Sportstättenbeleuchtung: Beispielberechnungen, Seite 7

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Fußballstadion mit 1.200 Lux: 72 LED-Flutlichtstrahler à 1.001 W

Lichtstudie · Fußballstadion

Eine mit DIALux überprüfte Lichtplanung. Unten lesen Sie für jede Stelle des Spielfelds ab, wie viel Licht dort ankommt – und vor allem, warum.

Visualisierung der berechneten Beleuchtung des Fußballstadions
Visualisierung der Beleuchtung aus der Berechnung – je heller die Fläche, desto mehr Licht fällt darauf.

✓ Ziel erreicht: Die mittlere Beleuchtungsstärke liegt bei 1.216 lx bei einer Gleichmäßigkeit von 0,83 – das Licht ist auf der ganzen Fläche ausgeglichen, ohne dunkle Stellen.

Zielwert1.200 lxPlanungsziel
Erreicht (Ø)1.216 lxMittelwert auf der Fläche
Gleichmäßigkeit0,83U0 = Emin / Ø (0–1)
Min. / Max.1.008 / 1.313 lxSpanne auf der Fläche
Leuchten72×LED-Flutlicht à 1.001 W
Anschlussleistung72.072 Wgesamte Anlage
Lichtstrom12.366.504 lmgesamte Anlage
Lichtausbeute172 lm/WLicht pro Watt
Wartungsfaktor0,85Alterung und Verschmutzung
Berechnungsraster19 × 13Fläche 100 × 64 m

Wie viel Licht ist das – und warum gerade so viel?

Die Beleuchtungsstärke wird in Lux (lx) gemessen und gibt an, wie viel Licht auf eine Fläche fällt. Zum Vergleich: Bei bedecktem Himmel sind es draußen etwa 1.000 lx, in einem üblichen Büro 500 lx, in einem Wohnzimmer am Abend kaum 100 lx. Beim Fußball hängt das Niveau vom Anspruch ab: Für normales Training reichen etwa 200 lx, Wettkampfspiele ohne Fernsehübertragung brauchen rund 500 lx und Spiele mit TV-Übertragung bereits 1.000–1.500 lx. Die Anforderungen im Einzelnen legt die DIN EN 12193 fest.

Dieser Entwurf zielt auf 1.200 lx und erreicht rechnerisch 1.216 lx im Mittel über die gesamte Fläche. Entscheidend ist aber nicht nur der Mittelwert: Er kann auch dann stimmen, wenn manche Stellen deutlich heller und andere deutlich dunkler sind – und auf einem solchen Spielfeld lässt es sich schlecht spielen. Deshalb achten wir genauso auf die Gleichmäßigkeit (damit überall gleich gut zu sehen ist) und auf die Blendung (damit das Licht nicht in die Augen sticht). Alle drei Größen lösen wir gemeinsam schon in der Planung.

Lesen Sie die Beleuchtung an jeder Stelle ab

Das haben die wenigsten schon einmal gesehen: einen Grundriss der Fläche, auf dem jede Linie (Isolinie) Punkte gleicher Beleuchtungsstärke verbindet; die Zahlen daran sind Werte in Lux – genau wie Höhenlinien auf einer Wanderkarte. Wählen Sie eine beliebige Stelle auf dem Spielfeld und lesen Sie ab, wie viel Licht dort laut Berechnung ankommt. Je weiter die Linien auseinanderliegen und je ausgeglichener die Werte, desto gleichmäßiger ist die Beleuchtung.

Isolinien der berechneten Beleuchtungsstärke in Lux im Fußballstadion

Wo die Leuchten stehen – und warum

Der Grundriss zeigt die Anordnung der einzelnen Leuchten über der Fläche. Anordnung und vor allem Ausrichtung entscheiden über alles Wesentliche: über die Gleichmäßigkeit, darüber, wie viel Licht neben die Fläche fällt und verloren geht, und über die Blendung. Deshalb werden Position und Neigung der Leuchten in der Berechnung so lange optimiert, bis das Ergebnis stimmt. In diesem Entwurf sind die Strahler an vier Masten in den Ecken des Stadions montiert.

Grundriss mit der Anordnung der Flutlichtstrahler an den vier Eckmasten

So sieht der Entwurf räumlich aus

Das 3D-Modell vermittelt, wie die Leuchten angeordnet sind und wie die gesamte Anlage aussieht. Es entspricht den tatsächlichen Abmessungen des Spielfelds und der realen Position der Leuchten aus der Berechnung.

3D-Visualisierung der Stadionbeleuchtung

Die Lichtstärkeverteilung – wie die Leuchte ihr Licht „wirft“

Dieses Polardiagramm ist der Fingerabdruck der Leuchte. Es zeigt, in welche Winkel und wie stark sie ihr Licht abgibt – je weiter die Kurve vom Mittelpunkt entfernt ist, desto mehr Licht geht in diese Richtung. Genau die Form entscheidet, ob das Licht gezielt auf die Fläche fällt oder unnötig in die Umgebung und den Spielern in die Augen streut.

Deshalb geht es nicht nur um Watt: Zwei Leuchten mit gleicher Leistung können ein völlig anderes Ergebnis liefern, je nachdem, wie sie das Licht verteilen. Gezieltere Optik bedeutet gleiche Beleuchtungsstärke mit weniger Leistung – also eine niedrigere Stromrechnung. Die Kurve stammt aus der realen Messung der Leuchte, mit der gerechnet wurde.

Lichtstärkeverteilungskurve des LED-Flutlichtstrahlers

Blendung – damit das Licht nicht in die Augen sticht

Beim Sport ist Blendung entscheidend: Wer den Ball in der Luft verfolgt, blickt oft direkt in die Leuchten. Beschrieben wird die Blendung mit dem Kennwert GR (Glare Rating) – je niedriger die Zahl, desto besser. In diesem Entwurf liegt der Höchstwert bei GR 40 – ein niedriger Wert, die Blendung für die Spieler bleibt gering.

Geringe Blendung ist kein Zufall: Sie entsteht durch die richtige Wahl der Optik, der Lichtpunkthöhe und der Neigung der Leuchten. Deshalb zielen die Strahler auf die Spielfläche und nicht in die Umgebung, und das Licht ist so scharf begrenzt, dass es weder Spieler noch Zuschauer stört.

Die eingesetzte Leuchte

Die Berechnung arbeitet nicht mit „irgendeinem“ Licht, sondern mit einer konkreten Leuchte und ihren real gemessenen Daten: 72 LED-Flutlichtstrahler mit je 171.757 lm bei 1.001 W. Die gesamte Anlage liefert 12.366.504 lm und nimmt 72.072 W auf.

Die Lichtausbeute von 172 lm/W gibt an, wie viel Licht die Leuchte pro Watt liefert – und schlägt sich direkt in der Stromrechnung nieder. Bei guten LED-Leuchten ist sie heute hoch, und das ist der wichtigste Grund, warum sich der Umstieg auf LED lohnt. Passende Strahler finden Sie unter LED-Beleuchtung für Stadien.

Dasselbe noch einmal in Graustufen

Die berechnete Fläche noch einmal als Graustufenplan – ohne Farben, nur mit den berechneten Werten. Im Druck und für einen schnellen Zahlenvergleich liest sich das manchmal besser als eine farbige Darstellung.

Graustufenplan mit den berechneten Beleuchtungswerten

Was die einzelnen Größen bedeuten

Beleuchtungsstärke (Lux)
Wie viel Licht auf die Fläche fällt. Die Grundzahl, die sagt, wie gut man hier sieht.
Gleichmäßigkeit (U0)
Verhältnis von niedrigstem zu mittlerem Wert – wie ausgeglichen das Licht auf der Fläche ist. Je näher an 1, desto besser; 0,83 bedeutet, dass es nirgends ausgeprägte dunkle Stellen gibt.
Blendung (GR)
Wie stark das Licht beim Blick in Richtung der Leuchten blendet. Niedriger ist besser; wir planen so, dass sie möglichst gering bleibt.
Lichtausbeute (lm/W)
Wie viel Licht die Leuchte pro Watt abgibt. Ein höherer Wert bedeutet einen sparsameren Betrieb.
Wartungsfaktor
Berücksichtigt, dass Leuchten mit der Zeit etwas Leistung verlieren und verschmutzen. Dadurch gelten die Werte auch nach Jahren, nicht nur für neue Leuchten.

So entsteht eine solche Berechnung

Das ist keine Schätzung nach Augenmaß. Den realen Ort – Abmessungen, Masthöhen, aber auch die Reflexionsgrade der Flächen – übertragen wir in das Berechnungsprogramm DIALux und platzieren die Leuchten im Modell genau dort, wo sie montiert werden sollen. Das Programm berechnet anschließend anhand der real gemessenen fotometrischen Daten jeder Leuchte, wie viel Licht an jedem einzelnen Punkt des Messrasters ankommt.

Das Ergebnis vergleichen wir mit dem Zielniveau für die jeweilige Nutzung und optimieren die Anordnung. Die gesamte Berechnung enthält außerdem den Wartungsfaktor – eine Reserve dafür, dass Leuchten mit der Zeit etwas Leistung verlieren und verschmutzen. Die angegebenen Werte gelten deshalb auch nach Jahren im Betrieb, nicht nur am Tag der Installation.

Warum sich eine saubere Lichtplanung lohnt

Gut geplantes Licht ist mehr als „damit man etwas sieht“. Im Stadion entscheidet es darüber, wie gespielt wird: Die Spieler sehen den Ball rechtzeitig, in gleicher Qualität auf der ganzen Fläche und ohne Blendung. Schlechtes Licht dagegen ermüdet die Augen, erhöht das Verletzungsrisiko und verdirbt den Zuschauern auf den Rängen und vor dem Bildschirm das Erlebnis.

Und dann ist da das Geld. Der Umstieg auf sparsame LED-Leuchten mit gezielter Optik senkt den Verbrauch gegenüber alten Entladungslampen meist auf einen Bruchteil, die Leuchten arbeiten jahrelang wartungsarm, und dank der hohen Effizienz amortisiert sich die Investition schnell. Deshalb achten wir in der Planung nicht nur auf die Beleuchtungsstärke, sondern auch auf Leistung, Effizienz und Lebensdauer – damit Sie für Licht bezahlen und nicht für Wärme und Verluste.

Eine Studie wie diese gibt außerdem Sicherheit schon vor dem Kauf: Sie wissen vorab, wie viele Leuchten Sie brauchen, wo sie hinkommen und welche Beleuchtungsstärke und welcher Verbrauch sich ergeben – und Sie kaufen nicht mehr als nötig. Ändert sich etwas (andere Masthöhe, anderer Lux-Wert, anderes Budget), rechnen wir neu und zeigen Varianten. Diese Studie haben wir als Beispiel erstellt; Ihre erstellen wir maßgeschneidert und kostenlos.

Häufige Fragen

Wie viele Leuchten brauche ich?
Genau so viele, wie die Berechnung für Ihre Fläche, Masthöhe und Zielbeleuchtungsstärke ergibt – nicht mehr und nicht weniger. In diesem Entwurf waren es 72 Leuchten. Für Ihr Stadion rechnen wir es individuell.
Passt das in mein Budget?
Meistens ja – und oft günstiger als erwartet. Sparsame LED-Leuchten haben einen niedrigen Verbrauch und eine lange Lebensdauer, die Investition kommt über die Stromrechnung zurück. Gern rechnen wir auch eine Variante nach Ihrem Budget.
Wie lange dauert die Planung?
In der Regel erhalten Sie Lichtberechnung und Angebot innerhalb von 24 Stunden (werktags), nachdem uns Maße und Anforderungen vorliegen. Die Planung ist kostenlos und unverbindlich – und eine Grundlage, mit der Sie weiterarbeiten können.

Wie wir Beleuchtung planen

Wir planen nach Ihren Prioritäten – niedrigste Betriebskosten, höchste Lichtqualität oder schnelle Amortisation. Haben Sie keine Vorgabe, empfehlen wir die wirtschaftlichste Variante: eine ausgewogene Kombination aus Verbrauch, Preis, Lichtqualität und Effizienz. Immer mit dem Ziel, die Blendung so gering und die Gleichmäßigkeit so hoch wie möglich zu halten.

Sie möchten eine Lichtstudie für Ihr Stadion? Senden Sie uns Spielfeldmaße, Masthöhen und den gewünschten Lux-Wert – Sie erhalten kostenlos eine Lichtberechnung und ein Angebot innerhalb von 24 Stunden (werktags).

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Fußballplatz 100 × 64 m mit 75 Lux: 4 Masten à 18 m

Lichtstudie · Fußballplatz

Eine mit DIALux überprüfte Lichtplanung. Unten lesen Sie für jede Stelle des Spielfelds ab, wie viel Licht dort ankommt – und vor allem, warum.

✓ Ziel erreicht: Die mittlere Beleuchtungsstärke liegt bei 95 lx bei einer Gleichmäßigkeit von 0,63 – das Licht ist auf der ganzen Fläche ausgeglichen, ohne dunkle Stellen.

Zielwert75 lxPlanungsziel
Erreicht (Ø)95 lxMittelwert auf der Fläche
Gleichmäßigkeit0,63U0 = Emin / Ø (0–1)
Min. / Max.60 / 122 lxSpanne auf der Fläche
Wartungsfaktor0,80Alterung und Verschmutzung
Berechnungsraster19 × 13Fläche 100 × 64 m

Wie viel Licht ist das – und warum gerade so viel?

Die Beleuchtungsstärke wird in Lux (lx) gemessen und gibt an, wie viel Licht auf eine Fläche fällt. Zum Vergleich: Bei bedecktem Himmel sind es draußen etwa 1.000 lx, in einem üblichen Büro 500 lx, in einem Wohnzimmer am Abend kaum 100 lx. Beim Fußball hängt das Niveau vom Anspruch ab: Für normales Training reichen etwa 200 lx, Wettkampfspiele ohne Fernsehübertragung brauchen rund 500 lx und Spiele mit TV-Übertragung bereits 1.000–1.500 lx. Die Anforderungen im Einzelnen legt die DIN EN 12193 fest.

Dieser Entwurf zielt auf 75 lx – eine Grundbeleuchtung für leichtes Training und Freizeitspiel – und erreicht rechnerisch 95 lx im Mittel über die gesamte Fläche. Entscheidend ist aber nicht nur der Mittelwert: Wären es an einer Stelle 800 und an einer anderen 200 lx, stimmt der Mittelwert – spielen kann man trotzdem nicht. Deshalb achten wir genauso auf die Gleichmäßigkeit (damit überall gleich gut zu sehen ist) und auf die Blendung (damit das Licht nicht in die Augen sticht). Alle drei Größen lösen wir gemeinsam schon in der Planung.

Lesen Sie die Beleuchtung an jeder Stelle ab

Das haben die wenigsten schon einmal gesehen: einen Grundriss der Fläche, auf dem jede Linie (Isolinie) Punkte gleicher Beleuchtungsstärke verbindet; die Zahlen daran sind Werte in Lux – genau wie Höhenlinien auf einer Wanderkarte. Wählen Sie eine beliebige Stelle auf dem Spielfeld und lesen Sie ab, wie viel Licht dort laut Berechnung ankommt. Je weiter die Linien auseinanderliegen und je ausgeglichener die Werte, desto gleichmäßiger ist die Beleuchtung.

Isolinien der berechneten Beleuchtungsstärke in Lux auf dem Fußballplatz

Wo die Leuchten stehen – und warum

Der Grundriss zeigt die Anordnung der einzelnen Leuchten über der Fläche. Anordnung und vor allem Ausrichtung entscheiden über alles Wesentliche: über die Gleichmäßigkeit, darüber, wie viel Licht neben die Fläche fällt und verloren geht, und über die Blendung. Deshalb werden Position und Neigung der Leuchten in der Berechnung so lange optimiert, bis das Ergebnis stimmt. In diesem Entwurf sind die Strahler an vier 18 m hohen Masten montiert.

