Spannungsabfall
Spannungsabfall (in Normen: Spannungsfall) ist der Verlust an Spannung entlang einer Leitung, weil jeder Leiter einen elektrischen Widerstand hat. Bei LED-Streifen zeigt er sich als nachlassende Helligkeit zum Ende des Streifens hin.
Er wächst mit dem Strom und der Leitungslänge und sinkt mit größerem Querschnitt. Deshalb trifft er Kleinspannungsanlagen besonders: Für dieselbe Leistung fließt bei 12 V fast 20-mal so viel Strom wie bei 230 V, bei 24 V nur halb so viel wie bei 12 V. Ein langer 12-V-Streifen leuchtet am Ende sichtbar dunkler, bei RGB-Streifen verschieben sich zusätzlich die Farben.
So halten Sie ihn klein:
- Beachten Sie die maximale Länge je Einspeisung, die der Hersteller angibt.
- Wählen Sie für längere Strecken 24-V- statt 12-V-Streifen.
- Speisen Sie lange Streifen an beiden Enden oder zusätzlich in der Mitte ein (beidseitige Einspeisung).
- Setzen Sie das Netzteil möglichst nah an den Streifen und verwenden Sie einen ausreichenden Leitungsquerschnitt.
Auch in der 230-V-Installation ist der Spannungsfall begrenzt: DIN VDE 0100-520 nennt für Beleuchtungsstromkreise, die direkt aus dem öffentlichen Netz versorgt werden, einen Richtwert von höchstens 3 %. Die Berechnung gehört zur Planung der Elektrofachkraft. Praxistipps für Streifen im Möbelbau gibt der Ratgeber Möbel mit LED beleuchten.
