Binning

Binning ist das Sortieren von LEDs nach der Herstellung in Gruppen (Bins) mit nahezu gleicher Lichtfarbe, Helligkeit und Durchlassspannung. Enge Bins sorgen dafür, dass alle Leuchten einer Anlage im gleichen Weißton leuchten.

Selbst LEDs aus derselben Fertigung unterscheiden sich leicht. Hersteller messen deshalb jede LED und ordnen sie Bins zu:

  • Farb-Bins: nach dem Farbort im Farbdiagramm. Wie eng sie sind, beschreibt die Farbkonsistenz in SDCM-Stufen (MacAdam-Ellipsen).
  • Lichtstrom-Bins: nach der Helligkeit bei festgelegtem Strom.
  • Spannungs-Bins: nach der Durchlassspannung. Das ist wichtig, wenn viele LEDs parallel geschaltet sind, etwa in LED-Streifen.

Für Sie als Käufer zählt das Ergebnis: Leuchten mit engem Binning zeigen nebeneinander keine sichtbaren Unterschiede, etwa Panels in einer Rasterdecke, Lichtbänder oder Spots an einer Wand. Bei einfachen Produkten kann eine Leuchte leicht grünlich, die nächste leicht rosa wirken.

Praxistipp: Bestellen Sie alle Leuchten für einen Raum auf einmal und legen Sie einige Ersatzleuchten derselben Serie zurück, denn spätere Lieferungen können aus einem anderen Bin stammen. Gute Hersteller nennen die Farbtoleranz im Datenblatt. Mehr zur Herkunft der LEDs lesen Sie unter LED-Chip; typische Fehler bei RGB-Streifen zeigt der Ratgeber RGB-LED-Streifen wählen.