Leitungsquerschnitt
Der Leitungsquerschnitt ist die Fläche des leitenden Kerns einer Ader, angegeben in mm². Er bestimmt, wie viel Strom eine Leitung dauerhaft führen darf und wie viel Spannung auf dem Weg zur Leuchte verloren geht.
In der Hausinstallation sind Lichtstromkreise meist mit 1,5 mm² Kupfer ausgeführt und mit einem 10- oder 16-A-Leitungsschutzschalter abgesichert. Welcher Strom zulässig ist, hängt nach DIN VDE 0298-4 auch von Verlegeart, Häufung und Umgebungstemperatur ab – die Auswahl ist deshalb Sache der Elektrofachkraft.
Bei Kleinspannung zählt vor allem der Spannungsabfall. Ein LED-Streifen mit 120 W zieht bei 24 V 5 A, bei 12 V schon 10 A. Für Hin- und Rückleiter aus Kupfer gilt näherungsweise ΔU = 2 × L × I ÷ (56 × q), mit L in m, I in A und dem Querschnitt q in mm². Beispiel: 5 m Zuleitung, 5 A und 1,5 mm² ergeben rund 0,6 V Verlust, also etwa 2,5 % von 24 V.
- Bei 230-V-Leuchten reicht der vorhandene Querschnitt fast immer, weil LED wenig Strom braucht.
- Bei 12 und 24 V lieber eine Stufe größer wählen, die Zuleitung kurz halten und lange Streifen von beiden Seiten einspeisen.
- Klemmen müssen für den Querschnitt zugelassen sein; feindrähtige Adern brauchen passende Klemmen oder Aderendhülsen.
Leitungstypen und Querschnitte im Überblick zeigt der Ratgeber LED-Beleuchtung verkabeln.
