Ausnutzungsgrad

Der Ausnutzungsgrad gibt an, welcher Anteil des Lichtstroms der Leuchten tatsächlich auf der Nutzfläche ankommt. Er hängt von der Lichtverteilung der Leuchten, der Raumgeometrie und den Reflexionsgraden von Decke, Wänden und Boden ab.

Er ist die Grundlage der klassischen Überschlagsrechnung, des Wirkungsgradverfahrens:

Anzahl der Leuchten = Beleuchtungsstärke × Fläche ÷ (Leuchtenlichtstrom × Ausnutzungsgrad × Wartungsfaktor)

Beispiel: Ein Raum mit 80 m² soll 500 lx erhalten. Mit Leuchten zu 4.000 lm, einem Ausnutzungsgrad von 0,6 und einem Wartungsfaktor von 0,8 ergeben sich 500 × 80 ÷ (4.000 × 0,6 × 0,8) ≈ 20,8 – also 21 Leuchten.

Was den Ausnutzungsgrad beeinflusst:

  • Raumform: Große, flache Räume nutzen das Licht besser als kleine, hohe. Beschrieben wird das mit dem Raumindex k = Länge × Breite ÷ (Höhe der Leuchten über der Nutzebene × (Länge + Breite)).
  • Helle Flächen: Ein hoher Reflexionsgrad von Decke und Wänden erhöht ihn deutlich.
  • Lichtverteilung: Tief strahlende Leuchten bringen in hohen Hallen mehr Licht auf den Boden.

In Innenräumen liegt er häufig zwischen 0,5 und 0,7. Rechnen Sie bei LED-Leuchten mit dem Lichtstrom der kompletten Leuchte. Die Überschlagsrechnung ersetzt keine Lichtberechnung mit Gleichmäßigkeit und Blendung. Ein weiteres Beispiel zeigt der Ratgeber Technik- und Serverräume beleuchten.