE 0100-702. Details unter Schutzbereiche im Bad.
Außerdem gilt:
- Die 230-V-Seite des Netzteils schließt eine Elektrofachkraft an; die Kleinspannungsseite steckbarer Systeme können Sie meist selbst verlegen.
- Kleinspannung bedeutet bei gleicher Leistung höhere Ströme: Querschnitt und Absicherung müssen trotzdem stimmen, sonst drohen Spannungsabfall und Erwärmung.
Ein Praxisbeispiel zeigt der Ratgeber LED-Poolscheinwerfer installieren.
