Schutzklasse
Die Schutzklasse gibt an, wie ein elektrisches Gerät gegen elektrischen Schlag geschützt ist: Klasse I über den Schutzleiter, Klasse II durch doppelte oder verstärkte Isolierung, Klasse III durch den Betrieb mit Schutzkleinspannung.
Die Einteilung beruht auf DIN EN 61140 (VDE 0140-1). Auf Produktseiten steht sie im Parameter „Schutzklasse“ mit den Werten I., II. oder III. Die drei Klassen im Überblick:
- Schutzklasse I: Basisisolierung plus Anschluss aller berührbaren Metallteile an den Schutzleiter. Bei einem Isolationsfehler fließt der Fehlerstrom darüber ab, und Sicherung oder FI-Schutzschalter schalten ab. Die Anschlussklemme ist mit dem Schutzleiterzeichen gekennzeichnet. Typisch für Hallenstrahler, Feuchtraumleuchten und Leuchten mit Metallgehäuse.
- Schutzklasse II: doppelte oder verstärkte Isolierung, kein Schutzleiteranschluss („schutzisoliert“). Symbol: zwei ineinanderliegende Quadrate. Eine vorhandene grün-gelbe Ader wird nicht angeschlossen, sondern isoliert abgelegt.
- Schutzklasse III: Betrieb mit Schutzkleinspannung (SELV), etwa 12- oder 24-V-LED-Streifen am passenden Netzteil. Symbol: eine römische III in einer Raute.
Nicht verwechseln: Die IP-Schutzart beschreibt den Schutz gegen Berührung, Fremdkörper und Wasser; die Schutzklasse beschreibt die Schutzmaßnahme gegen elektrischen Schlag. Tipp: Prüfen Sie vor dem Kauf, ob am Montageort ein Schutzleiter vorhanden ist. Fehlt er, etwa in Altbauten mit zweiadriger Leitung, ist eine Leuchte der Schutzklasse II die passende Wahl; lassen Sie die Installation im Zweifel von einer Elektrofachkraft prüfen. Wie Treiber und Netzteile je nach Schutzklasse angeschlossen werden, zeigt der Ratgeber LED-Treiber und Netzteil anschließen.
