Farbkonsistenz

Farbkonsistenz beschreibt, wie genau LEDs und Leuchten desselben Typs in ihrer Lichtfarbe übereinstimmen. Angegeben wird sie in MacAdam-Stufen (SDCM): Je kleiner der Wert, desto geringer sind sichtbare Farbunterschiede.

SDCM steht für „Standard Deviation of Colour Matching“. Eine MacAdam-Ellipse umschreibt den Bereich um einen Zielfarbort, innerhalb dessen das Auge keinen Unterschied erkennt; die Stufenzahl gibt an, wie viele solcher Schritte die Streuung umfasst. Als Faustregel gilt:

  • 1–2 SDCM: kein sichtbarer Unterschied, auch nicht direkt nebeneinander.
  • 3 SDCM: nur im direkten Vergleich gerade erkennbar – üblich bei hochwertigen Innenleuchten.
  • Ab etwa 5 SDCM: nebeneinander sichtbar, etwa als grünlicher oder rosafarbener Stich.

Die Ökodesign-Verordnung (EU) 2019/2020 begrenzt die Farbstreuung von LED-Lichtquellen auf höchstens sechs MacAdam-Stufen.

Wichtig ist die Farbkonsistenz überall, wo viele Leuchten gleichzeitig im Blick sind: Lichtbänder, Panels in Rasterdecken, Downlight-Reihen oder LED-Streifen in Vouten. Hersteller erreichen sie durch sorgfältiges Binning. Sie ist nicht dasselbe wie Farbwiedergabe oder Farbtemperatur.

Unser Tipp: Bestellen Sie alle Leuchten eines Raums gemeinsam und vom selben Typ, und erweitern Sie Anlagen später mit demselben Modell. Bei LED-Streifen fragen Sie nach der Farbtoleranz – mehr dazu im Ratgeber RGB-LED-Streifen wählen.