FI-Schutzschalter

Ein FI-Schutzschalter (Fehlerstrom-Schutzeinrichtung, RCD) vergleicht den hin- und zurückfließenden Strom und schaltet in Sekundenbruchteilen ab, wenn Strom über einen falschen Weg abfließt, etwa durch einen Menschen.

Für den Personenschutz wird ein Bemessungsdifferenzstrom von höchstens 30 mA verwendet. DIN VDE 0100-410 fordert diesen zusätzlichen Schutz unter anderem für Steckdosen bis 32 A und in Wohnungen auch für Stromkreise, die Leuchten versorgen. Im Bad müssen nach DIN VDE 0100-701 grundsätzlich alle Stromkreise über einen FI-Schutzschalter mit 30 mA geführt werden.

Wissenswert für LED-Anlagen:

  • Elektronische Treiber und Filter leiten im Betrieb kleine Ströme zum Schutzleiter ab. Hängen sehr viele Leuchten an einem FI-Schutzschalter, kann er ohne echten Fehler auslösen. Abhilfe schafft die Aufteilung auf mehrere Stromkreise.
  • Üblich ist Typ A. Für Verbraucher mit Frequenzumrichter oder glatten Gleichfehlerströmen können Typ F oder Typ B nötig sein – das entscheidet die Elektrofachkraft.
  • Drücken Sie die Prüftaste regelmäßig, so wie es der Hersteller angibt, meist halbjährlich.

Ein FI-Schutzschalter ersetzt keinen Leitungsschutzschalter: Er erkennt weder Überlast noch einen Kurzschluss zwischen Außen- und Neutralleiter. Wie die Absicherung im Bad aussieht, zeigt der Ratgeber Badbeleuchtung installieren.