Leuchtdichte

Die Leuchtdichte beschreibt die Helligkeit, die das Auge auf einer leuchtenden oder beleuchteten Fläche wahrnimmt. Sie wird in Candela pro Quadratmeter (cd/m²) angegeben und ist entscheidend für Blendung und Straßenbeleuchtung.

Die Beleuchtungsstärke misst, wie viel Licht auf eine Fläche fällt; die Leuchtdichte, wie viel davon in Richtung Auge zurückkommt. Deshalb wirkt eine weiße Wand bei gleicher Beleuchtungsstärke viel heller als ein dunkler Boden. Für matte Flächen gilt näherungsweise: Leuchtdichte = Beleuchtungsstärke × Reflexionsgrad ÷ π. Eine weiße Wand mit dem Reflexionsgrad 0,8 erreicht bei 500 lx rund 127 cd/m².

Wo die Leuchtdichte zählt:

  • Straßenbeleuchtung: Für Fahrbahnen legt DIN EN 13201-2 Werte in cd/m² fest, etwa 1,0 cd/m² in Klasse M3 oder 0,5 cd/m² in Klasse M5.
  • Blendung: Kleine Flächen mit sehr hoher Leuchtdichte, etwa offen sichtbare LED-Punkte, blenden. Diffusoren und Mikroprismen senken die Leuchtdichte der Leuchte.
  • Bildschirmarbeit: DIN EN 12464-1 begrenzt die Leuchtdichte von Leuchten, die sich in Monitoren spiegeln können.

Wie unterschiedlich Lux und cd/m² im selben Raum ausfallen, zeigt die Lichtstudie Arztpraxis: 375 Lux am Boden, aber nur 23,9 cd/m² Leuchtdichte.