LED-Chip
Der LED-Chip ist das eigentliche lichterzeugende Halbleiterplättchen einer LED; er sitzt in einem kleinen Gehäuse (SMD) oder direkt auf dem Träger (COB). Seine Qualität beeinflusst Effizienz, Lichtfarbe und Alterung.
Umgangssprachlich heißen auch die fertigen LEDs auf der Platine „LED-Chips“. Auf Produktseiten nennt das Merkmal Chip-Hersteller, von welchem Halbleiterhersteller die verbauten LEDs stammen. Etablierte Hersteller sortieren ihre LEDs eng nach Lichtstrom und Farbort (Binning) und veröffentlichen Messdaten zur Lichtstromalterung.
Der Chip allein macht aber noch keine gute Leuchte:
- Wärme: Wird der Chip zu heiß, sinken Lichtstrom und Lebensdauer. Entscheidend ist die Wärmeableitung über Platine und Kühlkörper.
- Betriebsstrom: Mit hohem Strom betriebene Chips sind heller, altern aber schneller. Ein Betrieb unterhalb des Maximalstroms verlängert die Lebensdauer.
- Treiber und Optik: Flimmerfreiheit hängt vom Treiber ab, die Lichtverteilung von Linse und Reflektor.
Vergleichen Sie deshalb nicht nur den Herstellernamen, sondern die Daten der ganzen Leuchte: Lichtstrom, Lichtausbeute, Farbwiedergabe, Lebensdauer (z. B. L80) und zulässige Umgebungstemperatur. Ob die Chips einzeln gehäust oder als Chip-on-Board verbaut sind, sehen Sie an Angaben wie SMD oder COB.