Grundriss mit der Anordnung der Flutlichtstrahler an vier Masten

So sieht der Entwurf räumlich aus

Das 3D-Modell vermittelt, wie die Leuchten angeordnet sind und wie die gesamte Anlage aussieht. Es entspricht den tatsächlichen Abmessungen des Spielfelds und der realen Position der Leuchten aus der Berechnung.

3D-Visualisierung der Fußballplatzbeleuchtung

Die Lichtstärkeverteilung – wie die Leuchte ihr Licht „wirft“

Dieses Polardiagramm ist der Fingerabdruck der Leuchte. Es zeigt, in welche Winkel und wie stark sie ihr Licht abgibt – je weiter die Kurve vom Mittelpunkt entfernt ist, desto mehr Licht geht in diese Richtung. Genau die Form entscheidet, ob das Licht gezielt auf die Fläche fällt oder unnötig in die Umgebung und den Spielern in die Augen streut.

Deshalb geht es nicht nur um Watt: Zwei Leuchten mit gleicher Leistung können ein völlig anderes Ergebnis liefern, je nachdem, wie sie das Licht verteilen. Gezieltere Optik bedeutet gleiche Beleuchtungsstärke mit weniger Leistung – also eine niedrigere Stromrechnung. Die Kurve stammt aus der realen Messung der Leuchte, mit der gerechnet wurde.

Lichtstärkeverteilungskurve des LED-Flutlichtstrahlers

Blendung – damit das Licht nicht in die Augen sticht

Beim Sport ist Blendung entscheidend: Wer den Ball in der Luft verfolgt, blickt oft direkt in die Leuchten. Beschrieben wird die Blendung mit dem Kennwert GR (Glare Rating) – je niedriger die Zahl, desto besser. In diesem Entwurf liegt der Höchstwert bei GR 43 – ein guter Wert, störende Blendung ist nicht zu erwarten.

Geringe Blendung ist kein Zufall: Sie entsteht durch die richtige Wahl der Optik, der Lichtpunkthöhe und der Neigung der Leuchten. Deshalb zielen die Strahler auf die Spielfläche und nicht in die Umgebung, und das Licht ist so scharf begrenzt, dass es weder Spieler noch Zuschauer stört.

Die eingesetzte Leuchte

Die Berechnung arbeitet nicht mit „irgendeinem“ Licht, sondern mit einer konkreten Leuchte und ihren real gemessenen Daten – hier mit einem LED-Flutlichtstrahler für Sportanlagen, dessen Lichtstärkeverteilung Sie in der Kurve oben sehen. Passende Strahler finden Sie unter LED-Beleuchtung für Trainingsplätze.

Dasselbe noch einmal in Graustufen

Die berechnete Fläche noch einmal als Graustufenplan – ohne Farben, nur mit den berechneten Werten. Im Druck und für einen schnellen Zahlenvergleich liest sich das manchmal besser als eine farbige Darstellung.

Graustufenplan mit den berechneten Beleuchtungswerten

Was die einzelnen Größen bedeuten

Beleuchtungsstärke (Lux)
Wie viel Licht auf die Fläche fällt. Die Grundzahl, die sagt, wie gut man hier sieht.
Gleichmäßigkeit (U0)
Verhältnis von niedrigstem zu mittlerem Wert – wie ausgeglichen das Licht auf der Fläche ist. Je näher an 1, desto besser; 0,63 bedeutet, dass es nirgends ausgeprägte dunkle Stellen gibt.
Blendung (GR)
Wie stark das Licht beim Blick in Richtung der Leuchten blendet. Niedriger ist besser; wir planen so, dass sie möglichst gering bleibt.
Lichtausbeute (lm/W)
Wie viel Licht die Leuchte pro Watt abgibt. Ein höherer Wert bedeutet einen sparsameren Betrieb.
Wartungsfaktor
Berücksichtigt, dass Leuchten mit der Zeit etwas Leistung verlieren und verschmutzen. Dadurch gelten die Werte auch nach Jahren, nicht nur für neue Leuchten.

So entsteht eine solche Berechnung

Das ist keine Schätzung nach Augenmaß. Den realen Ort – Abmessungen, Masthöhen, aber auch die Reflexionsgrade der Flächen – übertragen wir in das Berechnungsprogramm DIALux und platzieren die Leuchten im Modell genau dort, wo sie montiert werden sollen. Das Programm berechnet anschließend anhand der real gemessenen fotometrischen Daten jeder Leuchte, wie viel Licht an jedem einzelnen Punkt des Messrasters ankommt.

Das Ergebnis vergleichen wir mit dem Zielniveau für die jeweilige Nutzung und optimieren die Anordnung. Die gesamte Berechnung enthält außerdem den Wartungsfaktor – eine Reserve dafür, dass Leuchten mit der Zeit etwas Leistung verlieren und verschmutzen. Die angegebenen Werte gelten deshalb auch nach Jahren im Betrieb, nicht nur am Tag der Installation.

Warum sich eine saubere Lichtplanung lohnt

Gut geplantes Licht ist mehr als „damit man etwas sieht“. Auf dem Fußballplatz entscheidet es darüber, wie gespielt wird: Die Spieler sehen den Ball rechtzeitig, in gleicher Qualität auf der ganzen Fläche und ohne Blendung. Schlechtes Licht dagegen ermüdet die Augen, erhöht das Verletzungsrisiko und verdirbt Zuschauern das Erlebnis.

Und dann ist da das Geld. Der Umstieg auf sparsame LED-Leuchten mit gezielter Optik senkt den Verbrauch gegenüber alten Entladungslampen meist auf einen Bruchteil, die Leuchten arbeiten jahrelang wartungsarm, und dank der hohen Effizienz amortisiert sich die Investition schnell. Deshalb achten wir in der Planung nicht nur auf die Beleuchtungsstärke, sondern auch auf Leistung, Effizienz und Lebensdauer – damit Sie für Licht bezahlen und nicht für Wärme und Verluste.

Eine Studie wie diese gibt außerdem Sicherheit schon vor dem Kauf: Sie wissen vorab, wie viele Leuchten Sie brauchen, wo sie hinkommen und welche Beleuchtungsstärke und welcher Verbrauch sich ergeben – und Sie kaufen nicht mehr als nötig. Ändert sich etwas (andere Masthöhe, anderer Lux-Wert, anderes Budget), rechnen wir neu und zeigen Varianten. Diese Studie haben wir als Beispiel erstellt; Ihre erstellen wir maßgeschneidert und kostenlos.

Häufige Fragen

Wie viele Leuchten brauche ich?
Genau so viele, wie die Berechnung für Ihre Fläche, Masthöhe und Zielbeleuchtungsstärke ergibt – nicht mehr und nicht weniger. Für Ihren Platz ermitteln wir die genaue Anzahl individuell.
Passt das in mein Budget?
Meistens ja – und oft günstiger als erwartet. Sparsame LED-Leuchten haben einen niedrigen Verbrauch und eine lange Lebensdauer, die Investition kommt über die Stromrechnung zurück. Gern rechnen wir auch eine Variante nach Ihrem Budget.
Wie lange dauert die Planung?
In der Regel erhalten Sie Lichtberechnung und Angebot innerhalb von 24 Stunden (werktags), nachdem uns Maße und Anforderungen vorliegen. Die Planung ist kostenlos und unverbindlich – und eine Grundlage, mit der Sie weiterarbeiten können.

Wie wir Beleuchtung planen

Wir planen nach Ihren Prioritäten – niedrigste Betriebskosten, höchste Lichtqualität oder schnelle Amortisation. Haben Sie keine Vorgabe, empfehlen wir die wirtschaftlichste Variante: eine ausgewogene Kombination aus Verbrauch, Preis, Lichtqualität und Effizienz. Immer mit dem Ziel, die Blendung so gering und die Gleichmäßigkeit so hoch wie möglich zu halten.

Sie möchten eine Lichtstudie für Ihren Fußball- oder Trainingsplatz? Senden Sie uns Platzmaße, Masthöhen und den gewünschten Lux-Wert – Sie erhalten kostenlos eine Lichtberechnung und ein Angebot innerhalb von 24 Stunden (werktags).

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Fußballplatz 100 × 64 m mit 200 Lux: 6 Masten à 15 m

Lichtstudie · Fußballplatz

Eine mit DIALux überprüfte Lichtplanung. Unten lesen Sie für jede Stelle des Spielfelds ab, wie viel Licht dort ankommt – und vor allem, warum.

Falschfarbendarstellung der Beleuchtung des FußballplatzesFarbskala der Beleuchtungsstärke in Lux
Falschfarbendarstellung der Beleuchtungsstärke. Die Farben entsprechen der Skala in Lux (lx) – je wärmer die Farbe, desto mehr Licht.

✓ Ziel erreicht: Die mittlere Beleuchtungsstärke liegt bei 227 lx bei einer Gleichmäßigkeit von 0,67 – das Licht ist auf der ganzen Fläche ausgeglichen, ohne dunkle Stellen.

Zielwert200 lxPlanungsziel
Erreicht (Ø)227 lxMittelwert auf der Fläche
Gleichmäßigkeit0,67U0 = Emin / Ø (0–1)
Min. / Max.153 / 320 lxSpanne auf der Fläche
Leistung je Leuchte1.204,2 WLED-Flutlicht mit Blendschutz
Lichtstrom164.994 lmje Leuchte
Lichtausbeute137 lm/WLicht pro Watt
Berechnungsraster19 × 13Fläche 100 × 64 m

Wie viel Licht ist das – und warum gerade so viel?

Die Beleuchtungsstärke wird in Lux (lx) gemessen und gibt an, wie viel Licht auf eine Fläche fällt. Zum Vergleich: Bei bedecktem Himmel sind es draußen etwa 1.000 lx, in einem üblichen Büro 500 lx, in einem Wohnzimmer am Abend kaum 100 lx. Beim Fußball hängt das Niveau vom Anspruch ab: Für normales Training reichen etwa 200 lx, Wettkampfspiele ohne Fernsehübertragung brauchen rund 500 lx und Spiele mit TV-Übertragung bereits 1.000–1.500 lx. Die Anforderungen im Einzelnen legt die DIN EN 12193 fest.

Dieser Entwurf zielt auf 200 lx und erreicht rechnerisch 227 lx im Mittel über die gesamte Fläche. Entscheidend ist aber nicht nur der Mittelwert: Wären es an einer Stelle 800 und an einer anderen 200 lx, stimmt der Mittelwert – spielen kann man trotzdem nicht. Deshalb achten wir genauso auf die Gleichmäßigkeit (damit überall gleich gut zu sehen ist) und auf die Blendung (damit das Licht nicht in die Augen sticht). Alle drei Größen lösen wir gemeinsam schon in der Planung.

Lesen Sie die Beleuchtung an jeder Stelle ab

Das haben die wenigsten schon einmal gesehen: einen Grundriss der Fläche, auf dem jede Linie (Isolinie) Punkte gleicher Beleuchtungsstärke verbindet; die Zahlen daran sind Werte in Lux – genau wie Höhenlinien auf einer Wanderkarte. Wählen Sie eine beliebige Stelle auf dem Spielfeld und lesen Sie ab, wie viel Licht dort laut Berechnung ankommt. Je weiter die Linien auseinanderliegen und je ausgeglichener die Werte, desto gleichmäßiger ist die Beleuchtung.

Isolinien der berechneten Beleuchtungsstärke in Lux auf dem Fußballplatz

Wo die Leuchten stehen – und warum

Der Grundriss zeigt die Anordnung der einzelnen Leuchten über der Fläche. Anordnung und vor allem Ausrichtung entscheiden über alles Wesentliche: über die Gleichmäßigkeit, darüber, wie viel Licht neben die Fläche fällt und verloren geht, und über die Blendung. Deshalb werden Position und Neigung der Leuchten in der Berechnung so lange optimiert, bis das Ergebnis stimmt. In diesem Entwurf sind die Strahler an sechs 15 m hohen Masten montiert.

Grundriss mit der Anordnung der Flutlichtstrahler an sechs Masten

So sieht der Entwurf räumlich aus

Das 3D-Modell vermittelt, wie die Leuchten angeordnet sind und wie die gesamte Anlage aussieht. Es entspricht den tatsächlichen Abmessungen des Spielfelds und der realen Position der Leuchten aus der Berechnung.

3D-Visualisierung der Fußballplatzbeleuchtung mit sechs Masten

Die Lichtstärkeverteilung – wie die Leuchte ihr Licht „wirft“

Dieses Polardiagramm ist der Fingerabdruck der Leuchte. Es zeigt, in welche Winkel und wie stark sie ihr Licht abgibt – je weiter die Kurve vom Mittelpunkt entfernt ist, desto mehr Licht geht in diese Richtung. Genau die Form entscheidet, ob das Licht gezielt auf die Fläche fällt oder unnötig in die Umgebung und den Spielern in die Augen streut.

Deshalb geht es nicht nur um Watt: Zwei Leuchten mit gleicher Leistung können ein völlig anderes Ergebnis liefern, je nachdem, wie sie das Licht verteilen. Gezieltere Optik bedeutet gleiche Beleuchtungsstärke mit weniger Leistung – also eine niedrigere Stromrechnung. Die Kurve stammt aus der realen Messung der Leuchte, mit der gerechnet wurde.

Lichtstärkeverteilungskurve des LED-Flutlichtstrahlers

Blendung – damit das Licht nicht in die Augen sticht

Beim Sport ist Blendung entscheidend: Wer den Ball in der Luft verfolgt, blickt oft direkt in die Leuchten. Beschrieben wird die Blendung mit dem Kennwert GR (Glare Rating) – je niedriger die Zahl, desto besser. In diesem Entwurf liegt der Höchstwert bei GR 47 – ein guter Wert, störende Blendung ist nicht zu erwarten.

Geringe Blendung ist kein Zufall: Sie entsteht durch die richtige Wahl der Optik, der Lichtpunkthöhe und der Neigung der Leuchten. Deshalb zielen die Strahler auf die Spielfläche und nicht in die Umgebung, und das Licht ist so scharf begrenzt, dass es weder Spieler noch Zuschauer stört.

Die eingesetzte Leuchte

Die Berechnung arbeitet nicht mit „irgendeinem“ Licht, sondern mit einer konkreten Leuchte und ihren real gemessenen Daten: einem LED-Flutlichtstrahler mit Blendschutzblende, der 164.994 lm bei 1.204,2 W liefert.

Die Lichtausbeute von 137 lm/W gibt an, wie viel Licht die Leuchte pro Watt liefert – und schlägt sich direkt in der Stromrechnung nieder. Bei guten LED-Leuchten ist sie heute hoch, und das ist der wichtigste Grund, warum sich der Umstieg auf LED lohnt. Passende Strahler finden Sie unter LED-Beleuchtung für Sportplätze.

Dasselbe noch einmal in Graustufen

Dieselbe Fläche wie in der Falschfarbendarstellung, aber ohne Farben – nur mit den berechneten Werten. Im Druck und für einen schnellen Zahlenvergleich liest sich das manchmal besser.

