1–10 V und 0–10 V
1–10 V und 0–10 V sind analoge Dimmschnittstellen: Über eine zusätzliche zweiadrige Steuerleitung erhält der LED-Treiber eine Gleichspannung, deren Höhe die Helligkeit bestimmt. 10 V bedeutet volle Helligkeit.
Beide Verfahren sind in Gewerbe und Industrie verbreitet, etwa bei Hallenstrahlern, Linearleuchten und LED-Panels. Im europäischen Sprachgebrauch unterscheiden sie sich meist so:
- 1–10 V (passiv, beschrieben in DIN EN 60929, Anhang E): Der Treiber liefert den Steuerstrom, das Bediengerät zieht die Spannung herunter. Bei 1 V leuchtet die Leuchte mit Minimalhelligkeit, bei unterbrochener Steuerleitung mit voller Helligkeit.
- 0–10 V (aktiv): Das Steuergerät erzeugt die Spannung selbst. Je nach Treiber bedeutet 0 V minimale Helligkeit oder aus.
Die Begriffe werden im Handel nicht einheitlich verwendet. Prüfen Sie deshalb im Datenblatt, ob Treiber und Steuergerät zusammenpassen.
Praxistipps:
- Plus und Minus der Steuerleitung nicht vertauschen.
- Ganz ausschalten lässt sich die Leuchte über die Steuerleitung meist nicht; dafür trennt ein Schalter oder Relais die Netzspannung.
- Wie viele Treiber ein Steuergerät dimmen kann, begrenzt dessen maximaler Steuerstrom.
- Alle Treiber an einer Steuerleitung dimmen gemeinsam. Für einzeln ansteuerbare Leuchten eignet sich ein digitales System wie DALI.
Mehr zum Betriebsgerät unter LED-Treiber. Anschluss und Test beschreibt der Ratgeber Dimmbare LED-Leuchten installieren.
