Insektenfreundliche Beleuchtung
Insektenfreundliche Beleuchtung lockt möglichst wenige nachtaktive Insekten an: warmweißes Licht mit wenig Blauanteil (höchstens 3.000 K), nach unten gerichtet und abgeschirmt, nur so hell und so lange wie nötig.
Viele nachtaktive Insekten orientieren sich am Licht und reagieren besonders auf kurzwelliges, blaues und ultraviolettes Licht. Helle, kaltweiße Leuchten wirken deshalb wie Fallen: Die Tiere umkreisen sie bis zur Erschöpfung oder werden zur leichten Beute.
Die wichtigsten Regeln:
- Lichtfarbe: warmweiß bis 3.000 K, besser noch wärmer; bernsteinfarbenes Licht (Amber) lockt besonders wenige Insekten an.
- Richtung: voll abgeschirmte Leuchten ohne Licht über der Horizontalen; keine Bodenstrahler, die in Bäume oder den Himmel leuchten.
- Bauweise: geschlossene, dichte Gehäuse, in die keine Insekten eindringen, und eine geringe Oberflächentemperatur.
- Betrieb: Bewegungsmelder, Zeitschaltuhr oder Nachtabsenkung statt Dauerlicht.
§ 41a Bundesnaturschutzgesetz sieht vor, dass neue Straßen- und Außenbeleuchtungen Tiere und Pflanzen wild lebender Arten vor nachteiligen Lichtimmissionen schützen. Die Vorschrift greift erst, wenn eine Rechtsverordnung die Einzelheiten festlegt; einige Bundesländer haben bereits eigene Regeln. Für private Gärten sind dieselben Grundsätze sinnvoll.
Den Hintergrund erklären die Einträge Lichtverschmutzung und Blauanteil. Passende Leuchten und Lichtfarben zeigt der Ratgeber Gartenleuchten wählen: Schutzart, Lumen, insektenfreundliches Licht.