Graustufenplan mit den berechneten Beleuchtungswerten

Was die einzelnen Größen bedeuten

Beleuchtungsstärke (Lux)
Wie viel Licht auf die Fläche fällt. Die Grundzahl, die sagt, wie gut man hier sieht.
Gleichmäßigkeit (U0)
Verhältnis von niedrigstem zu mittlerem Wert – wie ausgeglichen das Licht auf der Fläche ist. Je näher an 1, desto besser; 0,67 bedeutet, dass es nirgends ausgeprägte dunkle Stellen gibt.
Blendung (GR)
Wie stark das Licht beim Blick in Richtung der Leuchten blendet. Niedriger ist besser; wir planen so, dass sie möglichst gering bleibt.
Lichtausbeute (lm/W)
Wie viel Licht die Leuchte pro Watt abgibt. Ein höherer Wert bedeutet einen sparsameren Betrieb.
Wartungsfaktor
Berücksichtigt, dass Leuchten mit der Zeit etwas Leistung verlieren und verschmutzen. Dadurch gelten die Werte auch nach Jahren, nicht nur für neue Leuchten.

So entsteht eine solche Berechnung

Das ist keine Schätzung nach Augenmaß. Den realen Ort – Abmessungen, Masthöhen, aber auch die Reflexionsgrade der Flächen – übertragen wir in das Berechnungsprogramm DIALux und platzieren die Leuchten im Modell genau dort, wo sie montiert werden sollen. Das Programm berechnet anschließend anhand der real gemessenen fotometrischen Daten jeder Leuchte, wie viel Licht an jedem einzelnen Punkt des Messrasters ankommt.

Das Ergebnis vergleichen wir mit dem Zielniveau für die jeweilige Nutzung und optimieren die Anordnung. Die gesamte Berechnung enthält außerdem den Wartungsfaktor – eine Reserve dafür, dass Leuchten mit der Zeit etwas Leistung verlieren und verschmutzen. Die angegebenen Werte gelten deshalb auch nach Jahren im Betrieb, nicht nur am Tag der Installation.

Warum sich eine saubere Lichtplanung lohnt

Gut geplantes Licht ist mehr als „damit man etwas sieht“. Auf dem Fußballplatz entscheidet es darüber, wie gespielt wird: Die Spieler sehen den Ball rechtzeitig, in gleicher Qualität auf der ganzen Fläche und ohne Blendung. Schlechtes Licht dagegen ermüdet die Augen, erhöht das Verletzungsrisiko und verdirbt Zuschauern das Erlebnis.

Und dann ist da das Geld. Der Umstieg auf sparsame LED-Leuchten mit gezielter Optik senkt den Verbrauch gegenüber alten Entladungslampen meist auf einen Bruchteil, die Leuchten arbeiten jahrelang wartungsarm, und dank der hohen Effizienz amortisiert sich die Investition schnell. Deshalb achten wir in der Planung nicht nur auf die Beleuchtungsstärke, sondern auch auf Leistung, Effizienz und Lebensdauer – damit Sie für Licht bezahlen und nicht für Wärme und Verluste.

Eine Studie wie diese gibt außerdem Sicherheit schon vor dem Kauf: Sie wissen vorab, wie viele Leuchten Sie brauchen, wo sie hinkommen und welche Beleuchtungsstärke und welcher Verbrauch sich ergeben – und Sie kaufen nicht mehr als nötig. Ändert sich etwas (andere Masthöhe, anderer Lux-Wert, anderes Budget), rechnen wir neu und zeigen Varianten. Diese Studie haben wir als Beispiel erstellt; Ihre erstellen wir maßgeschneidert und kostenlos.

Häufige Fragen

Wie viele Leuchten brauche ich?
Genau so viele, wie die Berechnung für Ihre Fläche, Masthöhe und Zielbeleuchtungsstärke ergibt – nicht mehr und nicht weniger. Für Ihren Platz ermitteln wir die genaue Anzahl individuell.
Passt das in mein Budget?
Meistens ja – und oft günstiger als erwartet. Sparsame LED-Leuchten haben einen niedrigen Verbrauch und eine lange Lebensdauer, die Investition kommt über die Stromrechnung zurück. Gern rechnen wir auch eine Variante nach Ihrem Budget.
Wie lange dauert die Planung?
In der Regel erhalten Sie Lichtberechnung und Angebot innerhalb von 24 Stunden (werktags), nachdem uns Maße und Anforderungen vorliegen. Die Planung ist kostenlos und unverbindlich – und eine Grundlage, mit der Sie weiterarbeiten können.

Wie wir Beleuchtung planen

Wir planen nach Ihren Prioritäten – niedrigste Betriebskosten, höchste Lichtqualität oder schnelle Amortisation. Haben Sie keine Vorgabe, empfehlen wir die wirtschaftlichste Variante: eine ausgewogene Kombination aus Verbrauch, Preis, Lichtqualität und Effizienz. Immer mit dem Ziel, die Blendung so gering und die Gleichmäßigkeit so hoch wie möglich zu halten.

Sie möchten eine Lichtstudie für Ihren Fußballplatz? Senden Sie uns Platzmaße, Masthöhen und den gewünschten Lux-Wert – Sie erhalten kostenlos eine Lichtberechnung und ein Angebot innerhalb von 24 Stunden (werktags).

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Fußballplatz 100 × 64 m mit 200 Lux: 4 Eckmasten à 18 m

Lichtstudie · Fußballplatz

Eine mit DIALux überprüfte Lichtplanung. Unten lesen Sie für jede Stelle des Spielfelds ab, wie viel Licht dort ankommt – und vor allem, warum.

Visualisierung der berechneten Beleuchtung des Fußballplatzes
Visualisierung der Beleuchtung aus der Berechnung – je heller die Fläche, desto mehr Licht fällt darauf.

✓ Ziel erreicht: Die mittlere Beleuchtungsstärke liegt bei 202 lx bei einer Gleichmäßigkeit von 0,68 – das Licht ist auf der ganzen Fläche ausgeglichen, ohne dunkle Stellen.

Zielwert200 lxPlanungsziel
Erreicht (Ø)202 lxMittelwert auf der Fläche
Gleichmäßigkeit0,68U0 = Emin / Ø (0–1)
Min. / Max.138 / 271 lxSpanne auf der Fläche
Wartungsfaktor0,80Alterung und Verschmutzung
Berechnungsraster19 × 13Fläche 100 × 64 m

Wie viel Licht ist das – und warum gerade so viel?

Die Beleuchtungsstärke wird in Lux (lx) gemessen und gibt an, wie viel Licht auf eine Fläche fällt. Zum Vergleich: Bei bedecktem Himmel sind es draußen etwa 1.000 lx, in einem üblichen Büro 500 lx, in einem Wohnzimmer am Abend kaum 100 lx. Beim Fußball hängt das Niveau vom Anspruch ab: Für normales Training reichen etwa 200 lx, Wettkampfspiele ohne Fernsehübertragung brauchen rund 500 lx und Spiele mit TV-Übertragung bereits 1.000–1.500 lx. Die Anforderungen im Einzelnen legt die DIN EN 12193 fest.

Dieser Entwurf zielt auf 200 lx und erreicht rechnerisch 202 lx im Mittel über die gesamte Fläche. Entscheidend ist aber nicht nur der Mittelwert: Wären es an einer Stelle 800 und an einer anderen 200 lx, stimmt der Mittelwert – spielen kann man trotzdem nicht. Deshalb achten wir genauso auf die Gleichmäßigkeit (damit überall gleich gut zu sehen ist) und auf die Blendung (damit das Licht nicht in die Augen sticht). Alle drei Größen lösen wir gemeinsam schon in der Planung.

Lesen Sie die Beleuchtung an jeder Stelle ab

Das haben die wenigsten schon einmal gesehen: einen Grundriss der Fläche, auf dem jede Linie (Isolinie) Punkte gleicher Beleuchtungsstärke verbindet; die Zahlen daran sind Werte in Lux – genau wie Höhenlinien auf einer Wanderkarte. Wählen Sie eine beliebige Stelle auf dem Spielfeld und lesen Sie ab, wie viel Licht dort laut Berechnung ankommt. Je weiter die Linien auseinanderliegen und je ausgeglichener die Werte, desto gleichmäßiger ist die Beleuchtung.

Isolinien der berechneten Beleuchtungsstärke in Lux auf dem Fußballplatz

Wo die Leuchten stehen – und warum

Der Grundriss zeigt die Anordnung der einzelnen Leuchten über der Fläche. Anordnung und vor allem Ausrichtung entscheiden über alles Wesentliche: über die Gleichmäßigkeit, darüber, wie viel Licht neben die Fläche fällt und verloren geht, und über die Blendung. Deshalb werden Position und Neigung der Leuchten in der Berechnung so lange optimiert, bis das Ergebnis stimmt. In diesem Entwurf sind die Strahler an vier 18 m hohen Masten in den Ecken des Spielfelds montiert.

Grundriss mit der Anordnung der Flutlichtstrahler an den vier Eckmasten

So sieht der Entwurf räumlich aus

Das 3D-Modell vermittelt, wie die Leuchten angeordnet sind und wie die gesamte Anlage aussieht. Es entspricht den tatsächlichen Abmessungen des Spielfelds und der realen Position der Leuchten aus der Berechnung.

3D-Visualisierung der Fußballplatzbeleuchtung

Die Lichtstärkeverteilung – wie die Leuchte ihr Licht „wirft“

Dieses Polardiagramm ist der Fingerabdruck der Leuchte. Es zeigt, in welche Winkel und wie stark sie ihr Licht abgibt – je weiter die Kurve vom Mittelpunkt entfernt ist, desto mehr Licht geht in diese Richtung. Genau die Form entscheidet, ob das Licht gezielt auf die Fläche fällt oder unnötig in die Umgebung und den Spielern in die Augen streut.

Deshalb geht es nicht nur um Watt: Zwei Leuchten mit gleicher Leistung können ein völlig anderes Ergebnis liefern, je nachdem, wie sie das Licht verteilen. Gezieltere Optik bedeutet gleiche Beleuchtungsstärke mit weniger Leistung – also eine niedrigere Stromrechnung. Die Kurve stammt aus der realen Messung der Leuchte, mit der gerechnet wurde.

Lichtstärkeverteilungskurve des LED-Flutlichtstrahlers

Blendung – damit das Licht nicht in die Augen sticht

Beim Sport ist Blendung entscheidend: Wer den Ball in der Luft verfolgt, blickt oft direkt in die Leuchten. Beschrieben wird die Blendung mit dem Kennwert GR (Glare Rating) – je niedriger die Zahl, desto besser. In diesem Entwurf liegt der Höchstwert bei GR 50 – das ist noch zulässig, aber kein besonders niedriger Wert.

Wie stark eine Anlage blendet, ist kein Zufall: Es hängt von der Wahl der Optik, der Lichtpunkthöhe und der Neigung der Leuchten ab. Deshalb zielen die Strahler auf die Spielfläche und nicht in die Umgebung, und das Licht ist so scharf begrenzt, dass es Spieler und Zuschauer möglichst wenig stört.

Die eingesetzte Leuchte

Die Berechnung arbeitet nicht mit „irgendeinem“ Licht, sondern mit einer konkreten Leuchte und ihren real gemessenen Daten – hier mit einem LED-Flutlichtstrahler für Sportanlagen, dessen Lichtstärkeverteilung Sie in der Kurve oben sehen. Passende Strahler finden Sie unter LED-Beleuchtung für Sportplätze.

Dasselbe noch einmal in Graustufen

Die berechnete Fläche noch einmal als Graustufenplan – ohne Farben, nur mit den berechneten Werten. Im Druck und für einen schnellen Zahlenvergleich liest sich das manchmal besser als eine farbige Darstellung.

Graustufenplan mit den berechneten Beleuchtungswerten

Was die einzelnen Größen bedeuten

Beleuchtungsstärke (Lux)
Wie viel Licht auf die Fläche fällt. Die Grundzahl, die sagt, wie gut man hier sieht.
Gleichmäßigkeit (U0)
Verhältnis von niedrigstem zu mittlerem Wert – wie ausgeglichen das Licht auf der Fläche ist. Je näher an 1, desto besser; 0,68 bedeutet, dass es nirgends ausgeprägte dunkle Stellen gibt.
Blendung (GR)
Wie stark das Licht beim Blick in Richtung der Leuchten blendet. Niedriger ist besser; wir planen so, dass sie möglichst gering bleibt.
Lichtausbeute (lm/W)
Wie viel Licht die Leuchte pro Watt abgibt. Ein höherer Wert bedeutet einen sparsameren Betrieb.
Wartungsfaktor
Berücksichtigt, dass Leuchten mit der Zeit etwas Leistung verlieren und verschmutzen. Dadurch gelten die Werte auch nach Jahren, nicht nur für neue Leuchten.

So entsteht eine solche Berechnung

Das ist keine Schätzung nach Augenmaß. Den realen Ort – Abmessungen, Masthöhen, aber auch die Reflexionsgrade der Flächen – übertragen wir in das Berechnungsprogramm DIALux und platzieren die Leuchten im Modell genau dort, wo sie montiert werden sollen. Das Programm berechnet anschließend anhand der real gemessenen fotometrischen Daten jeder Leuchte, wie viel Licht an jedem einzelnen Punkt des Messrasters ankommt.

Das Ergebnis vergleichen wir mit dem Zielniveau für die jeweilige Nutzung und optimieren die Anordnung. Die gesamte Berechnung enthält außerdem den Wartungsfaktor – eine Reserve dafür, dass Leuchten mit der Zeit etwas Leistung verlieren und verschmutzen. Die angegebenen Werte gelten deshalb auch nach Jahren im Betrieb, nicht nur am Tag der Installation.

Warum sich eine saubere Lichtplanung lohnt

Gut geplantes Licht ist mehr als „damit man etwas sieht“. Auf dem Fußballplatz entscheidet es darüber, wie gespielt wird: Die Spieler sehen den Ball rechtzeitig, in gleicher Qualität auf der ganzen Fläche und ohne Blendung. Schlechtes Licht dagegen ermüdet die Augen, erhöht das Verletzungsrisiko und verdirbt Zuschauern das Erlebnis.

Und dann ist da das Geld. Der Umstieg auf sparsame LED-Leuchten mit gezielter Optik senkt den Verbrauch gegenüber alten Entladungslampen meist auf einen Bruchteil, die Leuchten arbeiten jahrelang wartungsarm, und dank der hohen Effizienz amortisiert sich die Investition schnell. Deshalb achten wir in der Planung nicht nur auf die Beleuchtungsstärke, sondern auch auf Leistung, Effizienz und Lebensdauer – damit Sie für Licht bezahlen und nicht für Wärme und Verluste.

Eine Studie wie diese gibt außerdem Sicherheit schon vor dem Kauf: Sie wissen vorab, wie viele Leuchten Sie brauchen, wo sie hinkommen und welche Beleuchtungsstärke und welcher Verbrauch sich ergeben – und Sie kaufen nicht mehr als nötig. Ändert sich etwas (andere Masthöhe, anderer Lux-Wert, anderes Budget), rechnen wir neu und zeigen Varianten. Diese Studie haben wir als Beispiel erstellt; Ihre erstellen wir maßgeschneidert und kostenlos.

Häufige Fragen

Wie viele Leuchten brauche ich?
Genau so viele, wie die Berechnung für Ihre Fläche, Masthöhe und Zielbeleuchtungsstärke ergibt – nicht mehr und nicht weniger. Für Ihren Platz ermitteln wir die genaue Anzahl individuell.
Passt das in mein Budget?
Meistens ja – und oft günstiger als erwartet. Sparsame LED-Leuchten haben einen niedrigen Verbrauch und eine lange Lebensdauer, die Investition kommt über die Stromrechnung zurück. Gern rechnen wir auch eine Variante nach Ihrem Budget.
Wie lange dauert die Planung?
In der Regel erhalten Sie Lichtberechnung und Angebot innerhalb von 24 Stunden (werktags), nachdem uns Maße und Anforderungen vorliegen. Die Planung ist kostenlos und unverbindlich – und eine Grundlage, mit der Sie weiterarbeiten können.

