Beleuchtungsklassen für Straßen

Beleuchtungsklassen für Straßen legen nach DIN EN 13201-2 fest, wie hell Fahrbahnen, Konfliktzonen sowie Geh- und Radwege beleuchtet werden müssen. Die wichtigsten sind M-, C- und P-Klassen.

  • M-Klassen (M1 bis M6) gelten für Fahrbahnen des Kraftverkehrs. Bewertet wird die Leuchtdichte der Fahrbahn, also das, was der Autofahrer sieht: von 2,0 cd/m² in M1 bis 0,30 cd/m² in M6, dazu Gleichmäßigkeit und Blendung.
  • C-Klassen (C0 bis C5) gelten für Konfliktzonen wie Kreuzungen, Kreisverkehre und Bereiche, in denen sich Verkehrsarten mischen. Gefordert sind mittlere Beleuchtungsstärken von 50 lx in C0 bis 7,5 lx in C5.
  • P-Klassen gelten für Geh- und Radwege, Plätze und Anliegerstraßen mit geringer Geschwindigkeit: von 15 lx in P1 bis 2 lx in P6, jeweils mit einem Mindestwert.

Welche Klasse eine Straße erhält, ermittelt der Planer in Deutschland nach DIN 13201-1 aus Verkehrsart, Geschwindigkeit, Verkehrsmenge und Umgebung. Viele Kommunen schalten nachts bei wenig Verkehr auf eine niedrigere Klasse um.

Praxistipp: Nennen Sie für eine Lichtberechnung Straßenbreite, Mastabstand, Masthöhe und die gewünschte Klasse. Die Norm selbst erklärt der Eintrag DIN EN 13201. Warum Straßen nach Leuchtdichte statt nach Lux geplant werden, zeigt die Lichtstudie Warum Straßenbeleuchtung nicht in Lux gemessen wird.