UV-LED
Eine UV-LED ist eine Leuchtdiode, die ultraviolette Strahlung statt sichtbaren Lichts abgibt – je nach Wellenlänge UV-A (315–400 nm), UV-B (280–315 nm) oder UV-C (100–280 nm).
Die Einsatzgebiete hängen vom Wellenlängenbereich ab:
- UV-A (meist 365–395 nm): Aushärten von Klebstoffen, Lacken und Harzen, Fluoreszenzprüfung, Effektlicht, Insektenfallen.
- UV-B: Spezialanwendungen, etwa im Terrarium für die Vitamin-D3-Bildung der Tiere – hier dominieren noch klassische UV-Lampen.
- UV-C (bei LEDs meist 260–280 nm): Entkeimung von Wasser, Luft und Oberflächen.
Gegenüber Quecksilberdampflampen sind UV-C-LEDs quecksilberfrei, sofort betriebsbereit, schaltfest und kompakt; ihr Wirkungsgrad ist allerdings noch gering. UV-Strahlung schädigt Haut und Augen: Offene UV-C-Strahler dürfen nur in Räumen ohne Menschen und Tiere arbeiten, sonst müssen sie abgeschirmt sein. Die Einstufung nach photobiologischer Sicherheit (DIN EN 62471) zeigt das Risiko.
Gewöhnliche weiße LEDs für die Beleuchtung strahlen dagegen praktisch kein UV ab – ein Vorteil für Museen und Geschäfte mit empfindlichen Waren. Zum Funktionsprinzip siehe Leuchtdiode; Strahlertypen und Dosis erklärt der Ratgeber UV-C-Entkeimung auswählen.