Wie wir Beleuchtung planen

Wir planen nach Ihren Prioritäten – niedrigste Betriebskosten, höchste Lichtqualität oder schnelle Amortisation. Haben Sie keine Vorgabe, empfehlen wir die wirtschaftlichste Variante: eine ausgewogene Kombination aus Verbrauch, Preis, Lichtqualität und Effizienz. Immer mit dem Ziel, die Blendung so gering und die Gleichmäßigkeit so hoch wie möglich zu halten.

Sie möchten eine Lichtstudie für Ihren Fußballplatz? Senden Sie uns Platzmaße, Masthöhen und den gewünschten Lux-Wert – Sie erhalten kostenlos eine Lichtberechnung und ein Angebot innerhalb von 24 Stunden (werktags).

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Zwei Tennisplätze mit 300 Lux: 8 LED-Flutlichtstrahler à 491,5 W

Lichtstudie · Zwei Tennisplätze

Eine mit DIALux überprüfte Lichtplanung. Unten lesen Sie für jede Stelle der Plätze ab, wie viel Licht dort ankommt – und vor allem, warum.

Falschfarbendarstellung der Beleuchtung von zwei TennisplätzenFarbskala der Beleuchtungsstärke in Lux
Falschfarbendarstellung der Beleuchtungsstärke. Die Farben entsprechen der Skala in Lux (lx) – je wärmer die Farbe, desto mehr Licht.

✓ Ziel erreicht: Die mittlere Beleuchtungsstärke liegt bei 390 lx bei einer Gleichmäßigkeit von 0,72 – das Licht ist auf der ganzen Fläche ausgeglichen, ohne dunkle Stellen.

Zielwert300 lxPlanungsziel
Erreicht (Ø)390 lxMittelwert auf der Fläche
Gleichmäßigkeit0,72U0 = Emin / Ø (0–1)
Min. / Max.281 / 437 lxSpanne auf der Fläche
Leuchten8×LED-Flutlicht à 491,5 W
Anschlussleistung3.932 Wgesamte Anlage
Lichtstrom661.568 lmgesamte Anlage
Lichtausbeute168 lm/WLicht pro Watt
Wartungsfaktor0,85Alterung und Verschmutzung
Berechnungsraster13 × 5Fläche 24 × 11 m

Wie viel Licht ist das – und warum gerade so viel?

Die Beleuchtungsstärke wird in Lux (lx) gemessen und gibt an, wie viel Licht auf eine Fläche fällt. Zum Vergleich: Bei bedecktem Himmel sind es draußen etwa 1.000 lx, in einem üblichen Büro 500 lx, in einem Wohnzimmer am Abend kaum 100 lx. Für Tennis im Freien nennt die DIN EN 12193 je nach Klasse 200 lx (Training, Schul- und Freizeitsport), 300 lx (regionaler Wettkampf) und 500 lx (Wettkampf auf hohem Niveau); in Tennishallen liegen die Werte höher.

Dieser Entwurf zielt auf 300 lx und erreicht rechnerisch 390 lx im Mittel über die gesamte Fläche. Entscheidend ist aber nicht nur der Mittelwert: Wären es an einer Stelle 800 und an einer anderen 200 lx, stimmt der Mittelwert – spielen kann man trotzdem nicht. Deshalb achten wir genauso auf die Gleichmäßigkeit (damit überall gleich gut zu sehen ist) und auf die Blendung (damit das Licht nicht in die Augen sticht). Alle drei Größen lösen wir gemeinsam schon in der Planung.

Lesen Sie die Beleuchtung an jeder Stelle ab

Das haben die wenigsten schon einmal gesehen: einen Grundriss der Fläche, auf dem jede Linie (Isolinie) Punkte gleicher Beleuchtungsstärke verbindet; die Zahlen daran sind Werte in Lux – genau wie Höhenlinien auf einer Wanderkarte. Wählen Sie eine beliebige Stelle auf den Plätzen und lesen Sie ab, wie viel Licht dort laut Berechnung ankommt. Je weiter die Linien auseinanderliegen und je ausgeglichener die Werte, desto gleichmäßiger ist die Beleuchtung.

Isolinien der berechneten Beleuchtungsstärke in Lux auf den Tennisplätzen

So sieht der Entwurf räumlich aus

Das 3D-Modell vermittelt, wie die Leuchten angeordnet sind und wie die gesamte Anlage aussieht. Es entspricht den tatsächlichen Abmessungen der Plätze und der realen Position der Leuchten aus der Berechnung.

3D-Visualisierung der Beleuchtung der beiden Tennisplätze

Die Lichtstärkeverteilung – wie die Leuchte ihr Licht „wirft“

Dieses Polardiagramm ist der Fingerabdruck der Leuchte. Es zeigt, in welche Winkel und wie stark sie ihr Licht abgibt – je weiter die Kurve vom Mittelpunkt entfernt ist, desto mehr Licht geht in diese Richtung. Genau die Form entscheidet, ob das Licht gezielt auf die Fläche fällt oder unnötig in die Umgebung und den Spielern in die Augen streut.

Deshalb geht es nicht nur um Watt: Zwei Leuchten mit gleicher Leistung können ein völlig anderes Ergebnis liefern, je nachdem, wie sie das Licht verteilen. Gezieltere Optik bedeutet gleiche Beleuchtungsstärke mit weniger Leistung – also eine niedrigere Stromrechnung. Die Kurve stammt aus der realen Messung der Leuchte, mit der gerechnet wurde.

Lichtstärkeverteilungskurve des LED-Flutlichtstrahlers

Blendung – damit das Licht nicht in die Augen sticht

Beim Sport ist Blendung entscheidend: Wer den Ball in der Luft verfolgt, blickt oft direkt in die Leuchten. Beschrieben wird die Blendung mit dem Kennwert GR (Glare Rating) – je niedriger die Zahl, desto besser. In diesem Entwurf liegt der Höchstwert bei GR 39 – ein niedriger Wert, die Blendung für die Spieler bleibt gering.

Geringe Blendung ist kein Zufall: Sie entsteht durch die richtige Wahl der Optik, der Lichtpunkthöhe und der Neigung der Leuchten. Deshalb zielen die Strahler auf die Spielfläche und nicht in die Umgebung, und das Licht ist so scharf begrenzt, dass es weder Spieler noch Zuschauer stört.

Die eingesetzte Leuchte

Die Berechnung arbeitet nicht mit „irgendeinem“ Licht, sondern mit einer konkreten Leuchte und ihren real gemessenen Daten: 8 LED-Flutlichtstrahler mit je 82.696 lm bei 491,5 W. Die gesamte Anlage liefert 661.568 lm und nimmt 3.932 W auf.

Die Lichtausbeute von 168 lm/W gibt an, wie viel Licht die Leuchte pro Watt liefert – und schlägt sich direkt in der Stromrechnung nieder. Bei guten LED-Leuchten ist sie heute hoch, und das ist der wichtigste Grund, warum sich der Umstieg auf LED lohnt. Passende Strahler finden Sie unter LED-Beleuchtung für Tennisplätze.

Dasselbe noch einmal in Graustufen

Dieselbe Fläche wie in der Falschfarbendarstellung, aber ohne Farben – nur mit den berechneten Werten. Im Druck und für einen schnellen Zahlenvergleich liest sich das manchmal besser.

Graustufenplan mit den berechneten Beleuchtungswerten

Was die einzelnen Größen bedeuten

Beleuchtungsstärke (Lux)
Wie viel Licht auf die Fläche fällt. Die Grundzahl, die sagt, wie gut man hier sieht.
Gleichmäßigkeit (U0)
Verhältnis von niedrigstem zu mittlerem Wert – wie ausgeglichen das Licht auf der Fläche ist. Je näher an 1, desto besser; 0,72 bedeutet, dass es nirgends ausgeprägte dunkle Stellen gibt.
Blendung (GR)
Wie stark das Licht beim Blick in Richtung der Leuchten blendet. Niedriger ist besser; wir planen so, dass sie möglichst gering bleibt.
Lichtausbeute (lm/W)
Wie viel Licht die Leuchte pro Watt abgibt. Ein höherer Wert bedeutet einen sparsameren Betrieb.
Wartungsfaktor
Berücksichtigt, dass Leuchten mit der Zeit etwas Leistung verlieren und verschmutzen. Dadurch gelten die Werte auch nach Jahren, nicht nur für neue Leuchten.

So entsteht eine solche Berechnung

Das ist keine Schätzung nach Augenmaß. Den realen Ort – Abmessungen, Masthöhen, aber auch die Reflexionsgrade der Flächen – übertragen wir in das Berechnungsprogramm DIALux und platzieren die Leuchten im Modell genau dort, wo sie montiert werden sollen. Das Programm berechnet anschließend anhand der real gemessenen fotometrischen Daten jeder Leuchte, wie viel Licht an jedem einzelnen Punkt des Messrasters ankommt.

Das Ergebnis vergleichen wir mit dem Zielniveau für die jeweilige Nutzung und optimieren die Anordnung. Die gesamte Berechnung enthält außerdem den Wartungsfaktor – eine Reserve dafür, dass Leuchten mit der Zeit etwas Leistung verlieren und verschmutzen. Die angegebenen Werte gelten deshalb auch nach Jahren im Betrieb, nicht nur am Tag der Installation.

Warum sich eine saubere Lichtplanung lohnt

Gut geplantes Licht ist mehr als „damit man etwas sieht“. Auf dem Tennisplatz entscheidet es darüber, wie gespielt wird: Die Spieler sehen den Ball rechtzeitig, in gleicher Qualität auf der ganzen Fläche und ohne Blendung. Schlechtes Licht dagegen ermüdet die Augen, erhöht das Verletzungsrisiko und verdirbt Zuschauern das Erlebnis.

Und dann ist da das Geld. Der Umstieg auf sparsame LED-Leuchten mit gezielter Optik senkt den Verbrauch gegenüber alten Entladungslampen meist auf einen Bruchteil, die Leuchten arbeiten jahrelang wartungsarm, und dank der hohen Effizienz amortisiert sich die Investition schnell. Deshalb achten wir in der Planung nicht nur auf die Beleuchtungsstärke, sondern auch auf Leistung, Effizienz und Lebensdauer – damit Sie für Licht bezahlen und nicht für Wärme und Verluste.

Eine Studie wie diese gibt außerdem Sicherheit schon vor dem Kauf: Sie wissen vorab, wie viele Leuchten Sie brauchen, wo sie hinkommen und welche Beleuchtungsstärke und welcher Verbrauch sich ergeben – und Sie kaufen nicht mehr als nötig. Ändert sich etwas (andere Masthöhe, anderer Lux-Wert, anderes Budget), rechnen wir neu und zeigen Varianten. Diese Studie haben wir als Beispiel erstellt; Ihre erstellen wir maßgeschneidert und kostenlos.

Häufige Fragen

Wie viele Leuchten brauche ich?
Genau so viele, wie die Berechnung für Ihre Fläche, Masthöhe und Zielbeleuchtungsstärke ergibt – nicht mehr und nicht weniger. In diesem Entwurf waren es 8 Leuchten. Für Ihre Anlage rechnen wir es individuell.
Passt das in mein Budget?
Meistens ja – und oft günstiger als erwartet. Sparsame LED-Leuchten haben einen niedrigen Verbrauch und eine lange Lebensdauer, die Investition kommt über die Stromrechnung zurück. Gern rechnen wir auch eine Variante nach Ihrem Budget.
Wie lange dauert die Planung?
In der Regel erhalten Sie Lichtberechnung und Angebot innerhalb von 24 Stunden (werktags), nachdem uns Maße und Anforderungen vorliegen. Die Planung ist kostenlos und unverbindlich – und eine Grundlage, mit der Sie weiterarbeiten können.

Wie wir Beleuchtung planen

Wir planen nach Ihren Prioritäten – niedrigste Betriebskosten, höchste Lichtqualität oder schnelle Amortisation. Haben Sie keine Vorgabe, empfehlen wir die wirtschaftlichste Variante: eine ausgewogene Kombination aus Verbrauch, Preis, Lichtqualität und Effizienz. Immer mit dem Ziel, die Blendung so gering und die Gleichmäßigkeit so hoch wie möglich zu halten.

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Fitnessraum mit 359 Lux: 9 LED-Panels und 237 Lux an den Wänden

Lichtstudie · Kraft- und Fitnessraum

DIALux-Berechnung für einen Fitnessraum – und warum dabei auch Decke und Wände zählen. Isolinien, Lichtstärkeverteilung und Zahlen, die Sie anderswo nicht sehen: wie viel Licht die Decke bekommt, auf die Sie von der Hantelbank aus blicken, und die Wand, an der der Spiegel hängt.

Im Fitnessraum schauen Sie die halbe Zeit nach oben. Liegen auf der Bank, Drückübungen, Bankdrücken – der Blick geht an die Decke. Und an den Wänden hängen Spiegel, in denen die Technik kontrolliert wird. Deshalb nennt diese Berechnung nicht nur die Beleuchtungsstärke im Raum, sondern auch die der Decke (116 lx) und der Wände (237 lx). Die meisten Studien zeigen diese Zahlen überhaupt nicht.

Arbeitsebene (Ø)359 lx0,85 m über dem Boden
Gleichmäßigkeit0,695sehr gut
Beleuchtungsstärke Wände237 lxReflexionsgrad 50 %
Beleuchtungsstärke Decke116 lxReflexionsgrad 70 %
Leuchten9×LED-Panel à 45 W
Anschlussleistung405 W9,64 W/m²
Lichtausbeute der Anlage95 lm/WWirkungsgrad der Optik 99 %
Raum42 m²lichte Höhe 4,5 m

Neun Leuchten und eine Insel über 400 Lux

Der Plan zeigt Isolinien – Verbindungslinien zwischen Punkten gleicher Beleuchtungsstärke, jede mit ihrem Wert in Lux. Die roten Quadrate sind die Leuchten.

Isolinien der Beleuchtungsstärke im Fitnessraum mit neun LED-Panels
Isolinien auf der Ebene 0,85 m. In der Raummitte eine Insel über 400 lx, zu den Wänden hin ein Abfall auf etwa 280 lx. Niedrigster Wert 250, höchster 436 lx.

Eine Gleichmäßigkeit von 0,695 ist für einen so kleinen Raum sehr gut. Praktisch heißt das: Sie können das Hantelregal überall aufstellen, ohne in den Schatten zu geraten.

Der Report nennt außerdem eine interessante Angabe: 75,4 % der Fläche liegen unter 400 lx. Das klingt nach einem Mangel, ist aber keiner. Für Fitnessräume und Turnhallen wird üblicherweise ein Wert um 300 Lux angestrebt, und der Mittelwert von 359 lx liegt darüber. Die Angabe beschreibt nur, dass der Raum nicht überbeleuchtet ist.

Die Decke hat 116 Lux. Ist das zu wenig?

Hier kommen wir zum Kern. Während am Boden über 300 Lux ankommen, erhält die Decke nur 116 lx. Der Unterschied ist fast dreifach und völlig normal – die Leuchte strahlt nach unten, nicht nach oben.

Interessanter ist das Maximum an der Decke: 5.011 lx. Das ist nicht die beleuchtete Decke, das ist die Leuchte selbst. Und genau dort entsteht das Problem.

