Tageslichtquotient

Der Tageslichtquotient (D) gibt an, wie viel Prozent der Beleuchtungsstärke im Freien bei bedecktem Himmel an einer Stelle im Innenraum ankommen. Bei 2 % und 10.000 lx draußen sind es drinnen 200 lx – ohne eingeschaltete Leuchte.

Berechnet wird er für einen vollständig bedeckten Himmel. So hängt er nicht von Wetter, Jahreszeit oder Himmelsrichtung ab, sondern nur vom Gebäude: Fenstergröße, Verglasung, Verschattung, Raumtiefe und Reflexionsgrade. Mit dem Abstand zum Fenster fällt er schnell ab, in tiefen Räumen und zwischen Regalen oft auf fast null.

Anforderungen in Deutschland:

  • Nach der ASR A3.4 ist in Arbeitsräumen ausreichend Tageslicht vorhanden, wenn am Arbeitsplatz ein Tageslichtquotient von mehr als 2 % erreicht wird, bei Dachoberlichtern von mehr als 4 %. Alternativ genügt ein Verhältnis von lichtdurchlässiger Fenster- oder Oberlichtfläche zur Raumgrundfläche von mindestens 1 : 10.
  • Für Gebäude allgemein beschreibt DIN EN 17037 Kriterien für die Tageslichtversorgung.

Für die Planung des Kunstlichts ist der Tageslichtquotient wichtig, weil er zeigt, wo sich Leuchten tagsüber dimmen lassen. Fensternahe Leuchtenreihen lassen sich mit einem Tageslichtsensor getrennt regeln und sparen Energie. Wie Präsenz- und Tageslichtsteuerung im Büro zusammenwirken, zeigt der Ratgeber Büro mit Rasterdecke auf LED umrüsten.