Orientierungslicht
Orientierungslicht ist schwaches, blendfreies Licht, das nachts oder im Dunkeln sicheres Gehen ermöglicht, ohne die volle Beleuchtung einzuschalten – etwa in Fluren, auf Treppen, im Bad oder im Kinderzimmer.
Typisch sind kleine Wand- und Stufenleuchten in Bodennähe, LED-Streifen unter Betten und Treppenstufen oder Nachtlichter für die Steckdose. Darauf kommt es an:
- geringe Helligkeit – so viel, dass Wege und Stufen erkennbar sind, aber nicht mehr,
- warmweißes Licht mit etwa 2.700 bis 3.000 K und wenig Blauanteil, damit es den Schlaf kaum stört,
- Leuchten unterhalb der Augenhöhe, die nicht direkt blenden,
- Steuerung über Bewegungsmelder mit Dämmerungsschwelle oder als Dauerlicht auf sehr niedriger Stufe.
Auch in Hotels, Pflegeheimen und Krankenhäusern dient Orientierungslicht als Nachtbeleuchtung in Fluren und Zimmern.
Wichtig: Orientierungslicht ist keine Sicherheitsbeleuchtung. Es hängt in der Regel am normalen Stromnetz und fällt bei einem Stromausfall mit aus. Wo eine Sicherheitsbeleuchtung vorgeschrieben ist, etwa für Flucht- und Rettungswege, braucht es eigene Leuchten nach DIN EN 1838 und DIN V VDE V 0108-100-1.
Praxistipp: Wählen Sie bei Bewegungsmeldern eine kurze Nachlaufzeit und eine niedrige Helligkeit. Ideen zeigt der Ratgeber Kinderzimmer beleuchten: Zonen, Lichtfarbe, Nachtlicht.