Der Blick von der Hantelbank

Wenn Sie auf der Bank liegen, haben Sie eine dunkle Decke mit 116 Lux im Blickfeld – und darin leuchtende Flächen, die um Größenordnungen heller sind. Das Auge passt sich an den dunkleren Hintergrund an, und die helle Fläche blendet. Gefährlich ist das nicht, aber unangenehm – und in dem Moment, in dem Sie eine Hantel über sich halten, stört es mehr als anderswo.

Die Lösung sind nicht stärkere Leuchten, sondern der umgekehrte Weg:

Helle Decke. Ein Reflexionsgrad von 70 % ist schon gut, aber ein weißer, matter Anstrich statt eines grauen hebt die Helligkeit der Decke und senkt den Kontrast zur Leuchte.

Diffusor statt nackter LEDs. Er verteilt die Leuchtdichte auf eine größere Fläche, sodass kein einzelner Punkt blendet.

Keine Leuchte direkt über der Bank. Die günstigste Maßnahme, die es gibt. Es genügt, das Gerät um einen Meter zu verschieben.

Wände, Spiegel – und warum 237 Lux entscheiden

Die Wände erhalten 237 lx bei einem Reflexionsgrad von 50 %. Eine Zahl, die Sie in einer üblichen Studie nicht finden – und die im Fitnessraum über zwei Dinge entscheidet.

Spiegel. Im Spiegel sehen Sie nicht das Licht – Sie sehen, was vor ihm beleuchtet ist. Bekommen die Wand und der Bereich davor wenig Licht, ist das Spiegelbild dunkel, und die Übungstechnik lässt sich schlecht kontrollieren. 237 Lux an den Wänden sind ein ordentlicher Wert; unter 150 wird der Spiegel zum düsteren Bild.

Raumgefühl. Beleuchtete Wände lassen einen Raum optisch größer und luftiger wirken. Ein Raum mit derselben Beleuchtungsstärke am Boden, aber dunklen Wänden wirkt wie ein Keller. In einem kleinen Raum mit 42 m² merkt man das sofort.

Eine Faustregel zum Mitnehmen

Ein gesundes Verhältnis: Die Wände erhalten etwa die Hälfte bis zwei Drittel des Werts am Boden. Hier sind es 237 zu 309, also rund 77 Prozent – überdurchschnittlich gut. Das liegt am hellen Anstrich und daran, dass die Leuchten nicht nur in der Raummitte zusammengedrängt sind.

Lichtstärkeverteilung: rund wie ein Teller

Das Polardiagramm zeigt, wie viel Licht in welche Richtung geht. Die Mitte ist die Leuchte, unten ist der Boden.

Lichtstärkeverteilungskurve der eingesetzten LED-Leuchte
Lichtstärkeverteilungskurve. Die rote und die blaue Linie decken sich – die Leuchte strahlt symmetrisch in alle Richtungen. Wirkungsgrad der Optik 99 %.

Die rote und die blaue Linie liegen exakt übereinander. Das heißt, die Leuchte ist rotationssymmetrisch – sie strahlt in alle Richtungen gleich. Es ist also egal, wie der Monteur sie dreht, und das ist im Fitnessraum ein Vorteil: Die Geräte werden umgestellt, die Leuchten bleiben.

Der Wirkungsgrad der Optik beträgt 99 %. Fast das gesamte Licht, das die LEDs erzeugen, verlässt die Leuchte. Die Verluste im Diffusor und durch Reflexionen im Gehäuse sind minimal.

Die gesamte Anlage erreicht 95 lm/W. Neun Leuchten à 45 W liefern also 38.276 Lumen – für einen Raum mit 42 Quadratmetern genau richtig.

Verbrauch: 9,6 Watt pro Quadratmeter

Der ganze Raum wird mit 405 W beleuchtet, also mit 9,64 W/m². Bezogen auf das erreichte Niveau sind das 2,68 W/m² pro 100 Lux.

Diese zweite Angabe ist ein ehrlicherer Maßstab als die Wattzahl. Mit ihr lässt sich ein Raum mit 300 Lux mit einer Halle mit 800 Lux vergleichen – sie teilt die Leistung durch das Licht, das Sie dafür bekommen.

Der Wartungsfaktor von 0,67 ist strenger, als es ein kleiner, sauberer Raum erfordern würde. Das bedeutet: Das angegebene Niveau gilt auch nach Jahren noch, wenn sich Abrieb vom Gummiboden und Magnesiastaub auf den Leuchten abgesetzt haben.

Wann Sie das Niveau anheben sollten

Rund 350 Lux sind ein angenehmer Wert für einen klassischen Kraftraum. Es gibt aber Fälle, in denen es sinnvoll ist, darüber zu gehen: eine Functional-Training-Zone mit schnellen Bewegungen und Geräten auf dem Boden, in der man sehen muss, wohin man tritt. Und umgekehrt nach unten: eine Zone für Stretching und Yoga, in der ein hohes Niveau stört und Dimmen besser passt.

4.000 Kelvin: Ein Fitnessraum ist kein Wohnzimmer

Die gewählte Lichtfarbe ist 4.000 K, also Neutralweiß. Für einen Fitnessraum ist das die richtige Wahl, und es lohnt sich zu wissen, warum.

Warmweiß um 2.700 bis 3.000 K wirkt gemütlich und beruhigt. Genau das wollen Sie im Fitnessraum nicht. Ein kühleres Spektrum mit höherem Blauanteil steigert die Wachheit und das subjektive Energiegefühl. Das ist kein Placebo – der Blauanteil unterdrückt Melatonin, und der Körper reagiert mit erhöhter Aufmerksamkeit.

Noch höher zu gehen, auf 5.000 oder 6.000 K, lohnt sich aber nicht mehr. Der Raum wirkt dann wie ein OP-Saal oder ein Lager. Im Fitnessraum betrachten die Menschen ihren eigenen Körper im Spiegel, und zu kühles Licht ist unvorteilhaft: Es betont die Adern, färbt die Haut gräulich, und der ganze Raum wirkt unangenehm steril.

Ein Kompromiss, der funktioniert

4.000 Kelvin sind die Grenze, an der Sie noch die Energie des kühleren Lichts haben, der Raum aber angenehm bleibt. Dient der Raum auch für Yoga am Morgen oder Stretching am Abend, lohnt es sich, zu dimmbaren Leuchten zu greifen – das Niveau sinkt, und subjektiv wirkt das Licht auch wärmer, ohne dass Sie die Lichtfarbe ändern.

Was die einzelnen Zahlen bedeuten

Beleuchtungsstärke von Wänden und Decke
Wie viel Licht auf die senkrechten Flächen und die Decke fällt. Sie entscheidet über das Raumgefühl, über die Spiegel und über die Blendung beim Blick nach oben.
Reflexionsgrad ρ
Anteil des Lichts, den eine Oberfläche zurückwirft. Decke 70 %, Wände 50 %, Boden 20 % sind die Werte, mit denen gerechnet wurde.
Rotationssymmetrische Leuchte
Strahlt in alle Richtungen gleich. Sie lässt sich nicht „verkehrt herum“ montieren, was die Installation vereinfacht.
Spezifische Anschlussleistung (W/m² pro 100 lx)
Leistung bezogen auf das erreichte Licht. Die einzige Zahl, mit der sich unterschiedlich hell beleuchtete Räume fair vergleichen lassen.
Wirkungsgrad der Optik
Wie viel Prozent des von den LED-Chips erzeugten Lichts die Leuchte tatsächlich verlässt. Der Rest geht im Gehäuse verloren.

Was Sie daraus mitnehmen können

Ein Raum mit 42 m² erreicht auf der Arbeitsebene 359 lx bei einer Gleichmäßigkeit von 0,695 und einer Anschlussleistung von 405 W. Die Wände erhalten 237 lx, die Decke 116 lx.

Wenn Sie einen Fitnessraum planen, bleiben Sie nicht bei der Zahl am Boden stehen. Fragen Sie, wie viel Licht Wände und Decke bekommen. Am Boden heben Sie die Hantel. Aber Sie schauen in den Spiegel an der Wand und beim Bankdrücken an die Decke – und genau dort entscheidet sich, ob der Raum großzügig wirkt oder wie ein grell beleuchteter Keller.

Die Leuchten aus diesem Entwurf gehören in die Kategorie LED-Panels. Eine Lichtstudie für Ihr Fitnessstudio erstellen wir kostenlos.

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Hallenbad 24 × 11,6 m: 300 oder 500 Lux, 18 oder 28 Leuchten

Lichtstudie · Hallenbad · zwei Varianten

Zwei DIALux-Berechnungen für dieselbe Halle mit 24,000 × 11,600 m: 18 gegen 28 Leuchten, die Isolinien beider Varianten und der Grund, warum die Mitte der Wasserfläche die dunkelste Stelle im ganzen Gebäude ist.

Für dieses Hallenbad gibt es zwei Berechnungen. Dieselbe Halle, dieselbe Leuchte, derselbe Tag. Ein Entwurf zielt auf 300 lx über der Wasserfläche, der andere auf fünfhundert. Wir können also genau ausrechnen, was die zweihundert Lux mehr kosten.

Die Antwort: zehn Leuchten und 583 Watt. Sechsundfünfzig Prozent mehr. Und die Gleichmäßigkeit – also wie ausgeglichen das Licht auf der Wasserfläche liegt – verbessert sich von 0,63 auf 0,66.

Variante A (Ø Wasserfläche)339 lx18 Leuchten, 1.049,4 W
Variante B (Ø Wasserfläche)540 lx28 Leuchten, 1.632,4 W
Norm fordert300 lxGleichmäßigkeit 0,60
Dunkelster Punkt der Wasserfläche213 lxin Variante B 358 lx
Leuchten über dem Wasser0×alle am Beckenumgang
Schwimmhalle24,000 × 11,600 m278,40 m²
Spezifische Anschlussleistung3,77 → 5,86 W/m²Anstieg um 55 %
Leuchte58,3 W8.128 lm, 139,4 lm/W

Über dem Wasser darf nichts hängen

Leuchtenplan der Schwimmhalle – alle Leuchten am Umfang
Plan der Variante mit 18 Leuchten. Die violetten Linien sind Linearleuchten, die Zahlen ihre Nummerierung. 12 liegen entlang der beiden Längswände, 6 entlang der Stirnwände. In der Mitte, also über dem Wasser, keine einzige.

Dieses Bild erklärt fast alles, was in den Tabellen keinen Sinn zu ergeben scheint. Die Leuchten säumen die Halle am Umfang, über dem Beckenumgang. Die Wasserfläche liegt in der Mitte und hat nichts über sich.

Warum man das so macht

Wartung. Eine Leuchte über tiefem Wasser lässt sich weder von einer Arbeitsbühne noch von einer Stehleiter aus tauschen. Entweder wird auf dem Boden des abgelassenen Beckens ein Gerüst aufgestellt, oder man beauftragt einen Industriekletterer. Beides bedeutet, dass das Bad außer Betrieb ist. Eine Leuchte über den Fliesen ist in einer halben Stunde getauscht.

Spiegelung auf der Wasserfläche. Die Wasseroberfläche ist ein Spiegel. Eine Leuchte direkt darüber spiegelt sich darin, und dieses Spiegelbild gerät Rückenschwimmern ebenso ins Blickfeld wie dem Rettungsschwimmer, der den Beckenboden absucht. Eine Leuchte an der Wand spiegelt sich unter einem flachen Winkel, also vom Betrachter weg.

Feuchtigkeit. Über der Wasserfläche steigt warme, feuchte, chlorhaltige Luft auf. Über dem Beckenumgang ist die Luft kühler und weniger aggressiv.

Die Entscheidung ist also richtig. Sie hat aber eine Folge, die man bezahlen muss – und die auf dem nächsten Bild zu sehen ist.

Die Beckenmitte ist die dunkelste Stelle der Halle

Isolinien und Werteraster auf der Wasserfläche, Variante 300 lx
Variante A. Die blauen Zahlen sind berechnete Beleuchtungsstärken an den Rasterpunkten, die schwarzen Linien Isolinien mit den Werten 250, 300, 350, 400 und 450 lx. Die gelben Rechtecke grenzen die Wasserfläche (ET1) und den Beckenumgang (ES1) ab. Die eingekreiste 213 in der Mitte ist das Minimum.

Die Isolinien verlaufen vom Rand zur Mitte wie Höhenlinien in ein Tal: 450, 400, 350, 300, 250 – und am Grund 213 lx. Der Mittelwert über die ganze Wasserfläche liegt bei 339 lx, die Norm ist also erfüllt. Aber die Senke in der Mitte ist kein Fehler. Sie ist Geometrie.

Die Beleuchtungsstärke einer punktförmigen Lichtquelle nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab. Von der nächsten Leuchtenreihe bis zur Beckenmitte sind es waagerecht knapp sechs Meter, während der Beckenrand diese Reihe praktisch direkt über sich hat. Zur Mitte fällt das Licht außerdem sehr schräg ein, was es zusätzlich verteilt.

Deshalb ergibt sich für die Wasserfläche eine Gleichmäßigkeit von 0,63 – und das ist der einzige Parameter im ganzen Protokoll, der sich seinem Grenzwert (0,60) nähert. Alles andere hat meilenweit Reserve.

Der Beckenumgang ist heller als das Wasser

Lesen Sie die Ergebnistabelle aufmerksam, und Sie finden darin etwas, das der Intuition widerspricht. Die Wasserfläche – im Protokoll „Bereich der Sehaufgabe“ genannt – hat 339 lx. Der Beckenumgang darum herum, also der „Umgebungsbereich“, hat 389 lx. Mehr.

Dabei fordert die Norm für den Beckenumgang nur 200 lx, also hundert weniger als für die Wasserfläche. Der Entwurf liefert ihm fast das Doppelte, ohne dass jemand danach gefragt hätte.

Das ist der unvermeidliche Preis für die Anordnung am Umfang. Damit das Licht bis in die Beckenmitte reicht, muss es an der Quelle sehr stark sein. Wer unter der Leuchte steht, bekommt die volle Stärke ab – der Schwimmer in der Mitte erhält dasselbe Licht erst nach dem Verlust über die Entfernung.

Und eine gute Nachricht

Die Gleichmäßigkeit des Beckenumgangs beträgt 0,89. Das ist ein außergewöhnlich hoher Wert, den man in einem gewöhnlichen Raum nicht antrifft. Der Umgang liegt direkt unter der durchgehenden Leuchtenlinie, sodass es dort kaum Einbrüche gibt. Gerade auf dem Umgang läuft man barfuß und mit nassen Füßen – und dort bedeutet ausgeglichenes Licht, dass man sieht, wohin man tritt.

Was zehn zusätzliche Leuchten bringen

Isolinien und Werteraster auf der Wasserfläche, Variante 500 lx
Variante B. Dieselbe Halle, dieselbe Leuchte, aber 28 Stück. Die Isolinien tragen jetzt die Werte 400, 500, 550, 600 und 650 lx. Das Minimum in der Mitte ist auf 358 lx gestiegen.
Größe Variante A Variante B Differenz
Anzahl der Leuchten 18 28 + 56 %
Anschlussleistung der Anlage 1.049,4 W 1.632,4 W + 56 %
Lichtstrom 146.304 lm 227.584 lm + 56 %
Spezifische Anschlussleistung 3,77 W/m² 5,86 W/m² + 55 %
Ē Wasserfläche 339 lx 540 lx + 59 %
U0 Wasserfläche 0,63 0,66 + 0,03
Ē Beckenumgang 389 lx 601 lx + 55 %
U0 Beckenumgang 0,89 0,79 − 0,10
Ē Hintergrund 284 lx 388 lx + 37 %
Verbrauch pro Jahr 3.116,50–4.250,80 kWh 4.847,88–6.612,35 kWh ca. + 2.000 kWh

Die Form der Karte hat sich nicht verändert

Vergleichen Sie beide Bilder. Es ist dieselbe Figur: geschlossene Schleifen in der Mitte, zu den Rändern steigende Werte, eine Senke in der Mitte. Nur stehen an den Isolinien andere Zahlen.

