Neutralleiter

Der Neutralleiter (N) ist der blaue Leiter der Elektroinstallation. Er führt im Wechselstromnetz den Strom zur Spannungsquelle zurück und ist damit ein aktiver, stromführender Leiter – kein Schutzleiter.

Zwischen einem Außenleiter (L) und dem Neutralleiter liegen im Hausnetz 230 V. Der Neutralleiter ist am Sternpunkt des Transformators geerdet und hat deshalb normalerweise nur eine geringe Spannung gegen Erde. Darauf verlassen darf man sich nicht: Bei Fehlern, etwa einer Unterbrechung, kann er gefährliche Spannung führen. Bei Arbeiten wird er deshalb wie ein spannungsführender Leiter behandelt. Seine Kennfarbe ist nach DIN EN 60445 Blau.

  • An der Leuchte gehört er an die Klemme N, der Außenleiter an L.
  • Lichtschalter, Bewegungsmelder und Dimmer schalten den Außenleiter, nie den Neutralleiter – sonst steht die Leuchte auch ausgeschaltet unter Spannung.
  • Viele Bewegungsmelder, Smart-Schalter und elektronische Dimmer brauchen einen Neutralleiter in der Schalterdose. In älteren Installationen fehlt er dort häufig.
  • Neutralleiter verschiedener Stromkreise dürfen nicht verbunden oder vertauscht werden – ein typischer Grund für auslösende FI-Schutzschalter.

Der umgangssprachliche Begriff „Nullleiter“ ist veraltet und wird leicht mit dem früheren PEN-Leiter der klassischen Nullung verwechselt. Wie sich der grün-gelbe Leiter davon unterscheidet, erklärt Schutzleiter. Anschlussvarianten mit und ohne Neutralleiter zeigt der Ratgeber Dimmbare LED-Leuchten installieren.