Durchgangsverdrahtung
Durchgangsverdrahtung bedeutet, dass die Netzleitung durch eine Leuchte hindurch zur nächsten Leuchte weitergeführt (durchgeschleift) wird – über eigene Klemmen im Anschlussraum, ohne zusätzliche Abzweigdose.
Typisch ist das bei Feuchtraumleuchten, Linearleuchten und Lichtbändern in Hallen, Lagern und Tiefgaragen. Eine Zuleitung versorgt so eine ganze Leuchtenreihe; das spart Abzweigdosen, Leitungswege und Montagezeit.
- Polzahl: Eine dreipolige Durchgangsverdrahtung (L, N, PE) führt einen Stromkreis weiter. Fünfpolige Ausführungen (L1, L2, L3, N, PE) erlauben es, die Leuchten abwechselnd auf drei Außenleiter zu verteilen oder Gruppen getrennt zu schalten.
- Belastbarkeit: Interne Leitungen und Klemmen sind für einen bestimmten Höchststrom und Leiterquerschnitt ausgelegt. Der Strom aller nachfolgenden Leuchten darf diesen Wert nicht überschreiten.
- Anzahl je Stromkreis: Wie viele Leuchten an einem Leitungsschutzschalter hängen dürfen, begrenzt vor allem der Einschaltstrom der LED-Treiber. Maßgeblich ist die Herstellerangabe.
Prüfen Sie vor dem Kauf in der Produktbeschreibung oder im Datenblatt (auf Anfrage), ob die Leuchte eine Durchgangsverdrahtung hat und für welchen Querschnitt sie ausgelegt ist. Der Anschluss an das 230-V-Netz gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Wie die Leiter sicher verbunden werden, erklärt der Eintrag Verbindungsklemme; eine Anleitung bietet der Ratgeber LED-Langfeldleuchten montieren.