Das ist der eigentliche Sinn dieses Vergleichs. Wenn Sie Leuchten an denselben Positionen hinzufügen, heben Sie das Niveau, ändern aber nicht das Relief. Die Gleichmäßigkeit der Wasserfläche verschiebt sich von 0,63 auf 0,66 – um drei Hundertstel.

Und ein Parameter hat sich sogar verschlechtert

Die Gleichmäßigkeit des Beckenumgangs ist von 0,89 auf 0,79 gesunken. Das Protokoll nennt keinen Grund. Aus dem Plan ist aber ersichtlich, dass die zusätzlichen Leuchten die Leuchtenlinie am Umfang nicht gleichmäßig verdichtet haben – und eine Gleichmäßigkeit von 0,89 verliert man leichter, als man sie gewinnt. Der Umgang bleibt trotzdem doppelt so hell, wie die Norm verlangt.

Sie bezahlen also 10 Leuchten mehr und bekommen ein helleres Becken und eine etwas schlechtere Beleuchtung der Fläche, auf der die Menschen tatsächlich gehen.

Energie: Beide Varianten bestehen, aber eine hat weniger Luft nach oben

Das Protokoll berechnet den Jahresverbrauch nach dem Nutzungsprofil „Sporthallen, Gymnastikräume, Schwimmbäder“. Das Ergebnis ist eine Spanne, weil es davon abhängt, wie viele Stunden am Tag das Licht brennt.

Variante A: 3.116,50 bis 4.250,80 kWh pro Jahr. Variante B: 4.847,88 bis 6.612,35 kWh. Der Grenzwert, mit dem das Protokoll arbeitet, liegt bei 9.750 kWh pro Jahr.

Beide Varianten bleiben darunter. Variante A schöpft den Grenzwert zu etwa zwei Fünfteln aus, Variante B zu zwei Dritteln. Der Unterschied zwischen ihnen beträgt rund zweitausend Kilowattstunden pro Jahr – und diese Differenz zahlen Sie jedes Jahr, über die gesamte Lebensdauer der Anlage.

Wo liegt eigentlich die Wahrheit?

Die Norm fordert für das Schwimmbad 300 lx. In beiden Protokollen steht in der Spalte „Soll“ dieselbe Drei mit zwei Nullen. Variante B erfüllt also keine strengere Norm – sie erfüllt einen Wunsch.

Fünfhundert Lux sind dort sinnvoll, wo Wettkämpfe geschwommen und gefilmt werden. Für den Schwimmunterricht, ein Hotelbad oder die Rehabilitation sind dreihundert Lux genau das, was die Norm vorgesehen hat. Die übrigen zweihundert sind Licht, für das man bezahlt und das niemand braucht.

Zahlen, die das Protokoll nebenbei verrät

Der Boden reflektiert 21,4 %

Die Decke hat einen Reflexionsgrad von 70,0 %, die Wände 39,1 %, der Boden nur 21,4 %. Das ist sehr wenig – und es ist richtig so. Den größten Teil des „Bodens“ bildet das Wasser, und das wirkt von oben wie ein dunkles Loch: Das Licht dringt ein, und nur ein Bruchteil kommt zurück.

In einer gewöhnlichen Halle kommt vom Boden ein Viertel bis ein Drittel des Lichts zurück und trägt zur gesamten Beleuchtungsstärke bei. Im Schwimmbad fällt diese Hilfe weg. Deshalb braucht eine Schwimmhalle mehr Leuchten als eine gleich große Turnhalle mit derselben Anforderung.

Die Decke ist geneigt

Die lichte Raumhöhe ist als Spanne angegeben: 4,005–4,613 m. Die Decke steigt also um sechzig Zentimeter an. Die Leuchten hängen trotzdem alle auf derselben Höhe von 3,300 m, an unterschiedlich langen Abhängungen. Würden sie der Decke folgen, hätten sie unterschiedliche Abstände zur Wasserfläche, und die Beleuchtungskarte wäre nicht mehr symmetrisch.

Lichtausbeute 139,4 lm/W

Die eingesetzte wasserdichte Linearleuchte liefert 8.128 lm bei 58,3 W. Das ist ein ordentliches Verhältnis; im Schwimmbad ist aber etwas anderes wichtiger – die Abdichtung. Die Luft über gechlortem Wasser setzt jeder Leuchte zu, die Feuchtigkeit eindringen lässt. Der Wartungsfaktor von 0,80 im Protokoll setzt voraus, dass die Leuchten gereinigt werden; mit Korrosion rechnet er nicht.

Was die einzelnen Zahlen bedeuten

Bereich der Sehaufgabe (ET)
Die Fläche, für die beleuchtet wird – hier die Wasserfläche. Die Norm stellt an sie die höchsten Anforderungen an Beleuchtungsstärke und Gleichmäßigkeit.
Umgebungsbereich (ES)
Der Streifen um den Bereich der Sehaufgabe, hier der Beckenumgang. Er darf dunkler sein; im Schwimmbad ist er dagegen heller, weil die Leuchten direkt über ihm hängen.
Hintergrundbereich (EB)
Der Rest des Raums. Die Anforderung ist eher symbolisch – etwa ein Drittel des Umgebungsbereichs.
Isolinie
Linie, die Punkte gleicher Beleuchtungsstärke verbindet. Eine geschlossene Schleife in der Beckenmitte bedeutet eine Senke, keinen Gipfel.
Quadratisches Abstandsgesetz
Die Beleuchtungsstärke nimmt mit dem Quadrat der Entfernung zur Lichtquelle ab. Doppelte Entfernung bedeutet ein Viertel des Lichts – deshalb ist die Beckenmitte dunkel.
Reflexionsgrad des Wassers
Die Wasserfläche schluckt den größten Teil des auftreffenden Lichts. Die Schwimmhalle bekommt deshalb vom Boden kaum Unterstützung durch Reflexion.
Jahresverbrauch
Wird aus dem Nutzungsprofil berechnet und als Spanne angegeben, weil niemand im Voraus weiß, wie viele Stunden am Tag das Licht brennen wird.

Was Sie daraus mitnehmen können

Halle 24,000 × 11,600 m, 278,40 m², Leuchten in 3,300 m Höhe am gesamten Umfang. Variante A: 18 Stück, 339 lx. Variante B: 28 Stück, 540 lx. Beide erfüllen die Norm.

Drei Dinge folgen aus diesem Vergleich:

Die Gleichmäßigkeit lässt sich mit zusätzlichen Leuchten kaum verbessern. Sechsundfünfzig Prozent mehr Anschlussleistung brachten drei Hundertstel Gleichmäßigkeit. Wer eine ausgeglichenere Wasserfläche will, muss die Anordnung ändern, nicht die Anzahl.

Die dunkelste Stelle des Beckens ist seine Mitte. Das folgt daraus, dass über dem Wasser nichts hängen darf. Fragen Sie deshalb immer nach dem Minimum, nicht nach dem Mittelwert – hier sind es 213 gegenüber 339 lx.

Zweihundert Lux mehr bezahlen Sie jedes Jahr. Es geht nicht nur um zehn Leuchten, sondern um zweitausend Kilowattstunden pro Jahr, solange das Bad in Betrieb ist.

Leuchten ähnlich denen aus diesem Entwurf finden Sie unter LED-Feuchtraumleuchten. Die Lichtberechnung für Ihr Schwimmbad inklusive Variantenvergleich erstellen wir kostenlos.

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Multifunktionsspielfeld: Masthöhe 14 m hebt U0 auf 0,75

Lichtstudie · Multifunktionsspielfeld

Drei DIALux-Berechnungen nach DIN EN 12464-2 für ein Multifunktionsspielfeld. Glare Rating, vertikale Beleuchtungsstärke und der Nachweis, dass die Masthöhe mehr über die Gleichmäßigkeit entscheidet als die Zahl der Leuchten.

Gleiche Strahler, gleiche Anzahl, nur höher am Mast – und der Mittelwert ändert sich so gut wie gar nicht. Die niedrigere Variante liefert auf dem großen Spielfeld 120 lx, die höhere 119. Ein Unterschied von einem Lux.

Alles andere ändert sich. Das Maximum fällt von 235 auf 144 lx, die Gleichmäßigkeit steigt von 0,65 auf 0,75, und die Blendung sinkt von 50 auf 42. Die Masthöhe bringt kein zusätzliches Licht. Sie verteilt es neu.

Niedrigere Masten (Ø)120 lxMaximum 235 lx
Masten 14 m (Ø)119 lxMaximum 144 lx
Differenz im Mittelwert1 lxpraktisch keine
Differenz im Maximum−91 lxum zwei Fünftel niedriger
Gleichmäßigkeit0,65 → 0,75höherer Mast, ausgeglichener
Blendung GR50 → 42Grenzwert ≤ 50
Strahler12×LED-Flutlichtstrahler à 240 W
Berechnungsebene0,100 mvertikal, zehn Zentimeter über dem Boden

Draußen gilt eine andere Norm

In Gebäuden richten wir uns nach der DIN EN 12464-1. Arbeitsplätze im Freien und Sportanlagen haben einen eigenen Teil, die DIN EN 12464-2, und dieser funktioniert in einigen Punkten anders.

Blendung heißt hier GR, nicht UGR

In der Halle wird die Blendung mit dem UGR-Wert beschrieben. Draußen verwendet man GR, also Glare Rating. Das ist eine andere Skala mit anderen Grenzwerten – hier liegt der Grenzwert bei 50. Der Grund: Draußen gibt es weder Decke noch Wände, von denen das Licht zurückgeworfen würde; die Blendung entsteht fast ausschließlich durch den direkten Blick in den Strahler vor dunklem Himmel.

Das Programm berechnet GR für einen Beobachter in 1,700 m Höhe mit einer Blickneigung von −2° und geht dabei den ganzen Horizont in Schritten von 15 Grad ab.

Gemessen wird vertikal, nicht horizontal

Im Büro wird die horizontale Beleuchtungsstärke berechnet – das Licht, das auf den Tisch fällt. Auf dem Sportplatz ist die vertikale Beleuchtungsstärke entscheidend: das Licht, das auf eine senkrechte Fläche in der Höhe fällt, in der der Ball fliegt und der Spieler steht.

Die Berechnungsebene liegt nur 0,100 m über dem Belag. Das ist kein Fehler – die vertikale Beleuchtungsstärke bezieht sich auf eine Ebene senkrecht zum Boden, und sie liegt bewusst so tief, damit auch der Ball am Boden erfasst wird.

Niedrigere Masten: helle Inseln unter den Leuchten

Isolinien der Beleuchtungsstärke auf dem Spielfeld bei niedrigeren Masten mit ausgeprägten Maxima
Großes Spielfeld, zwölf Strahler an niedrigeren Masten. Die blauen Zahlen sind die vertikale Beleuchtungsstärke in Lux, die schwarzen Linien Isolinien. In den Ecken liegen geschlossene Schleifen mit den Werten 200 und 225 – das sind die Stellen direkt unter den Masten, an denen die Werte bis auf 235 lx steigen.

Lesen Sie die Ecken ab: 194, 235, 225, 184 … – und dann den Abfall zur Mitte bis auf 79. In der Mitte des Spielfelds liegt ein zusammenhängendes grünes Feld um achtzig Lux, an den Masten liegen Inseln mit über zweihundert.

Daraus ergibt sich ein Mittelwert von 120 lx. Zwischen der dunkelsten und der hellsten Stelle liegen aber 77,7 zu 235 – fast das Dreifache. Gleichmäßigkeit 0,65, und der zweite Kennwert g2 (Verhältnis von Minimum zu Maximum) beträgt sogar nur 0,33.

Auf dem Spielfeld bedeutet das: Ein Spieler, der vom Rand zur Mitte läuft, kommt aus grellem Licht ins Halbdunkel und wieder zurück. Ein Ball, der gerade über der dunklen Mitte fliegt, ist schlechter zu sehen als unter dem Mast.

Masten mit 14 Metern: eine fast ebene Fläche

Isolinien desselben Spielfelds mit 14 m hohen Masten – ausgeglichenes Feld
Dasselbe Spielfeld, dieselben Strahler, nur an höheren Masten. Die farbige Fläche ist fast durchgehend einheitlich grün. Höchster Wert 144 lx, niedrigster 89,7. Die Inseln aus dem vorigen Bild sind verschwunden.

Hier liegen die Ecken bei 105, 131, 144, 142 … und die Mitte um 110. Keine Zweihunderter, keine geschlossenen Schleifen über 200. Der Abstand zwischen dem dunkelsten und dem hellsten Punkt ist auf 89,7 zu 144 lx geschrumpft.

Die Gleichmäßigkeit springt auf 0,75 und g2 auf 0,62 – rund das Doppelte gegenüber der niedrigeren Variante. Und das alles bei praktisch gleichem Mittelwert von 119 lx und der gleichen Zahl gleicher Leuchten.

Warum das funktioniert

Ein Strahler an einem niedrigen Mast trifft die Fläche in seiner Nähe steil und konzentriert: Das Licht ballt sich auf einem kleinen Bereich direkt darunter, und am gegenüberliegenden Ende kommt nur ein Bruchteil an. Je höher der Mast, desto breiter verteilt sich der Lichtkegel über das Spielfeld.

Es ist dieselbe Physik wie bei einer Straßenlaterne: Eine niedrige Laterne erzeugt unter sich einen hellen Kreis und dazwischen Dunkelheit, eine hohe Laterne beleuchtet den ganzen Abschnitt durchgehend.

Acht stärkere Strahler machen es nicht besser

Es gibt noch eine dritte Variante: statt zwölf Strahlern à 240 W nur acht à 400 W. Sie bietet sich als sparsamere Lösung an – weniger Masten, weniger Kabel.

Variante Strahler Mittelwert Maximum Gleichmäßigkeit GR
zwölf Strahler, niedrigere Masten 12 × 240 W 120 lx 235 lx 0,65 50
zwölf Strahler an 14-m-Masten 12 × 240 W 119 lx 144 lx 0,75 42
acht stärkere Strahler 8 × 400 W 141 lx 315 lx 0,54 50

Die acht stärkeren Strahler liefern den höchsten Mittelwert, 141 lx. Die Gleichmäßigkeit ist aber die schlechteste der drei Varianten, nur 0,54, und das Maximum schießt auf 315 lx. Die Blendung GR liegt genau am Grenzwert: 50.

Weniger Lichtquellen bedeuten größere Abstände, und größere Abstände bedeuten tiefere Einbrüche dazwischen. Mehr Watt von weniger Standorten füllen das Spielfeld nicht – sie machen nur die Inseln heller und lassen Löcher dazwischen.

Beachten Sie auch, dass sich die ungünstigste Blendungsrichtung bei acht Strahlern verschoben hat – von 45° und 225° auf 135° und 315°. Andere Anordnung, andere kritische Stelle, von der aus der Spieler nicht in die Leuchten schauen darf.

99 Messpunkte und Blendungssterne

Berechnungspunkte der Blendung GR auf dem großen Spielfeld – Raster der Beobachterstandorte
Verteilung der Blendungsberechnung. Jeder Kreis mit Augensymbol ist ein Beobachterstandort; an jedem geht das Programm den ganzen Horizont ab und sucht die Richtung mit der stärksten Blendung. Das Raster deckt das gesamte große Spielfeld ab.

