Netzfrequenz

Die Netzfrequenz gibt an, wie viele Schwingungen der Wechselstrom im Stromnetz pro Sekunde ausführt. Im europäischen Verbundnetz beträgt sie 50 Hertz (Hz), in Nordamerika und einigen anderen Ländern 60 Hz.

Die Frequenz wird sehr stabil gehalten: Nach DIN EN 50160 liegt sie im Verbundnetz während 99,5 % des Jahres innerhalb von ±1 %, also zwischen 49,5 und 50,5 Hz. In den Produktdaten bedeutet „50 Hz“ Betrieb am europäischen Netz; Angaben wie „50/60 Hz“ oder „50-60Hz“ stehen für Geräte, die zusätzlich an 60-Hz-Netzen arbeiten.

Für die Lichtqualität spielt die Netzfrequenz trotzdem eine Rolle. Ein Treiber richtet den Wechselstrom gleich; ohne ausreichende Glättung pulsiert das Licht dann mit der doppelten Netzfrequenz, also mit 100 Hz. Das Auge sieht das meist nicht direkt, es kann aber ermüden und an bewegten Teilen einen Stroboskopeffekt erzeugen, etwa an Drehmaschinen oder bei schnellen Ballsportarten. Gute LED-Treiber glätten den Strom so weit, dass kaum noch Flimmern entsteht.

Nicht zu verwechseln ist die Netzfrequenz mit der Schaltfrequenz eines Netzteils oder eines PWM-Dimmers; diese liegt meist deutlich höher. Worauf es bei Flutlicht für Sportanlagen ankommt, beschreibt der Ratgeber LED-Sportflutlicht auswählen.