Schutzleiter

Der Schutzleiter (PE) ist der grün-gelbe Leiter der Elektroinstallation. Er verbindet berührbare Metallteile von Geräten der Schutzklasse I mit dem Erdungssystem, damit im Fehlerfall Sicherung oder FI-Schutzschalter automatisch abschalten.

Im Normalbetrieb führt der Schutzleiter keinen Betriebsstrom. Erst wenn durch einen Isolationsfehler Spannung auf ein Metallgehäuse gelangt, leitet er den Fehlerstrom ab. Die Schutzeinrichtung schaltet dann ab, damit am Gehäuse keine gefährliche Berührungsspannung bestehen bleibt. Die Farbe Grün-Gelb ist nach DIN EN 60445 ausschließlich dem Schutzleiter vorbehalten.

  • Schutzklasse I: Die Leuchte hat eine mit dem Schutzleiterzeichen markierte Klemme; der Schutzleiter muss angeschlossen werden.
  • Schutzklasse II: kein Anschluss. Eine vorhandene grün-gelbe Ader wird isoliert und sicher in der Dose abgelegt.
  • Weiterführen: Wird der Schutzleiter zur nächsten Leuchte durchgeschleift, sollte er so geklemmt sein, dass er beim Abklemmen einer Leuchte für die übrigen nicht unterbrochen wird.

Nach jeder Installation prüft die Elektrofachkraft nach DIN VDE 0100-600 unter anderem die Durchgängigkeit des Schutzleiters und den Isolationswiderstand. Fehlt der Schutzleiter, wie in manchen Altbauten mit zweiadriger Leitung, ist eine schutzisolierte Leuchte meist die bessere Wahl. Mehr zur Einteilung unter Schutzklasse, zum Zusammenspiel mit der Fehlerstrom-Schutzeinrichtung unter FI-Schutzschalter. Praktische Anschlussbeispiele zeigt der Ratgeber LED-Langfeldleuchten montieren.