Die Blendung wird nicht als eine einzige Zahl für das ganze Spielfeld berechnet. An jedem Punkt dieses Rasters steht ein gedachter Beobachter in 1,700 m Höhe, dreht sich in Schritten von 15 Grad einmal im Kreis, und für jede Richtung wird berechnet, wie stark ihn die Strahler blenden.

Ins Protokoll geht aus all diesen Punkten und Richtungen der schlechteste Wert ein. Bei den niedrigeren Masten sind das 50 – genau am Grenzwert von 50. Null Reserve.

Genau deshalb ist ein höherer Mast mehr als Kosmetik. Ein um einige Meter angehobener Strahler gelangt über die übliche Blickrichtung der Spieler, und sein Beitrag zur Blendung sinkt. Die niedrigere Variante hält den Grenzwert nur knapp ein; wäre der Neigungswinkel der Strahler auch nur ein wenig falsch eingestellt, läge sie darüber.

Was die Berechnung im Freien zusätzlich berücksichtigt

Licht, das am Spielfeld vorbeigeht

In der Halle wird alles Licht in den Raum zurückgeworfen. Draußen geht jedes Lumen verloren, das das Spielfeld verfehlt – entweder in den Nachthimmel oder in die Fenster der Nachbarn. Ein Strahler an einem hohen Mast zielt steiler nach unten, sodass weniger Licht entweicht; ein niedriger Mast leuchtet flacher und schickt einen Teil des Lichtstroms über die Spielfeldgrenze hinaus.

Diese Berechnung beziffert genau diesen Verlust nicht, der Unterschied bei den Maxima deutet ihn aber an. Inseln mit 225 lx an den niedrigen Masten bedeuten, dass sich dort mehr Licht konzentriert, als das Spielfeld braucht – und ein Teil davon fällt auch hinter die Linie.

Störung der Umgebung

Schulsportplätze liegen oft neben Wohnbebauung. Die Norm für die Außenbeleuchtung berücksichtigt deshalb auch, wie viel Licht in die umliegenden Fenster fällt. Ein niedrigerer Mast mit scharf gebündelten Lichtkegeln leuchtet waagerechter und reicht weiter; ein höherer Mast mit steilerem Winkel hält das Licht auf dem Spielfeld.

Dimmen und Nachtruhe

120 lx sind ein Wert für Training und Schulsport. Für die abendliche Freizeitnutzung reicht die Hälfte. Strahler mit Steuerung ermöglichen es, das Spielfeld ab einer bestimmten Uhrzeit zu dimmen – das senkt den Verbrauch und das Licht, das zu den Nachbarn dringt.

Was die einzelnen Zahlen bedeuten

DIN EN 12464-2
Norm für die Beleuchtung von Arbeitsplätzen im Freien und Sportanlagen. Sie unterscheidet sich vom Teil für Innenräume unter anderem darin, wie sie Blendung und Licht außerhalb der Fläche behandelt.
GR (Glare Rating)
Maß für die Blendung im Freien. Eine andere Skala als der UGR in Innenräumen; hier liegt der Grenzwert bei 50. Draußen entsteht die Blendung durch den direkten Blick in den Strahler vor dunklem Himmel.
Vertikale Beleuchtungsstärke
Licht, das auf eine senkrechte Ebene in Höhe von Spieler und Ball fällt. Auf dem Sportplatz entscheidender als die Beleuchtungsstärke auf der waagerechten Fläche.
Gleichmäßigkeit und g2
U0 ist das Verhältnis von Minimum zu Mittelwert, g2 das Verhältnis von Minimum zu Maximum. Ein höherer Mast verbessert beide – das Licht verteilt sich flächiger.
Masthöhe
Je höher die Leuchte, desto breiter verteilt sich ihr Licht und desto gleichmäßiger deckt es die Fläche ab. Der Mittelwert ändert sich nicht, aber die hellen Inseln unter den Masten verschwinden.
Nutzungsprofil
Vorlage mit typischen Anforderungen im Berechnungsprogramm. Das gewählte Profil bestimmt, welches Niveau und welche Gleichmäßigkeit die Berechnung als Ziel ansetzt.

Was Sie daraus mitnehmen können

Ein Multifunktionsspielfeld, drei Berechnungsvarianten. Die beiden Varianten mit zwölf Strahlern liefern praktisch denselben Mittelwert um 120 lx – sie unterscheiden sich darin, wie dieses Licht verteilt ist.

Drei Dinge folgen daraus:

Ein höherer Mast ist die günstigste Verbesserung. Durch das Anheben derselben Strahler fiel das Maximum um zwei Fünftel, die Gleichmäßigkeit stieg von 0,65 auf 0,75, und die Blendung sank von 50 auf 42. Ohne eine einzige Leuchte zu tauschen.

Der Mittelwert allein sagt nichts. Zwei Varianten mit gleichem Mittelwert sind zwei völlig verschiedene Spielfelder. Fragen Sie nach dem Maximum und der Gleichmäßigkeit, nicht nur danach, wie viele Lux herauskommen.

Weniger, aber stärkere Strahler sind keine Ersparnis. Acht Stück à 400 W ergaben die schlechteste Gleichmäßigkeit und das höchste Maximum der drei Varianten.

Strahler wie die aus diesen Berechnungen finden Sie unter LED-Beleuchtung für Sportplätze und LED-Fluter 100–500 W. Die Lichtplanung für Ihren Außensportplatz einschließlich Bewertung von Blendung und Streulicht erstellen wir gern für Sie.

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Fußball-Trainingsplatz 105 × 68 m: 311 Lux an 8 Masten

Lichtstudie · Fußball-Trainingsplatz

DIALux-Berechnung für einen Trainingsplatz mit 105 × 68 m und acht Masten. Isolinien, Graustufen und die Erklärung, warum sich bei Sportanlagen dasselbe Ergebnis als hervorragend und als miserabel verkaufen lässt.

✓ Ziel erreicht: Geplant waren 300 lx, auf dem Spielfeld ergeben sich 311 lx bei einer Gleichmäßigkeit von 0,43.

Diese Berechnung liefert aber noch zwei weitere Werte für die Gleichmäßigkeit – 0,21 und 0,105 –, und alle drei sind richtig. Der Unterschied liegt nur darin, welche Fläche man betrachtet. Genau damit lässt sich ein Angebot für eine Sportplatzbeleuchtung leicht „schönrechnen“ – oder schlechtmachen.

Spielfeld (Ø)311 lxZiel waren 300 lx
Gleichmäßigkeit Spielfeld0,43Min. / Mittelwert, vertikal
Min. / Max.134 / 484 lxauf dem Spielfeld
Strahler38×LED-Flutlichtstrahler
Anschlussleistung30,7 kW8 Masten
Lichtausbeute152,8 lm/W4,69 Mio. lm insgesamt
Spielfeldmaß105 × 68 mFußball-Großfeld
Berechnungsraster21 × 13 PunkteDichte der Kontrollpunkte

Isolinien: acht Lichtinseln

Der Plan zeigt die gesamte Rasenfläche von 118,2 × 77,8 m – also das Spielfeld samt Auslaufzonen hinter den Toren und neben den Seitenlinien. Die Linien sind Isolinien: Sie verbinden Punkte gleicher Beleuchtungsstärke, die Zahlen daran sind Lux-Werte.

Isolinien der Beleuchtungsstärke auf dem Fußball-Trainingsplatz
Isolinien auf der Rasenfläche 118,2 × 77,8 m. Acht geschlossene „Inseln“ um 400–500 lx entsprechen den acht Masten; zu den Rändern des Rasens hin sinken die Werte auf 100 lx.

Die acht geschlossenen Schleifen um 400 und 500 lx sind keine Fehler. Das sind die Stellen direkt unter den Masten. Der Strahler zielt auf die Platzmitte, doch ein Teil des Lichts fällt zwangsläufig auch unter ihn. Zwischen den Inseln hält sich ein zusammenhängendes Niveau um 300 lx – und das ist die Fläche, auf der gespielt wird.

Achten Sie jetzt auf die Ränder. In den Ecken sinkt die Isolinie auf 100 lx. Dort liegt aber nur Rasen zwischen Linie und Zaun. Der Ball fliegt gelegentlich dorthin, doch kein Spieler sprintet dort, und der Schiedsrichter hat dort nichts zu beurteilen.

Ein Platz, drei Gleichmäßigkeiten

Hier liegt der Kern der Sache. Der Bericht berechnet drei verschiedene Flächen, und jede liefert ein anderes Ergebnis:

1) Spielfeld 105 × 68 m

Das genau abgegrenzte Rechteck, auf dem gespielt wird. Ø 311 lx, Minimum 134 lx, Gleichmäßigkeit 0,43. Das ist die Zahl, die in den Vertrag gehört.

2) Spielfeld einschließlich Auslaufzonen

Die Streifen hinter den Linien kommen hinzu. Der Mittelwert sinkt auf 285 lx und die Gleichmäßigkeit auf 0,21 – weil das Minimum irgendwo an der Eckfahne auf 59 lx fällt.

3) Gesamte Rasenfläche 118 × 78 m

Alles, was grün ist. Mittelwert 270 lx, Minimum nur 28 lx am Zaun, Gleichmäßigkeit 0,105.

Sehen Sie, wie leicht sich damit manipulieren lässt? Wer gut dastehen will, nennt die Gleichmäßigkeit des Spielfelds. Wer die Konkurrenz schlechtmachen will, nennt die Gleichmäßigkeit des ganzen Rasens. Beides ist wahr, und beides ist ohne Kontext wertlos. Fragen Sie deshalb immer: „Auf welcher Fläche und in welcher Ebene?“

Graustufen: dasselbe ohne Zahlen

Das zweite Bild zeigt dieselbe Berechnung als Helligkeitskarte – je heller, desto mehr Lux. Die Legende unten ordnet den Grautönen Werte zu.

Beleuchtungsstärke auf dem Fußball-Trainingsplatz in Graustufen
Graustufen. Helle Flecken = unter den Masten (über 500 lx), zusammenhängendes mittleres Grau = Spielfläche um 300 lx, dunkler Saum = Rand des Rasens.

Diese Karte ist für eine einzige Frage nützlich: Ist der Übergang fließend? Zeigte sich zwischen den Inseln ein deutlich dunklerer Streifen, stünden die Masten zu weit auseinander, und ein Spieler, der über den Platz läuft, käme immer wieder aus dem Licht ins Halbdunkel. Das Auge passt sich nur langsam an, und im schnellen Spiel stört das mehr als ein um ein paar Lux niedrigerer Mittelwert.

Hier ist der Übergang fließend. Zwischen den hellen Flecken gibt es nirgends eine scharfe Kante.

Warum auf dem Sportplatz die vertikale Beleuchtungsstärke zählt

Die horizontale Beleuchtungsstärke gibt an, wie viel Licht auf den Rasen fällt. Schön und gut – aber der Spieler schaut nicht auf den Rasen. Er verfolgt den Ball in der Luft und den Gegenspieler. Beides sind vertikale Objekte.

Deshalb wird bei Sportanlagen die vertikale Beleuchtungsstärke bewertet: wie viel Licht auf eine senkrechte Ebene in Spielhöhe fällt. Ein Ball, der zwei Meter über dem Boden fliegt, muss vor dunklem Hintergrund zu sehen sein. Würde nur senkrecht nach unten geleuchtet, würde der Rasen strahlen, und der Ball in der Luft wäre eine dunkle Silhouette.

Das ist auch der Grund, warum die Strahler an den Masten schräg ausgerichtet sind und warum an jedem Mast mehrere mit unterschiedlichem Abstrahlwinkel hängen – ein Teil zielt auf die entfernte Platzhälfte, ein Teil nach unten.

Und die Blendung der Spieler?

Je höher der Mast, desto weiter liegt die Lichtquelle außerhalb der Blickrichtung eines Spielers, der den Ball verfolgt. Niedrige Masten sparen bei der Konstruktion – und blenden. Die Masthöhe ist deshalb kein Detail, sondern ein zentraler Parameter der Planung.

Wie viel Licht braucht ein Fußballplatz eigentlich?

Das hängt davon ab, was darauf stattfindet:

  • Training und Freizeitspiel – typischerweise etwa 200 lx. Es genügt, den Ball und die Mitspieler zu sehen und nicht zu stolpern.
  • Spiel ohne Zuschauer und Kameras – etwa 300 lx. Genau darauf zielt dieser Entwurf. Der Schiedsrichter muss ein Foul beurteilen können, der Spieler einen Pass über zwanzig Meter spielen.
  • Spiel mit Zuschauern – 500 lx und mehr. Der Zuschauer auf der Tribüne ist weiter entfernt und schaut aus einem ungünstigeren Winkel.
  • Fernsehübertragung – 1.000 bis 1.500 lx vertikal, strenge Gleichmäßigkeit und kontrolliertes Flimmern. Eine Zeitlupenkamera deckt Schwankungen auf, die das menschliche Auge nicht wahrnimmt.

Der Unterschied zwischen einem Trainingsplatz und einem fernsehtauglichen Platz liegt nicht darin, dass einer die besseren Leuchten hat. Sondern darin, dass der zweite ein Vielfaches davon hat – und entsprechend kostet.

38 Strahler und 30,7 Kilowatt

An den acht Masten hängen insgesamt 38 Strahler in drei Ausführungen, die sich im Abstrahlwinkel unterscheiden. Ein engeres Lichtbündel schickt das Licht über den ganzen Platz, ein breiteres deckt die nähere Umgebung des Masts ab. Die Kombination aus beidem ergibt das gleichmäßige Niveau, das Sie auf der Karte gesehen haben.

Zusammen nehmen sie 30,7 kW auf und erzeugen 4,69 Mio. Lumen, also 152,8 lm/W. Zum Vergleich: Ein Halogenstrahler der alten Generation lieferte rund 20 lm/W. Für dieselbe Platzbeleuchtung bräuchte er etwa die siebenfache Anschlussleistung.

Bei zwei Trainingseinheiten am Tag und drei Stunden Licht ist der Platz rund 800 Stunden im Jahr beleuchtet. Das sind etwa 25 MWh. Mit Halogenstrahlern wären es über 170 MWh – eine Differenz, bei der sich der Tausch der Leuchten von selbst bezahlt macht.

Störlicht: der häufigste Streit mit den Nachbarn

Sportplätze liegen oft direkt an Wohnbebauung, und das Abendtraining leuchtet den Anwohnern in die Fenster. Das ist keine Kleinigkeit – es ist der häufigste Grund, warum die Beleuchtung einer Sportanlage am Ende bei den Behörden landet.

Der Schlüssel liegt im Abstrahlwinkel und in der Neigung des Strahlers. Ein zu flach ausgerichteter Strahler schickt einen großen Teil des Lichts über den Platz hinaus. Deshalb kombiniert der Entwurf enge und breite Lichtbündel: Die entfernten Teile des Platzes versorgt ein enges Bündel mit geringer Neigung, die nähere Umgebung des Masts ein breites Bündel, das fast senkrecht nach unten zielt. Das Licht endet dann auf dem Rasen, nicht an der Fassade.

Der zweite Punkt ist die Abschirmung. Ein hochwertiger Sportstrahler hat eine Blende, die das Licht oberhalb der Horizontalen abschneidet. Ohne sie leuchten Sie auch in den Nachthimmel – das ist unnötig verschwendeter Strom und in Gemeinden nahe Schutzgebieten auch ein Problem für die Genehmigung.

Der dritte Punkt ist die Betriebsordnung. Die beste Optik hilft nichts, wenn der Platz bis Mitternacht mit voller Leistung leuchtet. Die Masten auf getrennte Stromkreise aufzuteilen und nach dem Training die Hälfte abzuschalten, ist die günstigste Maßnahme, die es gibt.

