Betriebstemperatur

Die Betriebstemperatur ist der Bereich der Umgebungstemperatur, in dem eine Leuchte oder ein Betriebsgerät sicher und mit den angegebenen Werten arbeitet, zum Beispiel −20 °C bis +40 °C. Außerhalb drohen Ausfälle und eine kürzere Lebensdauer.

Gemeint ist die Temperatur der Luft rund um die Leuchte, nicht die des Gehäuses. Zwei Kennwerte helfen beim Lesen von Datenblättern:

  • ta: die höchste zulässige Umgebungstemperatur. Fehlt die Angabe, ist eine Leuchte nach DIN EN 60598-1 für 25 °C ausgelegt.
  • tc: die höchste zulässige Temperatur am Messpunkt eines Treibers oder LED-Moduls. Wird sie überschritten, sinkt die Lebensdauer deutlich.

Wärme ist der größte Gegner der LED-Technik: Lichtstrom und Lebensdauer sinken mit steigender Temperatur. Für Elektrolytkondensatoren in Treibern gilt als Faustregel, dass sich ihre Lebensdauer je 10 K mehr etwa halbiert. Manche Treiber regeln bei Übertemperatur die Leistung herunter (Derating). Kälte ist für LEDs meist unproblematisch; empfindlicher reagieren Akkus und manche Kunststoffe.

Kritisch sind Hallendecken im Sommer, geschlossene Einbausituationen, Wärmedämmung, Küchen und Kühlräume. Auf unseren Produktseiten steht der zulässige Bereich unter „Betriebstemperatur“. Wählen Sie für solche Orte ein Modell mit passender Angabe und halten Sie den Kühlkörper frei, damit die Wärme abfließen kann. Wie Wärme die Lebensdauer beeinflusst, erklärt der gleichnamige Eintrag; ein Beispiel für Kälte zeigt der Ratgeber Kühlhaus und Lebensmittelbetrieb beleuchten.