Lichtspektrum

Das Lichtspektrum zeigt, aus welchen Wellenlängen sich das Licht einer Lichtquelle zusammensetzt. Sichtbar sind etwa 380 bis 780 nm, von Violett und Blau über Grün und Gelb bis Rot. Die Verteilung bestimmt Lichtfarbe und Farbwiedergabe.

Sonnenlicht und Glühlampen haben ein kontinuierliches Spektrum ohne Lücken. Leuchtstofflampen zeigen einzelne Spitzen, ein sogenanntes Linienspektrum. Weiße LEDs haben eine Spitze im Blau und ein breites Band aus dem Leuchtstoff; im tiefen Rot steckt bei einfachen LEDs oft wenig Energie.

Was das für die Praxis bedeutet:

  • Zwei Leuchten mit derselben Farbtemperatur können sehr unterschiedliche Spektren haben. Wie natürlich Farben wirken, zeigt erst die Farbwiedergabe.
  • Farben, die unter einem Licht gleich aussehen, können unter einem anderen verschieden wirken. Für Druckereien, Grafik und Textilprüfung ist ein lückenarmes Spektrum deshalb wichtig.
  • LEDs für die Allgemeinbeleuchtung strahlen praktisch kein UV und kaum Infrarot in den Lichtkegel ab. Das schont Exponate und Lebensmittel.
  • Für Pflanzen zählt vor allem der Bereich von 400 bis 700 nm, für Menschen am Abend ein geringer Blauanteil.

Das Spektrum einer Leuchte zeigt ein Diagramm im Datenblatt, oder es wird mit einem Spektrometer gemessen. Wie das Spektrum über richtige und falsche Farbtöne entscheidet, zeigt die Lichtstudie Grafikstudio mit 773 Lux.