Was die einzelnen Zahlen bedeuten

Hauptspielfläche (PA)
Das abgegrenzte Spielfeld von 105 × 68 m. Hierher gehören die Werte, die im Vertrag stehen.
Gesamtfläche (TA)
Spielfeld plus Auslaufzonen hinter den Linien. Die Gleichmäßigkeit fällt hier immer schlechter aus.
Vertikale Beleuchtungsstärke
Licht, das auf eine senkrechte Ebene fällt – auf den Ball in der Luft und auf die Spieler. Im Sport wichtiger als die Beleuchtung des Rasens.
Gleichmäßigkeit U0
Emin / Ø. Ohne Angabe von Fläche und Ebene ist diese Zahl wertlos.
Isolinien
Linien, die Punkte gleicher Beleuchtungsstärke verbinden – wie Höhenlinien auf einer Karte.
Graustufen
Karte der Beleuchtungsniveaus in Grautönen. Zeigt schnell, ob der Übergang fließend ist.

Was Sie daraus mitnehmen können

Der Trainingsplatz erreicht das Ziel von 300 lx: Auf dem Spielfeld sind es 311 lx bei einer Gleichmäßigkeit von 0,43. Acht Masten, 38 Strahler, 30,7 kW.

Wenn Sie nur eines mitnehmen, dann dies: Bei einer Sportanlage ist die Gleichmäßigkeit ohne Angabe von Fläche und Ebene bedeutungslos. Schickt Ihnen jemand ein Angebot mit einer einzelnen, alleinstehenden Zahl, fehlt Ihnen die Hälfte der Information. Fragen Sie nach dem Spielfeld, nach der vertikalen Ebene und danach, wo genau das Minimum liegt.

Die Studie für Ihren Platz erstellen wir kostenlos. Passende Strahler finden Sie unter LED-Beleuchtung für Trainingsplätze und LED-Beleuchtung für Sportplätze.

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Turnhalle 25 × 14 m: 7 Leuchtenvarianten im UGR-Vergleich

Lichtstudie · Schulturnhalle · sieben Varianten

Sieben Berechnungen nach DIN EN 12464-1 für dieselbe Halle mit 25 × 14 m: Hallenstrahler, Linearleuchten und staubdichte Feuchtraumleuchten – und eine Blendungsgrenze, die nur eine Bauart einhalten kann.

Eine Turnhalle, sieben Berechnungen, sieben verschiedene Leuchten. Drei Hallenstrahler (High-Bay), zwei Linearleuchten und zwei staubdichte Feuchtraumleuchten. Alle sieben Varianten erreichen die geforderten 300 lx und die geforderte Gleichmäßigkeit.

Bei dreien wurde jedoch noch eine weitere Zahl berechnet – und die fällt glatt durch. Die Blendung UGR liegt bei 30,4 bis 32,6, der Grenzwert ist 22,0. Das ist kein knappes Verfehlen. Das sind zehn Punkte zu viel.

Berechnungen desselben Raums7sieben verschiedene Leuchten
Beleuchtungsstärke erreicht7 von 7Norm fordert 300 lx
Blendung eingehalten0 von 3bei den übrigen vier nicht berechnet
Hallenstrahler: UGR32,6Grenzwert 22,0
Leuchtdichte Hallenstrahler187.000 cd/m²Linearleuchte: 22.400
Turnhalle25,00 × 14,00 m350,0 m², Höhe 6,00 m
Beste Gleichmäßigkeit0,82acht Leuchten à 200 W
Niedrigste Anschlussleistung1.493,7 W4,27 W/m²

Sieben Spalten, ein Raum

Die Turnhalle misst 25,00 × 14,00 m, also 350,0 m², bei einer lichten Höhe von 6,00 m. Die Leuchten hängen in allen sieben Varianten auf derselben Höhe von 5,95 m, also praktisch direkt unter der Decke. Reflexionsgrade: Boden 0,3, Decke 0,7, Wände 0,5.

Als Raumtyp ist 44.26 – Sporthallen, Turnhallen, Schwimmbäder gewählt. Er verlangt 300 lx, eine Gleichmäßigkeit von 0,6, einen Farbwiedergabeindex von 80 und eine Blendung von höchstens UGR 22,0.

Leuchte Stück Anschlussleistung pro m² Beleuchtungsstärke Gleichmäßigkeit UGR
LED-Hallenstrahler 100 W 15× 1.493,7 W 4,27 W/m² 383 lx 0,67 32,6 ✗
LED-Hallenstrahler 150 W 10× 1.506,0 W 4,30 W/m² 382 lx 0,74 31,2 ✗
LED-Hallenstrahler 200 W 8× 1.590,4 W 4,54 W/m² 397 lx 0,82 31,8 ✗
LED-Linearleuchte 120 cm, 52 W 40× 2.032,0 W 5,81 W/m² 352 lx 0,71 nicht berechnet
LED-Linearleuchte 150 cm, 72 W 28× 2.004,8 W 5,73 W/m² 333 lx 0,72 nicht berechnet
LED-Feuchtraumleuchte 120 cm, 40 W 40× 1.588,8 W 4,54 W/m² 311 lx 0,72 nicht berechnet
LED-Feuchtraumleuchte 150 cm, 60 W 28× 1.632,7 W 4,66 W/m² 326 lx 0,74 nicht berechnet

Lesen Sie die letzte Spalte. Wo die Blendung berechnet wurde, steht ein Kreuz. Wo sie vielleicht gut ausgefallen wäre, wurde sie gar nicht berechnet.

Die Beleuchtungsstärke passt bei allen. Siebenmal.

Isolinien der Beleuchtungsstärke in der Turnhalle mit fünfzehn Hallenstrahlern
Variante mit 15 Hallenstrahlern à 100 W im Raster fünf mal drei. Die Kreise sind die Leuchten, die blauen Zahlen berechnete Beleuchtungsstärken über den geforderten 300 lx. Rote Zahlen stehen nur in den vier Ecken der Halle.

Mittelwert 383 lx, Minimum 256, Maximum 464. Gleichmäßigkeit 0,67 bei geforderten 0,6. Anschlussleistung 1.493,7 W, also nur 4,27 W pro Quadratmeter.

Aus Budgetsicht ist das der Sieger: fünfzehn Leuchten statt achtundzwanzig und die niedrigste Anschlussleistung aller sieben Varianten. Wer nach einer Tabelle aus Watt und Lux entscheidet, kauft genau diese Variante.

Und noch eine Falle

Die beste Gleichmäßigkeit aller sieben Varianten hat die mit acht Hallenstrahlern à 200 W: 0,82. Weniger, dafür stärkere Leuchten ergaben ausgeglicheneres Licht als fünfzehn schwächere.

Das wirkt unlogisch, entscheidend ist aber die Geometrie. Acht Leuchten lassen sich im Verhältnis zu den Hallenmaßen in ein regelmäßigeres Raster setzen als fünfzehn. Gleichmäßigkeit hängt nicht von der Zahl der Leuchten ab, sondern vom Verhältnis ihres Abstands zur Montagehöhe.

Blendung: das Bild, das entscheidet

UGR-Sterne in der gesamten Turnhalle – rote Strahlen markieren den überschrittenen Grenzwert
Blendungsberechnung für die Variante mit Hallenstrahlern. An jedem Rasterpunkt steht ein Stern; jeder Strahl ist eine Blickrichtung. Ein roter Strahl bedeutet, dass der Grenzwert UGR 22,0 überschritten ist. Blaue Strahlen gibt es nur wenige, an den Wänden.

Fast die ganze Halle ist rot. Berechnete Werte: niedrigster 30,4, höchster 32,6. Grenzwert 22,0.

UGR ist eine logarithmische Skala. Drei Punkte Unterschied sieht man, zehn Punkte sind der Unterschied zwischen einem angenehmen Büro und dem Blick in einen Scheinwerfer. Und in der Turnhalle spielt man obendrein mit in den Nacken gelegtem Kopf.

Warum es so ausgegangen ist

Die Antwort steht im Datenblatt und lässt sich daraus berechnen. Blendung entsteht weder durch die Anschlussleistung noch durch den gesamten Lichtstrom. Sie entsteht durch die Leuchtdichte der Lichtaustrittsfläche – also dadurch, wie viel Licht aus jedem Quadratzentimeter der Leuchte austritt.

Ein Hallenstrahler mit 100 W gibt 15.000 Lumen über eine runde Lichtaustrittsfläche mit 192 Millimetern Durchmesser ab. Daraus ergibt sich eine Leuchtdichte von rund 187.000 cd/m².

Eine staubdichte Linearleuchte gibt 8.400 lm über eine Fläche von 1.502 × 74 mm ab. Leuchtdichte rund 22.400 cd/m². Achtmal weniger.

Dasselbe Licht, auf eine längere Fläche verteilt, sticht nicht in die Augen. Das ist das ganze Geheimnis der Linearleuchte in der Turnhalle.

Die lineare Variante: mehr Leuchten, weniger Lux, weniger Leuchtdichte

Isolinien der Beleuchtungsstärke in der Turnhalle mit 28 Linearleuchten
Variante mit 28 staubdichten Linearleuchten à 60 W im Raster sieben mal vier. Die schwarzen Rechtecke sind die Leuchten. Rote Zahlen, also Werte unter 300 lx, säumen den gesamten Umfang der Halle.

Mittelwert 326 lx, Minimum 241, Gleichmäßigkeit 0,74. Die Norm ist erfüllt, aber mit deutlich weniger Reserve als bei den Hallenstrahlern.

Der Preis dafür: 28 Leuchten statt fünfzehn und 1.632,7 W statt 1.493,7 W. Pro Quadratmeter sind es 4,66 statt 4,27 W/m².

Noch ein Unterschied, der leicht übersehen wird

Zwei lineare Varianten haben einen Wartungsfaktor von 0,57, alle übrigen 0,66. Die Berechnung setzt bei ihnen einen stärkeren Lichtrückgang zwischen zwei Reinigungen an und zieht ihnen deshalb mehr Licht ab, als es den Katalogwerten entspräche.

Beim Variantenvergleich ist das wesentlich. Hätten alle sieben denselben Wartungsfaktor, lägen die linearen Varianten um rund fünfzehn Prozent höher.

Was in diesen Protokollen fehlt

Jetzt das Entscheidende, und es ist unangenehm. Die Protokolle der vier linearen Varianten enthalten eine einzige durchgeführte Berechnung: die Beleuchtungsstärke. Die Blendung wurde bei ihnen überhaupt nicht berechnet.

Man kann also nicht behaupten, dass sie bestehen würden. Angesichts der Leuchtdichte ihrer Lichtaustrittsfläche ist das sehr wahrscheinlich, aber eine Schätzung ist keine Berechnung und gehört nicht ins Protokoll.

Für einen Kunden, der sieben PDFs auf den Tisch bekommt, ergibt das ein Paradox: Drei Dokumente geben ehrlich zu, dass die Anlage blendet. Vier schweigen zur Blendung – und wirken gerade deshalb sauberer.

Wonach Sie fragen sollten

Wurde der UGR überhaupt berechnet? Auf der Titelseite des Protokolls steht die Liste der durchgeführten Berechnungen. Steht dort nur die Beleuchtungsstärke, fehlt die halbe Bewertung.

Wie hoch ist die Leuchtdichte der Lichtaustrittsfläche? Teilen Sie die maximale Lichtstärke in Candela durch die Fläche, aus der die Leuchte strahlt. Über 100.000 cd/m² hat nichts über dem Kopf eines Menschen zu suchen, der nach oben schaut.

Und für welche Beobachterhöhe? Hier ist sie auf 1.200 mm eingestellt – ein sitzender Mensch. Ein Basketballspieler beim Rebound hat die Augen einen Meter höher und ist näher am Strahler.

Der Hallenstrahler ist keine schlechte Leuchte. Er ist hier nur fehl am Platz.

Der Hallenstrahler ist ein solides Stück Technik. Er erzeugt 150 Lumen pro Watt, verträgt Staub, bündelt das Licht nach unten und tut in einer Halle mit Regalen oder über einer Drehmaschine genau das, was er soll.

Der Unterschied liegt darin, wohin der Mensch schaut, der darunter steht.

Im Lager blicken Sie waagerecht auf ein Regal oder senkrecht nach unten auf eine Palette. Der Strahler hängt über Ihrem Kopf, außerhalb des Blickfelds.

In der Turnhalle verfolgen Sie einen Ball, der vier Meter über dem Boden fliegt, und zwar mit in den Nacken gelegtem Kopf. Die Leuchte ist genau dort, wo Sie hinschauen.

Deshalb setzt die Norm für Sporthallen den Grenzwert UGR 22,0, während sie für Lager nur 25 und für Flure 28 verlangt. Und deshalb sind sieben Berechnungen desselben Raums keine Papierverschwendung, sondern die einzige Möglichkeit, diesen Unterschied vorher zu sehen.

Was die einzelnen Zahlen bedeuten

UGR 22
Blendungsgrenzwert für Sporthallen. Logarithmische Skala: Schon drei Punkte sind ein spürbarer Unterschied, zehn Punkte trennen angenehmes von schmerzhaftem Licht.
Leuchtdichte der Lichtaustrittsfläche
Wie viel Licht aus jedem Stück der Leuchte austritt. Man erhält sie, indem man die Lichtstärke durch die Größe der Lichtaustrittsfläche teilt. Sie entscheidet über die Blendung, nicht die Anschlussleistung.
Hallenstrahler (High-Bay)
Industrieleuchte mit engem Lichtkegel und kleiner Lichtaustrittsfläche. Hervorragend über Regalen und Maschinen, ungeeignet dort, wo Menschen nach oben schauen.
Staubdichte Linearleuchte
Lange Leuchte mit großer Lichtaustrittsfläche und Schutz gegen Wasser und Staub. Sie verteilt denselben Lichtstrom auf eine größere Fläche und blendet deshalb nicht.
Gleichmäßigkeit und Abstand
Entscheidend ist nicht die Zahl der Leuchten, sondern das Verhältnis ihres Abstands zur Montagehöhe. Acht gut verteilte Leuchten übertreffen fünfzehn schlecht verteilte.
Durchgeführte Berechnungen
Die Liste auf der Titelseite des Protokolls. Fehlt dort die Blendung, steht auch ihr Ergebnis nicht im Dokument – und das ist nicht dasselbe wie ein eingehaltener Grenzwert.

Was Sie daraus mitnehmen können

Turnhalle 25,00 × 14,00 m, sieben Entwürfe, siebenmal erreichte Beleuchtungsstärke. Und eine einzige Spalte, die die ganze Entscheidung umkehrt.

Die günstigste Variante ist unbrauchbar. Fünfzehn Hallenstrahler mit zusammen 1.493,7 W ergeben 383 lx und UGR 32,6. In eine Turnhalle mit dem Grenzwert 22,0 lassen sie sich nicht einbauen.

Watt und Lux reichen nicht. Wer Leuchten nach einer Tabelle der Anschlussleistungen auswählt, kauft sich Blendung ein. Die entscheidende Zahl – die Leuchtdichte der Lichtaustrittsfläche – steht in der Regel in keinem Angebot. Berechnen lässt sie sich aber.

Eine fehlende Berechnung ist keine bestandene Berechnung. Prüfen Sie vor der Unterschrift auf der Titelseite, was tatsächlich berechnet wurde.

Leuchten dieser Bauarten finden Sie unter LED-Feuchtraumleuchten und LED-Hallenbeleuchtung, Lösungen speziell für Turnhallen unter LED-Beleuchtung für Sporthallen. Den Variantenvergleich für Ihre Turnhalle erstellen wir kostenlos – einschließlich Blendungsberechnung.

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