Human Centric Lighting
Human Centric Lighting (HCL), auch biodynamisches Licht genannt, ändert Helligkeit und Lichtfarbe im Tagesverlauf ähnlich wie das Tageslicht. Es soll Wachheit am Tag und Erholung am Abend unterstützen.
Ein typischer Tagesverlauf sieht so aus:
- Morgens und vormittags: hohe Beleuchtungsstärke und kühles Licht bis etwa 6.500 K.
- Mittags und nachmittags: neutralweißes Licht um 4.000 K.
- Abends: gedimmtes, warmweißes Licht um 2.700 bis 3.000 K mit wenig Blauanteil.
Technisch braucht HCL Leuchten mit einstellbarer Farbtemperatur (Tunable White) und eine Steuerung, etwa per DALI DT8, Zeitprogramm oder Funk. Die biologische Wirkung entsteht über das Auge. Deshalb zählt neben der Beleuchtung des Arbeitsplatzes das Licht, das senkrecht auf das Auge trifft; große, helle Leuchtflächen und indirekte Anteile helfen dabei. Den biologischen Hintergrund erklärt der Eintrag Zirkadianer Rhythmus, Planungsempfehlungen enthält DIN/TS 67600.
Sinnvoll ist HCL dort, wo Menschen viele Stunden ohne ausreichendes Tageslicht verbringen: in Büros, Schulen, Pflegeheimen, Kliniken oder an Schichtarbeitsplätzen. Die Beleuchtungsstärken nach DIN EN 12464-1 müssen dabei in jeder Phase eingehalten werden. Systeme und Werte vergleicht unser Ratgeber Biodynamische Beleuchtung auswählen.
