Überspannungsschutz
Überspannungsschutz bewahrt Leuchten und Treiber vor sehr kurzen, hohen Spannungsspitzen, wie sie bei Blitzeinschlägen in der Umgebung oder beim Schalten großer Lasten entstehen. Die Festigkeit eines Geräts wird in Kilovolt (kV) angegeben.
Solche Spitzen dauern nur Mikrosekunden, erreichen aber mehrere tausend Volt. Gefährdet sind vor allem Außenleuchten mit langen Zuleitungen, Straßen- und Flutlichtanlagen an Masten sowie Hallen mit großen Maschinen. Ohne ausreichenden Schutz fallen Treiber aus, oft gleich in mehreren Leuchten.
Der Schutz wirkt auf zwei Ebenen:
- Im Gerät: Der Treiber hält Stoßspannungen bis zu einem bestimmten Wert stand. Für Außenleuchten sind 6 kV oder 10 kV üblich; teils sitzt zusätzlich ein Schutzmodul in der Leuchte oder im Lichtmast.
- In der Installation: Überspannungsschutzgeräte der Typen 1, 2 und 3 nach DIN EN 61643-11 leiten Spitzen gestaffelt vom Hausanschluss bis zum Endgerät ab. Für neue Anlagen fordert DIN VDE 0100-443 einen solchen Schutz in vielen Fällen.
Damit die Schutzgeräte ableiten können, ist ein durchgehender Schutzleiter mit guter Erdung wichtig. Achten Sie bei Außen- und Hallenbeleuchtung auf die kV-Angabe im Datenblatt und lassen Sie das Schutzkonzept von einer Elektrofachkraft planen. Mehr zur Installation im Ratgeber LED-Straßenbeleuchtung installieren.
