Blauanteil

Der Blauanteil beschreibt, wie viel kurzwelliges blaues Licht im Spektrum einer Lichtquelle steckt. Er steigt meist mit der Farbtemperatur: Kaltweißes Licht macht tagsüber wach, kann abends aber den Schlaf stören und lockt mehr Insekten an.

Weiße LEDs erzeugen ihr Licht mit einem blauen Chip und einer Leuchtstoffschicht, die einen Teil davon in Gelb, Grün und Rot umwandelt. Im Spektrum bleibt deshalb eine Spitze im Blau um 450 nm. Bei kaltweißen LEDs ist sie stärker ausgeprägt als bei warmweißen.

Wirkungen des Blauanteils:

  • Biologisch: Blaues Licht hemmt die Bildung des Schlafhormons Melatonin und beeinflusst so den zirkadianen Rhythmus. Tagsüber ist das erwünscht, abends weniger.
  • Augen: Sehr helles, kurzwelliges Licht kann die Netzhaut belasten. Bewertet wird das über die photobiologische Sicherheit nach DIN EN 62471. Leuchten für die Allgemeinbeleuchtung liegen in der Regel in den Risikogruppen 0 oder 1.
  • Umwelt: Nachtaktive Insekten werden von kurzwelligem Licht besonders angezogen, außerdem streut es in der Atmosphäre stärker und hellt den Nachthimmel auf.

Für Wohn- und Schlafräume, Außenbereiche sowie empfindliche Waren wie Wein oder Kunstwerke eignet sich warmweißes Licht mit geringem Blauanteil. Wie Licht am Abend den Schlaf beeinflusst, zeigt der Ratgeber Schlafzimmer beleuchten: Lumen, Lichtfarbe und Licht für guten Schlaf.